Deko-Regel

Für Weihnachten erst nach Totensonntag schmücken – aber wieso ist das so?

Viele dürften die Gepflogenheit kennen: Weihnachtsschmuck wird erst nach Totensonntag aufgehängt. Was hat es damit auf sich? Darf ich nicht früher dekorieren?

Hamm - Gefühlt läutet der Handel die Weihnachtszeit jedes Jahr ein bisschen früher ein. Bereits Ende August trudeln Lebkuchen, Spekulatius und Co. in die Supermarkt-Regale ein. Im Herbst verkaufen die Geschäfte erste Deko-Artikel. Klar, es handelt sich um ein florierendes Geschäft, an dem die Händler gut verdienen. Nun ist der Kauf von Weihnachtsschmuck das eine – das Dekorieren allerdings das andere. Bei vielen gilt die Regel: Schmücken erst nach Totensonntag. Aber warum?

GedenktagTotensonntag
DatumSonntag, 26. November 2023

Wieso soll man Weihnachtsschmuck erst nach Totensonntag aufhängen?

Der Totensonntag ist ein Gedenktag, ein stiller Feiertag mit Verboten und Einschränkungen. Er wird 2023 am 26. November begangen. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag vor dem ersten Advent und ist somit der letzte Sonntag des Kirchenjahres.

Genau hier liegt ein Ursprung für den Brauch, Weihnachtsschmuck erst nach dem Gedenktag aufzuhängen. Nach Totensonntag endet das christliche Kirchenjahr und für Gläubige beginnt damit die Vorweihnachtszeit. Dementsprechend wird auch erst nach dem Gedenktag festlich geschmückt.

Weihnachtsdeko aus Respekt vor Trauernden erst nach Totensonntag - keine offizielle Regel

Ein weiterer Aspekt: Einige Menschen halten sich auch aus Respekt vor Trauernden an die Regelung. Der Totensonntag ist ein Gedenktag für Verstorbene. Manche wollen deshalb den stillen Feiertag abwarten, bevor sie festlich und farbenfroh ihr Haus dekorieren.

Aber: Nirgendwo ist offiziell geregelt, wann weihnachtlich geschmückt werden darf. Das kann jeder individuell entscheiden. In den USA etwa hängen viele die erste Weihnachtsdekoration schon Anfang oder Mitte November auf, wenn die Halloween-Saison vorbei ist.

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Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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