Kosten rund ums Auto
Zunehmende Kosten für Kfz-Versicherungen – mit einer Methode lässt sich viel Geld retten
Die Kosten für Kfz-Versicherungen werden in einigen Fällen stark ansteigen. Mit einigen einfachen Methoden können Autofahrer jedoch eine Menge Geld retten.
Hamm – Für Autofahrer ist diese Nachricht ein Schock. Die Versicherungsbeiträge werden 2025 vermutlich extrem steigen. Laut den Experten von finanztip.de zeichne sich sogar „die höchste Preiserhöhungswelle seit Jahren“ ab. Steigende Kosten bei Reparaturen und höhere Preise für Ersatzteile sollen ausschlaggebend dafür sein – die wollen die Versicherer natürlich auf die Versicherten umlegen. Doch Pkw-Besitzer können mit einem Trick trotzdem viel Geld sparen.
Steigende Kfz-Versicherungsbeiträge – mit einem Trick lässt sich viel Geld sparen
Zwar führen die Experten zunächst einmal die steigenden Kosten für Neuverträge auf. Aber auch laufende Verträge dürften ordentlich teurer werden. Von bis zu 25 Prozent ist sogar die Rede. Das kann sehr schnell sehr viel Geld sein. Es gibt allerdings eine gute Nachricht vorweg.
Wenn die Versicherung nämlich den Beitrag erhöht, haben Kfz-Besitzer ein Sonderkündigungsrecht. Doch Achtung: Wer von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen will, sollte einen wichtigen Stichtag unbedingt beachten. Generell ist es wichtig, seine Rechte als Versicherungsnehmer zu kennen – und zu wissen, wie sich der Preis für die Kfz-Versicherung überhaupt zusammensetzt. Dabei spiele verschiedene Faktoren eine Rolle:
- Modell
- Motorleistung
- Wohnort
- Beruf
- Art des Stellplatzes
- Alter des Fahrers
- jährlich gefahrene Kilometer
- Verzicht auf die Wahl der Werkstatt im Schadensfall
- die sogenannte Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse): Wer längere Zeit unfallfrei fährt, wird höher eingestuft und bezahlt weniger
Wer im Großen und Ganzen mit seinem Versicherungsanbieter zufrieden ist und nicht wechseln möchte, kann aber dennoch Geld sparen. Der Trick lautet: Vertragsanpassung. Die Finanzexperten von finanztip.de raten daher auch dazu, seinen Vertrag regelmäßig zu überprüfen. An verschiedenen Stellschrauben kann dort gedreht werden, um den jährlichen Beitrag für das Auto ganz einfach zu senken.
Kfz-Verischerung: Mit einer Anpassung lässt sich bis zur Hälfte des Gesamtbeitrags sparen
So könne man beispielsweise „im Schnitt 48 Prozent des Gesamtbeitrags sparen“, wenn man den Fahrerkreis einschränkt und einen 18-jährigen Fahranfänger vom Fahrerkreis ausschließt. Wer die Kilometerleistung nach unten setzt, könne zudem im Schnitt bis zu 14 Prozent des Beitrags sparen. „Die durchschnittlichen 14 Prozent gelten für 5.000 statt 10.000 Kilometer, bei 10.000 statt 15.000 Kilometer sind es aber auch immerhin 8 Prozent“, erklären die Experten.
Auch könne es sich den Finanzexperten zufolge lohnen, eine höhere Selbstbeteiligung zu vereinbaren. „Hier sind mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro in der Teilkasko im Schnitt 18 Prozent Ersparnis auf den Gesamtbeitrag – inklusive Haftpflicht – drin, bei 300 Euro sogar 25 Prozent“, heißt es. Wer eine Vollkasko hat und von 150 Euro auf 300 Euro erhöhe, könne im Schnitt mit einer Ersparnis von 10 Prozent auf den Gesamtbeitrag rechnen – jeweils bei einer Teilkasko von 150 Euro. Insgesamt lassen sich laut finanztip.de fünf Merkmale im Tarif optimieren:
- Fahrleistung: Wie viele Kilometer pro Jahr fahren Sie wirklich mit ihrem Wagen?
- Fahrerkreis: Wer ist mitversichert?
- Selbstbeteiligung: Wie viel möchten Sie bei Schäden selbst zahlen?
- Werkstattbindung: Möchten Sie den Wagen bei Schäden in der Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren lassen oder soll der Versicherer selbst eine auswählen?
- Zahlweise: Möchten Sie Ihren Versicherungsbeitrag auf einen Schlag oder lieber in Raten zahlen?
Kfz-Versicherungen optimieren und Geld sparen
Bevor man seine Versicherung kündigt, bietet es sich also an, sich den bestehenden Vertrag einmal genau anzuschauen und zu optimieren. Erst wenn man sich im Klaren darüber ist, was man wirklich benötigt, kann man aktiv werden – und sich dann die richtige Versicherung aussuchen.
Dabei ist es vielleicht auch gar nicht so unwichtig, die Unterschiede zu kennen. Wie es der Name schon sagt: Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Teil- und Vollkasko hingegen sind freiwillig und lohnen sich nur in bestimmten Fällen. „Bei alten Pkw von geringem Wert reicht die Kfz-Haftpflichtversicherung. Bei teureren Autos ist zumindest eine Teilkaskoversicherung sinnvoll, für Neuwagen, teure Gebrauchte und E-Autos eine Vollkasko“, rät die Stiftung Warentest.
Nicht nur die Versicherung sollte man aber im Blick haben: Auch Winterreifen müssen aufs Auto. Schauen Sie sich die Reifen dann genau an. Es könnte sein, dass sie entsorgt werden müssen. Seit Herbst 2024 gilt eine neue Regel bei Reifen.
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