Stiftung Warentest

Bis zu 600 Euro Unterschied: Manche Wärmepumpen verbrauchen mehr Strom als andere

Stiftung Warentest hat Wärmepumpen getestet. Vier von sechs Geräten bekommen die Note „gut“. Unterschiede gibt es besonders in Effizienz und Stromverbrauch.

Hamm - Dass Wärmepumpen eine effiziente und umweltfreundliche Heizmethode sind, ist schon lange bekannt. Als klimafreundliche Alternative greifen viele Verbraucher auf die Installation von Wärmepumpen zurück – um damit auch dem Ziel der Bundesregierung, bis 2045 klimaneutral zu sein, näherzukommen. Dieses Ziel wird laut Regierung erreicht, wenn herkömmliche Gas- und Ölheizungen nicht mehr eingebaut werden und klimafreundlichere Alternativen die Pflicht werden.

Viele Verbraucher aus NRW besitzen jedoch noch keine Wärmepumpe. Denn: Sie hat den Ruf, zu teuer in Anschaffung und Einsatz zu sein. Hausbesitzer möchten sich in der Regel sicher sein, dass die Investition sich auch lohnt – auch wenn es mitunter über staatliche Förderungen einen Teil des Geldes wieder zurück­gibt. Nun hat Stiftung Warentest einige Modelle getestet. Sechs Wärmepumpen - darunter Modelle von Vaillant, Wolf und Viess­mann - wurden in einem Test genauer unter die Lupe genommen.

Wärmepumpen im Test: Einige Modelle verbrauchen mehr Strom– bis zu 600 Euro Unterschied

Alle getesteten Wärmepumpen können laut Stiftung Warentest ein bestehendes Einfamilien­haus beheizen. Doch: Die getesteten Geräte unterscheiden sich vor allem in der Energieeffizienz und Strom­verbrauch. Schaut man sich die Stromkosten beim Testsieger und dem letzten Platz an, bemerkt man einen Unterschied von mehreren Hundert Euro im Jahr.

Stiftung Warentest testet Wärmepumpen: Vier von sechs Modellen bekommen Note „gut“

Vier der getesteten Geräte schnitten dabei mit der Note „gut“ ab. Die anderen zwei – Daikin und Mitsubishi – erhielten die Note „befriedigend“.

Wie funktionieren Wärmepumpen?

Eine Wärmepumpenheizung funktioniert genau umgekehrt wie ein Kühlschrank – mittels Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen eines Kältemittels. Dadurch wird die aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser gewonnene Umweltwärme nutzbar gemacht und auf das Heizsystem übertragen. Einfach gesagt wird von einer Wärmepumpe die Wärmeenergie von außen aufgenommen und nach innen abgegeben.

Als Beispiel beim Test dient die Beheizung eines mittelmäßig gedämmten 140-Quadratmeter-Haus. Während die effizienteste Pumpe – Testsieger ist das Modell „Vitocal 250-A“ von Viessmann – weniger als 5000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchte, benötigte das Schlusslicht mehr als 6500 Kilowattstunden. Hochgerechnet sind das bei einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde Kostenunterschiede von rund 600 Euro im Jahr.

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Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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