Datenschutz

Fast jeder nutzt diese WhatsApp-Funktion: Doch sie birgt eine Falle

WhatsApp verbessert immer wieder das Nutzungserlebnis, aber nicht alle Neuerungen kommen gut an. Besonders eine Funktion könnte Nutzerdaten gefährden.

Hamm – Millionen von Menschen haben es zur Gewohnheit gemacht, über WhatsApp Textnachrichten oder Sprachnachrichten zu versenden, Bilder und Videos zu teilen oder Video- oder Gruppenanrufe zu starten.

Fast jeder nutzt diese WhatsApp-Funktion – aber sie birgt eine Falle

Die Entwickler der populären Messenger-App, die zum Meta-Konzern gehört, führen regelmäßig Anpassungen durch und entwickeln neue Funktionen, um das Nutzererlebnis zu optimieren. Vor kurzem wurde ein störendes Problem mit der Kontaktliste durch eine neue WhatsApp-Funktion gelöst. Eine geringfügige Änderung bei WhatsApp stieß jedoch nicht bei allen Benutzern auf Begeisterung. Wie das Verbraucherportal Chip.de berichtet, können einige Funktionen bei WhatsApp mehr Informationen preisgeben, als den Nutzern lieb sein könnte.

Die Funktion der Link-Vorschau bei WhatsApp, die beim Teilen von Links im Chat eine Vorschau aus Bild und Überschrift erstellt, wird von vielen WhatsApp-Nutzern gerne genutzt. Dabei geht jedoch „eine sogenannte Get-Request an die geteilte Webseite raus“, so das Verbraucherportal. Auch ohne aktiven Besuch der Webseite durch den Nutzer werden folgende Daten übermittelt:

  • IP-Adresse
  • WhatsApp-Version
  • Version des Betriebssystems
Datenschutz: Warum WhatsApp-User beim Teilen von Links eine Funktion aktivieren sollten

Die Link-Vorschau wird standardmäßig generiert. Solche Informationen können jedoch Cyberkriminelle anlocken. Eine IP-Adresse kann beispielsweise Details über den groben Standort einer Person und ihren Internetprovider preisgeben, wie das Magazin t3n.de erklärt. Eine Funktion von WhatsApp soll jedoch den kriminellen Missbrauch eindämmen.

Eine WhatsApp Funktion schützt vor Datenmissbrauch

Um die eigenen Daten zu schützen, können Nutzer die Link-Vorschau in den WhatsApp-Einstellungen unter dem Bereich „Datenschutz“ deaktivieren, so der Messenger-Dienst auf seiner WhatsApp FAQ-Seite. „Dies ist eine optionale Schutzfunktion für deine IP-Adresse. Diese kann Informationen enthalten, die einige unserer Benutzer, die besonders großen Wert auf Datenschutz legen, mit Vorsicht behandeln möchten“.

Bei der praktischen Link-Vorschau werden auch die eigenen Daten an Dritte weitergegeben

Links, die von anderen Nutzern versendet werden, können für den Empfänger jedoch weiterhin eine Vorschau generieren. Die eigene IP-Adresse ist davon jedoch nicht betroffen.

WhatsApp: Verbraucherschützer sehen Messenger-Dienst kritisch

Die Verbraucherzentrale betrachtet die Nutzung von WhatsApp kritisch. Anrufe und Text-Chats bei WhatsApp sind zwar immer Ende-zu-Ende-verschlüsselt und auch wenn die Gespräche über WhatsApp-Server weitergeleitet werden, kann Meta nicht mithören.

Dennoch erhebt und verarbeitet WhatsApp laut Verbraucherschützern zahlreiche personenbezogene Daten und „gilt daher nicht gerade als datenschutzfreundlicher Messenger-Dienst“. „Wir empfehlen generell solche Messenger zu verwenden, die weder Nachrichteninhalte noch andere Daten ihrer Nutzer:innen zu Werbezwecken speichern und analysieren oder weitergeben“.

Wer WhatsApp weiterhin auf dem Mac nutzen möchte, musste im Oktober zu einer neuen App wechseln. (vw)

Rubriklistenbild: © Screenshot/ WABetaInfo.com

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