Unbegründete Angst

Spinnen in der Wohnung? Wie Sie die unliebsamen Tiere vertreiben können

Eine Hauswinkelspinne wird mit einem Glas gefangen. Spinnen zu töten, sollte vermieden werden.
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Eine Hauswinkelspinne wird mit einem Glas gefangen. Spinnen zu töten, sollte vermieden werden.

Niemand freut sich über den Anblick von Spinnen in der Wohnung. Es gibt einige leichte Tricks, um die Tiere aus Ihrem Heim fernzuhalten.

Hamm - Mit dem Herbst beginnen die Temperaturen zu sinken. Doch nicht nur dem Menschen kann es in dieser Zeit draußen zu nass oder kalt werden. Auch viele Spinnenarten bevorzugen es warm und trocken und krabbeln daher in Häuser und Wohnungen. Doch wie verhindert man das?

Spinnen-Panik: So vertreiben Sie die Krabbler aus den eigenen vier Wänden

Viele Menschen ekeln sich vor Spinnen. Die Reaktionen reichen von Abscheu bis zu panischer Angst, in Hagen sorgte eine Spinne sogar für einen Autounfall. Der Naturschutzbund (Nabu) in Nordrhein-Westfalen betont zum anstehenden Herbstbeginn, dass von Spinnen keinerlei Gefahr für den Menschen ausgeht. Die in Deutschland heimischen Arten seien harmlos und könnten sogar einen Nutzen haben. Denn Spinnen ernähren sich von anderen Insekten, etwa lästige Fliegen und Stechmücken.

Wem die Anwesenheit der Tiere dennoch Unbehagen bereitet, sollte wissen, wie man die Krabbeltiere am besten vertreibt. Sowohl der Nabu, als auch die Tierrechtsorganisation Peta raten dazu, nicht direkt zum Staubsauger (Sterben sie beim Einsaugen oder krabbeln sie wieder heraus?), der Fliegenklatsche oder gar dem Pantoffel zu greifen, um Spinnen loszuwerden. Vielmehr sollten die Tiere mit einem Glas oder ähnlichen Behälter gefangen werden. Anschließend kann ein Stück Papier unter das Glas geschoben und die Spinne einige Meter vom Haus entfernt wieder freigelassen werden.

Wer es nicht einmal schafft, sich Spinnen auf Glasdicke zu nähern, sollte die Tiere erst gar nicht ins Haus lassen. Um das zu bewerkstelligen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ein Fliegengitter vor Fenstern sowie Balkon- und Terrassen-Türen hilft genauso gut gegen Spinnen wie es auch gegen Fliegen, Mücken, Wespen und andere Insekten. Diese müssen jedoch auch dicht angebracht sein und dürfen keine Löcher oder Schlitze aufweisen, da sich Spinnen auch durch die kleinsten Öffnungen quetschen können.

Eine weitere häufige Art in deutschen Haushalten ist die Zitterspinne.

Spinnen fernhalten: Einige Düfte sollen helfen

Wer sich die Fenster nicht durch Gitter zuhängen möchte, kann aber auch auf Hausmittel zurückgreifen. Einer Studie des Zoologen Andreas Fischer zufolge mögen Spinnen einige Düfte nicht. Diese kann man sich zunutze machen, um die Krabbler aus dem Haus zu halten. Spinnen meiden den Geruch von Minze. Ein paar Tropfen Minzöl in Wasser verdünnt, können per Sprühflasche um Fenster und Türen herum und an Orten, an denen Spinnen sich häufig niederlassen, aufgetragen werden. Auch Duftkerzen oder Duftspender mit Minz-Geruch können die gleiche Wirkung erzielen.

Ähnliches kann auch durch Kastanien bewirkt werden. Denn auch ihr Geruch soll für Spinnen unerträglich sein. Halbierte Kastanien, die auf Fensterbänken platziert werden, sollten alle zwei bis drei Wochen ausgetauscht werden. Auch Weißwein-Essig kann Abhilfe schaffen und die Tiere bei ähnlicher Anwendung wie beim Minzöl vertreiben. Die enthaltene Säure ist unverträglich für Spinnen.

Spinnen müssen draußen bleiben: Alternatives Habitat bieten

Eine weitere Methode ist es, den Tieren erst gar keinen Lebensraum zu bieten. Wer seine Wohnung stets sauber hält und auch anderen Insekten, Fruchtfliegen etwa oder Trauermücken, keine Chance gibt, bietet auch Spinnen kein attraktives Habitat. Wer ein Grundstück mit Garten hat, kann den Tieren in gebührendem Abstand vom Haus eine Alternative bieten. In Stapeln aus Holz, Steinen oder Grünabschnitt fühlen sich viele Spinnenarten pudelwohl und finden auch genug Nahrung.

Welche Spinnenarten sich gerne in Häusern einnisten

Häuser und Wohnungen sind besonders für zwei Spinnenarten besonders beliebt. Zum einen wäre das die Hauswinkelspinne. Mit einer Beinspannweite von bis zu zehn Zentimetern und ihren dicken haarigen Beinen gehört sie zu den größten Vertretern der Spinnen in Deutschland. In der Regel baut sie ihr trichterförmiges Nest in dunklen Ecken und lauert dort auf ihre Beute.

Die andere besonders häufige Spinnenart ist die Zitterspinne. Sie zeichnet sich durch einen besonders dünnen Körper und ihre langen Beine aus. Sie spannt die typischen Radnetze. In diesen sollen sich fliegende Insekten verfangen und die Spinnen können die gefangene Beute einsammeln.

Als Tierschutzorganisationen raten Nabu und Peta vom Gebrauch von Pestiziden ab, da diese den Tod für die Tiere bedeuten. Außerdem können einige Insektenbekämpfungsmittel auch negative Wirkungen auf Haustiere haben. So gab es bereits Fälle von Hauskatzen, die aufgrund von Kontakt mit Insekten-Pestiziden ihr Leben verloren.

Keiner hat gerne große Motten in der Wohnung. Manch einer hat das Gefühl, dass dieses Jahr besonders viele Nachtfalter unterwegs sind. Sie hassen Spinnen? Dann schauen Sie sich dieses Video auf keinen Fall an! Denn es geht um eine Spinne. Und ein Bett. Und ein Kind.

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