Alarm in 14 Regionen
Heftige Unwetter in Italien – „Wasserbombe“ trifft Urlaubs-Hotspots
Schwere Unwetter mit Hagel und Gewitter wüten in Italien. Regionen von Nord bis Süd sind betroffen. Der Zivilschutz löst erneut Alarm aus.
Hamm – In den letzten zwölf Stunden sind in der Toskana allein 12.000 Blitze verzeichnet worden, teilt die italienische Nachrichtenagentur Ansa mit. Die kritische Italien-Unwetterserie hält jedoch weiter an. In Teilen Venetien und der Lombardei hat der italienische Zivilschutz die Wetterwarnstufe Orange für Dienstag (8. Juli) aktiviert. Nach dem Hitze-Alarm in weiten Teilen Italiens gingen bereits am Montagmorgen (7. Juli) heftige Niederschläge im Golf von Neapel nieder. Bacoli wurde von einer Wasserbombe getroffen.
Unwetter in Italien – „Wasserbombe“ trifft Bacoli am Golf von Neapel
„So eben ist in Bacoli eine Wasserbombe abgestürzt. In weniger als einer Stunde verzeichneten wir einen 90 mm Wasser“, schreibt der Bürgermeister von Bacoli, Josi Gerardo Della auf Facebook. „Das ist die höchste Menge, die die Wetterstationen derzeit in der gesamten Provinz Neapel gemessen haben.“ Niemand wurde verletzt. Das kommunale Einsatzzentrum wurde vom Bürgermeister aktiviert, um den Notfall zu begegnen. Dabei ist es eher der Supervulkan in der Region Campei Flegrei, der Sorge bereitet.
Sintflutartige Regenfälle nach Hitzewelle in Italien
In Neapel, der Hauptstadt Kampaniens, drückten Wassermassen Gullydeckel hoch, berichtet TGcom24. Straßen wurden überschwemmt. Abwassersysteme waren auch an anderen Orten teils völlig überfordert. Auf der Insel Procida waren mindestens 20 Kanalschächte betroffen, heißt es. Die Wetterwarnung des Zivilschutzes bleibt bis Mitternacht aktiv.
In der Toskana und in der Region Umbrien waren Einsatzkräfte der Feuerwehr im Dauereinsatz. In Umbrien traf es Orvieto bereits in der Nacht auf Montag. Starke Winde wehten einen Baum auf dem Außenplatz des Friedhofes der Stadt um und blockierte den Eingang. Die Abdeckung einiger Grabnischen wurden weggerissen und stürzte auf umstehende Gräber, sowie das Friedhofswärterhäuschen wurde überflutet, berichtet tg24.sky.it. Der Friedhof bleibt mindestens drei Tage geschlossen.
⛈️Allagamenti segnalati a Procida (NA). Video di Serra per "Tornado in Italia". pic.twitter.com/DJnRvyo3TJ
— Italia 24H Live 🔴 – Notizie dall'Italia (@Italia24HLive) July 7, 2025
Hagelstürme zerstören Obstbäume im Latium
Ein Hagelsturm fegte über das Latium hinweg. Bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner gingen auf den Straßen und Feldern nieder. Der Schaden in der Landwirtschaft bei den Feldfrüchten und Obstbäumen ist zunächst noch unklar.
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Unwetter-Alarm für 14 Regionen in Italien
Für 14 Regionen gilt am Dienstag (8. Juli) eine Unwetterwarnung mit Gewittergefahr, wie aus dem Bulletin des Zivilschutzes hervorgeht:
- Alarmstufe Orange: Teile der Lombardei und Venetiens
- Alarmstufe Gelb: Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch, Venetien, Emilia-Romagna, Teile der Toskana, Umbrien, Teile von Latium, die Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien
Neue kräftige Gewitter mit Hagel sind laut ilmeteo.it in den nächsten Stunden zu erwarten, insbesondere in der Emilia-Romagna. Doch auch in der Toskana, Umbrien, den Marken und im Latium sind Extremwetterereignisse möglich.
Besonders tückisch: neben den Wolkenbrüchen besteht das Risiko von Windböen mit um 90 bis 100 km/h – inklusive sogenannter Downbursts (Fallwinde), warnen die Wetterexperten. An Küsten in Ostligurien oder der Toskana muss mit einer Zunahme der Wellenbewegung gerechnet werden, an exponierten Stellen besteht die Gefahr von Sturmfluten. Bis Mittwochabend (ml)
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