KI-Assistent von Meta

Neue WhatsApp-Funktion: Was Nutzer mit dem blauen Kreis machen können

Der neuartige, blau-rote Ring bei WhatsApp ist vielen Nutzern bereits aufgefallen. Wie lässt sich Meta AI in WhatsApp nutzen?

Hamm – Seit einigen Tagen wird Meta AI schrittweise in 41 europäischen Ländern ausgerollt. In den USA wurde der Chatbot schon im September 2023 vorgestellt. Den Europa-Start hatte Meta wegen der nötigen Anpassung an EU-Regeln verzögert. Jetzt ploppte auf den Handys vieler Nutzer in Deutschland erstmals der neuartige, blau-rote Ring bei WhatsApp auf.

Welche Sehenswürdigkeiten hat ein Reiseziel zu bieten? In welchem Restaurant kann man sich mit Freunden in der Stadt treffen? Für viele solcher Fragen soll in einem WhatsApp-Chat Meta AI behilflich sein. So hatte der Meta-Konzern seinen KI-Assistenten für seine Plattformen Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger kürzlich auch in Europa gestartet.

Blauer Kreis bei WhatsApp: So kann man Meta AI verwenden

Über das Symbol mit dem Kreis gelangt man zu einem Dialogfenster. Und darin lässt sich, wie ZDF heute berichtete, direkt mit dem Chatbot über die Texteingabe in sechs unterschiedlichen Sprachen kommunizieren. Demnach kann die KI beispielsweise Antworten auf Alltagsfragen geben oder mit Vorschlägen für Rezepte bis hin zu Geschenkideen dienen. Auch Web-Recherchen in Echtzeit sind möglich. Außerdem verfügt die KI über kreative Funktionen wie Witze, Reime oder Gedichte. Will man die KI in Gruppenchats verwenden, müssen die Teilnehmer den Assistenten mit @Meta AI markieren und eine Frage stellen, wie die Tagesschau berichtet.

Bei vielen Nutzern ist der neuartige, blau-rote Ring bei WhatsApp schon aufgetaucht.

Neue WhatsApp-Funktion Meta AI: Ganz abstellen kann man die KI nicht

Ob sich die neue WhatsApp-Funktion auch abschalten lässt, mag sich so mancher Nutzer schon gefragt haben. Die Antwort gefällt gewiss nicht jedem: Die Funktion lässt sich nämlich nicht deaktivieren – man kann sie jedoch immerhin aus dem Sichtfeld entfernen.

Meta AI ist bislang keine eigenständige App wie etwa ChatGPT, sondern wurde als Funktion in die bestehenden Apps von Meta integriert, in den USA im April 2024. Nutzer können das Programm dort auch zur Erstellung von Bildern nutzen. In Europa wird dagegen zunächst nur die Text-Funkion vorhanden sein. Zum Beispiel in einem Whatsapp-Chat soll Meta AI dann wie beschrieben beispielsweise bei Aufgaben wie der Reiseplanung behilflich sein.

Die Einführung erfolgt demnach schrittweise in 41 europäischen Ländern. Meta rolle das System in Wellen aus, berichtete ZDF heute (Stand: 30. März). Alle Nutzer, die den Kreis noch nicht auf ihrem Display sehen, sollen diesen laut des Berichts innerhalb der nächsten Tage oder Wochen auch zur Verfügung gestellt bekommen. Bedingung ist eine aktuelle Version von WhatsApp.

WhatsApp-KI: Verbraucherschützer sehen große Risiken beim Datenschutz

Der Konzern hat nach eigenen Angaben spezielle Anpassungen für den europäischen Markt vorgenommen, um den strengeren Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, berichtet Tagesschau.de. Verbraucherschützer und Datenschutzexperten sehen in Meta AI jedoch immer noch Risiken. Christine Steffen von der Verbraucherzentrale NRW warnte dem Bericht zufolge, dass die Daten, die für die Anfrage an die KI eingegeben werden, für Meta sichtbar seien.

„Üblicherweise ist es so, dass in dem Messenger WhatsApp Nachrichten Ende zu Ende verschlüsselt sind. Das bedeutet, dass nur der Absender – also in dem Fall der Nutzer und der Empfänger, also wer die Nachricht bekommen soll – die Inhalte lesen kann. Und hier ist es so, dass alles, was ich schreibe, der Anbieter mitlesen kann“, erklärt Steffen laut des Berichts. Seit Anfang Februar müssen unterdessen Nutzer vieler Handymodelle auf WhatsApp verzichten. (ahu mit Material von AFP)

Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer/dpa/Meta/Whatsapp

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