Ostern
Ostereier suchen könnte gefährlich werden – Diese Tipps helfen
Eier für Ostern lieber selber bemalen oder bereits gefärbte kaufen? Eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Es lauern Gefahren für die Gesundheit.
Hamm – Bunte Eier gehören zu Ostern wie Mayo und Ketchup auf die Pommes Schranke. Mag beides für viele ein kulinarischer Hochgenuss sein, ist gerade bei den ovalen Snacks mit den farbenfrohen Schalen Vorsicht angebracht. Fehler können schnell gesundheitsgefährdend sein.
Ostereier selber bemalen oder färben könnte sicherer sein
Wer Ostereier selber bemalt oder färbt, ist in der Regel auf der sicheren Seite. Da sollte man schließlich ganz genau wissen, wo die Eier-Rohlinge herkommen. Anders verhält es sich mit bereits gefärbten und gekochten Ostereiern aus dem Supermarkt oder Discounter. „Bereits gekochte und gefärbte Eier unterliegen nicht der strengen Kennzeichnungspflicht, die EU-weit mit Hinweisen zur Herkunft, Haltung und Frische für rohe Eier gilt“, warnt die Verbraucherzentrale.
Doch das ist nicht das einzige Problem. Gut möglich, dass die vorgefärbten Eier auch nicht gerade aus der besten Haltung stammen. Möglicherweise haben Hühner sie in engen Käfigen gelegt. Wer sich also um Tierwohl sorgt, sollte die Finger davonlassen oder sich genau erkundigen. „Wer beim Ostereier-Kauf auf artgerechte Tierhaltung Wert legt, muss eher selbst färben, denn die Legehennenhaltung muss bei bunten Eiern nicht gekennzeichnet werden“, erklärt die Verbraucherzentrale. Die gute Nachricht: Diese Angabe findet man immer häufiger. „Es lohnt sich, auf diese eventuelle freiwillige Zusatzinformation auf der Verpackung zu achten“, raten die Experten.
Gefärbte Eier könnten Allergien auslösen
Doch nicht nur mit dem Ei an sich sollten sich Verbraucher auseinandersetzen, sondern auch mit dem Farbstoff. Die Verbraucherzentrale warnt auch hier: „Auf Farbstoffe bei gefärbten Eiern können Allergiker unter Umständen empfindlich reagieren.“
Am besten also einfach die Eier selber färben oder bemalen. „Ostereierfarben aus dem Lebensmittelhandel, Brausetabletten oder bunte Stifte sind heute meist unbedenklich. Es sind wasserlösliche natürliche und synthetische Farbstoffe, die laut Lebensmittelgesetz zur Färbung von Lebensmitteln zugelassen sind“, erklärt die Verbraucherzentrale. Auch hierauf könnten Allergiker natürlich reagieren – sie haben es dann aber selbst in der Hand.
Herkunft der Ostereier bestimmen
Frische Eier haben zudem, wie eingangs schon beschrieben, den Vorteil, dass sich ihre Herkunft besser nachvollziehen lässt. Dabei hilft der sogenannte Erzeugercode auf dem Ei, wie die Verbraucherzentrale ebenfalls erklärt:
- Eine „0“ an erster Stelle gibt die Herkunft aus ökologischer Erzeugung an, eine „1“ steht für Freilandhaltung, die Ziffer „2“ für Boden- und eine „3“ für Käfighaltung.
- An nächster Stelle offenbaren Länderkürzel das Herkunftsland – so steht „DE“ für Deutschland oder „NL“ für die Niederlande.
- Um die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können, zeigt der abschließende siebenstellige Zahlencode auf deutschen Eiern das jeweilige Bundesland sowie die entsprechende Betriebs- und Stallnummer an. „05“ steht hierbei für Nordrhein-Westfalen oder „03“ für Niedersachsen. Auch unverpackte, sortierte rohe Eier – egal ob im Supermarkt, Bioladen oder auf dem Markt angeboten – müssen auf der Schale mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Nur so ist ihre Herkunft klar erkennbar.
Natürlich lauern auch bei selbst gefärbten Ostereiern Gefahren. Auch sie sind nicht ewig haltbar. „Ausschlaggebend ist, ob die Schale unverletzt ist und die Eier nach dem Kochen abgeschreckt werden oder nicht. Denn durch den Guss mit kaltem Wasser kühlen die heißen Eier schnell ab. Zwischen Schale und Ei bildet sich aufgrund des Temperaturschocks eine Luftschicht. Durch den Luftsauerstoff können jedoch auch Mikroorganismen durch die Schale dringen“, erklärt die Verbraucherzentrale. Im besten Fall können Ostereier so bis zu vier Wochen lang haltbar sein – im Zweifel hilft der Geruchs- und Geschmackstest, damit man keine bösen Überraschungen am Osterfest, für das schon eine Wetter-Prognose vorliegt, findet.
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