Personalmangel

Änderungen bei Fleisch- und Käsetheken: Was der Edeka-Plan für Kunden bedeutet

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist ein großes Problem. Auch eine beliebte Supermarkt-Kette hat damit zu kämpfen. Für Kunden könnte es zeitnah Veränderungen geben.

Hamm - Supermärkte verfügen im Gegensatz zu Discountern in der Regel über Bedientheken für Fleisch, Wurst und Käse. Kunden bekommen dort frisch geschnittene Ware und können sich beraten lassen. Wegen Personalmangel soll es der Supermarkt-Kette Edeka wohl nicht möglich sein, die Bedientheken dauerhaft mit Personal zu besetzen. Könnte sich deshalb bald etwas für Edeka-Kunden ändern?

Edeka plant Änderungen bei Fleisch- und Käsetheken: Was das für Kunden bedeutet

Laut der Lebensmittelzeitung plant Edeka, die Strategie für die Bedientheken zu ändern. Einige Märkte sollen flexible Theken einführen. Aber was heißt das für die Kunden? Besonders zu Randzeiten könnte es künftig so sein, dass Kunden hinter der Theke kein Personal finden und sich stattdessen an einer Selbstbedienungstheke bedienen müssen. Dazu soll zum Beispiel auch das Angebot an vorgepackter Ware ausgebaut werden. Trotzdem sollen die Bedientheken überall erhalten bleiben.

„In einzelnen Märkten gestalten wir derzeit lediglich Teilelemente der Theken so, damit sie sowohl für Selbstbedienung als auch für die Bedienung eingesetzt werden können, um gegebenenfalls flexibel auf Veränderungen der Rahmenbedingungen oder des Verbraucherverhaltens reagieren zu können“, erklärt ein Unternehmenssprecher von Edeka-Südwest auf Anfrage von wa.de.

Stehen Bedientheken für Fleisch und Käse bei Edeka vor dem Aus?

Edeka-Südwest-Chef Rainer Huber gab in der Lebensmittelzeitung an, dass ein Test mit flexiblen Käsetheken sogar steigende Absätze und Umsätze gegenüber der normalen Bedientheke erzielt hätte.

Edeka-Minden-Hannover kämpft gegen Fachkräftemangel

Edeka Deutschland ist in sieben Regionalgesellschaften aufgeteilt. Ob jede Edeka-Region die geplante Strategie umsetzen wird, ist unklar. Edeka-Minden-Hannover spricht nicht über Maßnahmen wie Selbstbedienungstheken: „Bei uns steht auch künftig die Bedientheke und die weitere Stärkung unserer frischen Sortimente im Fokus“, erklärt eine Unternehmenssprecherin im Gespräch mit wa.de. Auf Nachfrage zu den geplanten Maßnahmen verweist Edeka-Minden-Hannover lediglich auf ihre Ausbildungsinitiative, mit der die Supermarkt-Kette dem Fachkräftemangel entgegenwirken will.

Auch eine große deutsche Discounter-Kette plant Änderungen: Aldi revolutioniert das Design seiner Filialen und setzt künftig auf Holz. Eine nachhaltige Alternative, die nicht nur die CO₂-Bilanz verbessern soll.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Carsten Milbret / Imago

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