Mehr Geld 2025
Verträge, Steuern, Strom: Acht Tipps, mit denen Sie bis zum Jahreswechsel Geld sparen
Die letzten Wochen des Jahres sind angebrochen. Mit diesen Finanz-Tricks lässt sich jetzt noch einiges Geld für 2025 herausschlagen.
Hamm – Das Jahresende ist nicht nur die Zeit für besinnliche Feiertage, sondern auch eine wichtige Phase für die finanzielle Planung. Wer jetzt die richtigen Entscheidungen trifft, kann im kommenden Jahr von erheblichen Einsparungen profitieren. Ob steuerliche Vorteile, Versicherungswechsel oder Energieoptimierung – hier sind acht Tipps, um das Beste aus Ihren Finanzen herauszuholen.
Steuern, Verträge, Strom: Acht Tipps, um bis Silvester noch Geld zu sparen
1. Steuern: Eine kluge Steuerplanung kann helfen, im kommenden Jahr mehr von der Steuererklärung zurückzubekommen. Durch gezielte Ausgaben können bestimmte Grenzen überschritten und somit steuerliche Vorteile erzielt werden, rät der Online-Geld-Ratgeber Finanztip. So kann es sich lohnen, Krankheitskosten wie eine Zahnarztrechnung oder den Kauf einer Brille noch in diesem Jahr zu tätigen. Auch Werbungskosten, wie etwa durch den Kauf eines Laptops für den Beruf, können sinnvoll sein, um die Pauschale zu überschreiten.
Mehr Geld in 2025: Kfz-Versicherung wechseln und sparen
2. Kfz-Versicherung: Auch ein Wechsel der Kfz-Versicherung kann sich zum Jahreswechsel besonders lohnen. Wer die Frist am 2. Dezember verpasst hat, hat noch eine Chance: Nämlich dann, wenn der Versichere seine Preise erhöht. Verbraucher können ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Frist beginnt mit Eingang der Preiserhöhungs-Information und dauert einen Monat.
3. Strom: Durch den Wechsel des Stromanbieters lassen sich ebenfalls erhebliche Kosten sparen. Ein Musterhaushalt kann laut Finanztip durch einen Wechsel bis zu 303 Euro pro Jahr sparen. Während die Grundversorgung oft teuer ist, bieten empfehlenswerte Tarife mit Preisgarantie deutlich günstigere Konditionen. Wem ein Anbieterwechsel zu drastisch ist, kann aber auch durch einen Haushalts-Trick 15 Prozent Energiekosten sparen.
4. Weihnachtsgeld trotz Jobwechsel: Wer 2024 den Job gewechselt hat, könnte trotzdem noch Weihnachtsgeld von seinem ehemaligen Arbeitgeber bekommen. Arbeitnehmern, die Anspruch auf Weihnachtsgeld hatten, kann laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von November 2013 unter Umständen noch ein Teil dieser Sonderzahlung vom alten Arbeitgeber zustehen. Für jeden Beschäftigungsmonat kann der Arbeitnehmer vom Ex-Arbeitgeber ein Zwölftel der Sonderzahlung verlangen.
Riester-Vertrag prüfen und anpassen
5. Riester-Vertrag: Riester-Sparer sollten prüfen, ob sie den optimalen Betrag einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. „Dafür einfach beim Anbieter anrufen und diesen über Änderungen wie eine Gehaltserhöhung, den Wechsel in Teilzeit oder ein zweites Kind informieren“, rät Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip. Bis Dezember können Verbraucher noch zusätzliche Zahlungen leisten, um die volle staatliche Förderung zu sichern. Wer seine Rente aufstocken will, kann das übrigens auch mit Aktien tun. Einen Steuertrick sollten Verbraucher dabei kennen.
6. Förderanträge stellen: Förderanträge für Energieberatung, Heizung oder energetische Sanierung sollten noch in diesem Jahr gestellt werden, um von aktuellen Programmen zu profitieren. Denn das ist im kommenden Jahr vermutlich vorerst nicht mehr möglich. Sollte der Bundestag vor der Bundestagswahl keinen Haushalt mehr verabschieden, kommt es im nächsten Jahr zur vorläufigen Haushaltsführung. Förderprogramme werden dann vorübergehend pausiert. Wer allerdings dieses Jahr noch eine Bewilligung erhält, bekommt das Geld auch bei einem Förderstopp ausbezahlt.
Solaranlage installieren und höhere Vergütung sichern
7. Solaranlage ans Netz bringen: Der Einbau einer Solaranlage ist derzeit besonders attraktiv, da die Preise niedrig sind und die Einspeisevergütung bald sinkt. Ab dem 1. Februar sinkt die staatliche Förderung für Strom, der ins Netz eingespeist wird. Wer die Anlage noch vor Februar in Betrieb nimmt, profitiert von der höheren Vergütung. Denn die Einspeisevergütung wird am Tag der Inbetriebnahme für 20 Jahre festgelegt, weiß Tenhagen.
8. Ansprüche sichern und Verjährung vermeiden: Verbraucher sollten prüfen, ob sie Ansprüche aus Prämiensparverträgen oder zu hohen Kontogebühren von 2021 haben. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs ermöglicht häufig vierstellige Nachzahlungen. „Wer einen solchen Vertrag hatte, sollte rasch aktiv werden und eine Nachzahlung der Zinsen verlangen“, rät Tenhagen. Diese Ansprüche können bald verjähren.
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