Prognose

Jetstream bringt Wetter-Wechsel: Jetzt wird „alles anders“

In dieser Woche steht das Wetter in NRW vor einem Wechsel. Der Jetstream richtet sich über Deutschland aus. Für Wetter-Experten ist das „ein Alarmzeichen“.

Hamm - Mit der Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. September hat der Herbst begonnen – zumindest laut Kalender. Denn am Sonntag konnten die Menschen in Nordrhein-Westfalen noch einmal eine ordentliche Portion Spätsommer genießen. Das könnte allerdings vorerst das letzte Mal gewesen sein. Denn in der neuen Woche werde beim Wetter „alles anders“, sagt Meteorologe Lars Dahlstrom. Laut Prognosen wird es nicht nur kühler, sondern auch deutlich unbeständiger – und es droht ein Sturmtief.

Bereits am Sonntagabend kündigten dichte Wolken und einzelne Regenschauer einen Wetterumschwung in NRW an. Zum Wochenbeginn muss dann immer wieder mit Regen gerechnet werden. Auch einzelne Gewitter sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in den ersten Tagen der neuen Woche nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen steigen kaum mehr über 20 Grad, in der Nacht sinken sie in höheren Lagen in den einstelligen Bereich.

Jetstream bringt Wetterwechsel in NRW – „Für uns Meteorologen immer ein Alarmzeichen“

Spannend wird es dann ab Mitte der Woche, erklären die Meteorologen Lars Dahlstrom und Fabian Ruhnau bei Kachelmannwetter. „Der Jetstream richtet sich in der zweiten Wochenhälfte über Deutschland aus“, so Ruhnau. Dies sorge dafür, dass es ab Donnerstag und Freitag „deutlich windiger“ werde. „Wir direkt unter dem Jetstream – das ist für uns Meteorologen immer ein Alarmzeichen“, sagt Dahlstrom.

Jetstream

„Als Jetstreams werden bandartige Winde in etwa 9 bis 14 Kilometern Höhe bezeichnet, die hohes Tempo erreichen. Die starken Höhenwinde transportieren Luft großräumig von West nach Ost und sind Motor für viele Wetterphänomene“, erklärt Wetteronline. „Es gibt mehrere Jetstreams, die wichtigsten sind der Subtropenjet und der Polarfrontjet. Letzterer beeinflusst das Wetter in Mitteleuropa.“

Die Meteorologen erklären, dass die Gefahr bestehe, dass sich am Rande des Jetstreams kleine Tiefs entwickeln, die dann für „sehr hohe Windgeschwindigkeiten“ sorgen würden. Einige Wettermodelle würden ein solches Randtief derzeit berechnen (Stand 23. September). Allerdings sei noch nicht sicher, ob es letztlich zu einem starken Sturm kommen werde. „Das lässt sich noch nicht abschätzen“, betont Dahlstrom.

Richtung Wochenende konnte es dann in NRW noch einmal deutlicher frischer werden. „Hinter dem Sturmtief erreicht uns ein Schwall polarer Luftmassen aus Nordwesten“, erklärt Fabian Ruhnau. Gerate die Polarluft unter Hochdruckeinfluss, würden kalte Nächte drohen, so der Meteorologe. So könne es etwa in der Eifel den ersten Frost geben. Auch der 10-Tage-Trend des DWD zeigt einen deutlichen Temperaturabsturz in den Nächten am Wochenende.

Rubriklistenbild: © IMAGO/NurPhoto

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