Grenzgebiete betroffen

Auswärtiges Amt erweitert Türkei-Reisehinweise: Warnung vor mehreren Regionen – und für eine Gruppe

Die Türkei ist ein echtes Urlaubsparadies, doch Reisen können immer wieder beeinflusst werden. Eine Personengruppe sollte aktuell Vorsicht walten lassen.

Ankara – Deutschland befindet sich mitten in der Urlaubssaison. In vielen Bundesländern sind bereits Sommerferien, Studierende dürfen sich über Semesterferien freuen und zahlreiche Arbeitende nutzen den Sommer, um von zuhause rauszukommen und die Sonne im Urlaub zu genießen.

Wer in den kommenden Wochen oder Monaten eine Reise in die Türkei plant, sollte sich zuvor über die aktuelle Lage im Land informieren. Das Auswärtige Amt hat im Juli seine allgemeinen Reisehinweise für die Türkei ausgeweitet und mit zwei neuen Informationen ergänzt.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich hier um Reisehinweise vom Auswärtigen Amt. Die Liste mit den offiziellen Reisewarnungen finden Sie via auswaertiges-amt.de.

Reisehinweis für Südosten und Süden der Türkei: Urlauber sollten Grenzgebiete meiden

Die Türkei grenzt im Süden an Syrien und den Irak. Mit beiden Ländern herrscht im Hinblick auf sicherheitspolitische Interessen und den Umgang mit kurdischen Gruppen ein angespanntes Verhältnis. Im Südosten der Türkei, aber auch in anderen Landesteilen kommt es seit 2015 immer wieder zu Anschlägen.

Das Auswärtige Amt rät Urlaubern nun, die Grenzgebiete zu Syrien und dem Irak bestmöglich zu meiden. Konkret wird von „nicht notwendigen Reisen“ in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri abgeraten. Es bestehen demnach „Gefahren durch angrenzende Auseinandersetzungen“.

Einige Touristen zieht es in ihrem Türkei-Urlaub ans Meer, andere wiederum wollen die Städte und Kultur des Landes erkunden.

Grundsätzlich bestünde derzeit ein Risiko, „dass terroristische Gruppierungen auch vor dem Hintergrund türkischer Militäroperationen in Syrien und Irak versuchen werden, insbesondere in den großen Metropolen Anschläge durchzuführen“. Touristen werden deshalb vor allem in größeren Städten auf eine erhöhte Polizeipräsenz und Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Es empfiehlt sich, vor einer Reise in die Türkei auch die Reisewarnunen für Syrien und den Irak zu lesen:

Auswärtiges Amt warnt vor gewalttätigen Übergriffen auf LGBTIQ-Personen in der Türkei

Homosexualität ist in der Türkei offiziell nicht strafbar, Veranstaltungen wie die Pride-Parade werden in dem Urlaubsland aber seit Jahren untersagt und von den Behörden unterdrückt. Erst im Juni sind in Istanbul mindestens 50 Menschen bei einer nicht genehmigten Pride-Parade festgenommen worden. Darunter sollen nach Angaben der türkischen Juristenvereinigung CHD unter anderem vier Anwälte gewesen sein. Das Auswärtige Amt berichtet, dass auch ausländische Staatsangehörige festgenommen wurden.

Der Polizei wurde brutales Vorgehen gegen die Aktivisten vorgeworfen, die für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Trans- und queeren Menschen (LGBTQ) auf der Straße waren. Außerdem „sind gewalttätige Übergriffe auf LGBTIQ-Personen von nicht-staatlicher Seite bekannt“, warnt das Amt. Urlauber mit einem LGBTIQ-Hintergrund müssen deshalb beachten, dass sie bei einer Reise in die Türkei mit starken Vorurteilen konfrontiert werden könnten.

Traumhafte Strände und faszinierende Naturlandschaften: Zehn Orte in der Türkei, die Sie beeindrucken werden

Luftaufnahme des Amphitheaters in Side
Panoramablick auf den Hafen von Alanya
Antike Stadt Myra in der Türkei
Panorama von Antalya
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Es wird generell davon abgeraten, größere Demonstrationen und nicht genehmigte Menschenansammlungen zu meiden. Lesbische, schwule, transgender oder bisexuelle Reisende können vor einer Reise zudem die allgemeinen Hinweise lesen, um sich vorzubereiten.

Andere Länder, andere Sitten: Welche Fehler Sie bei einem Türkei-Urlaub unbedingt vermeiden sollten. (no mit dpa)

Rubriklistenbild: © Kirill Zykov/IMAGO

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