Steigende Preise
Krankasse, Benzin, Kfz-Versicherung: Was 2025 teurer wird
In Deutschland wird ab Januar vieles teurer. Tanken, Versicherung, Post, Deutschlandticket und mehr: Was sich ändert und wo 2025 die Preise für Verbraucher steigen.
Hamm – In den letzten Monaten mussten die Verbraucher mit ansteigenden Kosten zurechtkommen. Und auch das Jahr 2025 wird einige Preiserhöhungen mit sich bringen. Es wird nicht nur mehr für die Krankenversicherung, das Deutschlandticket oder die Kfz-Versicherung fällig - ähnlich wie bereits bei einigen Angeboten der Deutschen Bahn. Auch in anderen Sektoren werden die Preise steigen. Wir bieten einen Überblick, was ab dem 1. Januar 2025 teurer wird und welche Ursachen dahinter liegen.
2025 wird vieles teurer - darunter Krankenversicherung, Deutschlandticket, Kfz-Versicherung
In mehreren Bereichen, die Millionen von Bundesbürgern betreffen, werden die Preise in Deutschland im kommenden Jahr steigen. Hier ein kurzer Überblick:
- Krankenkassen: Der Grundbeitrag bleibt konstant bei 14,6 Prozent, während der Zusatzbeitrag ab dem 1. Januar durchschnittlich um 0,8 Prozent auf 2,5 Prozent ansteigt. Es liegt im Ermessen jeder einzelnen Krankenkasse, den genauen Wert festzulegen. Als Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 3000 Euro führt eine Erhöhung des Zusatzbeitrags um 0,8 Prozent dazu, dass Versicherte künftig mit zusätzlichen 24 Euro belastet werden. Diese zusätzliche Belastung wird jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom versicherten Arbeitnehmer getragen.
- Kfz-Versicherung: Viele Autofahrer werden es bei der zum Jahresende eintreffenden Rechnung für die Kfz-Versicherung schon bemerkt haben. Ab 2025 müssen sie deutlich mehr zahlen. Wie das Vergleichsportal Verivox in einer Preisanalyse herausfand, werden die Kfz-Versicherungen im Durchschnitt um 21 Prozent teurer. Mit einigen einfachen Methoden können Autofahrer jedoch eine Menge Geld retten.
- Deutschlandticket: Das bisherige 49-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr wird ab 1. Januar 2025 teuer, und zwar um neun Euro. Künftig müssen pro Monat 58 Euro gezahlt werden.
- Tanken: Autofahrer müssen für Benzin und Diesel an der Tankstelle ab Januar mehr bezahlen. Der Grund ist die Erhöhung der CO₂-Steuer von aktuell 45 Euro je Tonne Kohlendioxid auf 55 Euro im Jahr 2025. Das lässt auch die Kraftstoffpreise steigen. Der ADAC hat ausgerechnet, um wie viel teurer der Liter Benzin oder Diesel wird.
- Personalausweis: Ab 2025 besteht die Möglichkeit, einen neu beantragten Personalausweis per Post zustellen zu lassen. Obwohl dies den Besuch bei der Behörde erspart, fallen zusätzliche Gebühren an, die den Preis für den neuen Ausweis erheblich erhöhen.
- Deutsche Post: Auch beim Porto müssen sich Verbraucher ab 1. Januar 2025 auf höhere Preise einstellen. Die Briefmarke für eine Postkarte kostet bei der Deutschen Post dann 95 Cent (bisher 70 Cent), auch für den Standardbrief sind 95 Cent fällig (bisher 85 Cent). Das Porto für Kompaktbrief (von bisher einem Euro auf 1,10 Euro), Großbrief (von bisher 1,60 Euro auf 1,80 Euro) und Maxibrief (von bisher 2,75 Euro auf 2,90 Euro) wird ebenfalls zum neuen Jahr angehoben.
Ähnliche Gründe für Preiserhöhungen
Die Ursachen für die Preiserhöhungen sind in einigen Fällen ähnlich. So wird beispielsweise bei den Krankenkassen oder beim Deutschlandticket argumentiert, dass ohne eine Aufwärtskorrektur eine Finanzierungslücke entstehen würde und die Kosten nicht gedeckt werden könnten.
Auch die Deutsche Post begründet das ab 2025 höhere Briefporto als notwendige Maßnahme, „um trotz höherer Lohn-, Transport- und Energiekosten sowie der Inflation bei sinkenden Briefmengen weiterhin in qualitativ hochwertige Leistungen, ökologische und soziale Nachhaltigkeit und fair bezahlte und gut qualifizierte Mitarbeitende zu investieren“.
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