Royal-Skandal

„Unangemessen“: Kinderhospiz zieht Konsequenzen nach Epstein-Mail von Sarah Ferguson

Jeffrey Epstein und eine alte E-Mail sorgen für Probleme bei Sarah Ferguson. Etliche Wohltätigkeitsorganisationen trennen sich jetzt von der Herzogin.

London – Eine 2011 versendete E-Mail holt Sarah Ferguson (65) nun ein und kostet sie wichtige Schirmherrschaften. Die Ex-Ehefrau von Prinz Andrew (65), dem in Ungnade gefallenen Bruder von König Charles (76), verliert ihre Patronate wegen ihrer Korrespondenz mit dem verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Das Kinderhospiz Julia‘s House beendete die Zusammenarbeit mit der Herzogin von York umgehend, nachdem Details der brisanten E-Mail-Korrespondenz ans Licht gekommen waren.

Sarah Ferguson (l.) würde heute gern vergessen, dass sie mit Jeffrey Epstein (r., im Bild mit Ghislaine Maxwell) befreundet war.

Die geschiedene Ehefrau hatte sich nach öffentlichen Distanzierungsversuchen privat bei Epstein entschuldigt und ihn als „treuen, großzügigen und großartigen Freund“ bezeichnet. Diese Wendung überrascht, da Sarah Ferguson nur wenige Wochen zuvor in einem Interview mit dem London Evening Standard ihre Verbindung zu Epstein als „gigantischen Fehler“ bezeichnet hatte. Das amerikanische People-Magazin zitierte aus dem Interview.

Sarah Ferguson kann nach der kompromittierenden E-Mails nur Schadensbegrenzung betreiben

Die britischen Boulevardzeitungen The Sun und die Mail on Sunday veröffentlichten am Wochenende die brisante E-Mail vom 26. April 2011. Darin schreibt Sarah Ferguson: „Ich weiß, dass du dich höllisch von mir im Stich gelassen fühlst.“ Es folgt die herzlichste Beschwörung der Freundschaft und Versicherung ihres Fortbestehens.

Neben Julia‘s House, dem Ferguson seit 2018 als Schirmherrin vorsteht, beendeten auch die Natasha Allergy Research Foundation, die Children‘s Literacy Charity, der Teenage Cancer Trust und Prevent Breast Cancer ihre Zusammenarbeit mit der Herzogin. Die British Heart Foundation kündigte an, dass Sarah Ferguson nicht länger als Botschafterin fungieren werde. „Es wäre unangemessen für sie, als Schirmherrin der Wohltätigkeitsorganisation zu fungieren“, erklärte Julia‘s House in einer Stellungnahme.

Tampongate, Untreue, Missbrauch: Die zehn größten Skandale im britischen Königshaus

Royale Untreue. Schon auf dem Verlobungsbild von Charles und Diana war Betrug mit im Spiel. Nicht nur Charles hatte eine Affäre mit seiner Jugendliebe Camilla, auch Lady Diana suchte irgendwann Trost in anderen Armen. Fakt ist, als Prinz Charles gestand, untreu gewesen zu sein, gab auch Prinzessin Diana ihren Fehltritt mit Reitlehrer James Hewitt zu.
Annus Horribils
Meghan und Harry befreiten sich 2020 von allen royalen Zwängen, um in Montecito ein neue Leben anzufangen. Seitdem bestimmt nicht mehr das Hofprotokoll, sondern ihre Hollywood-Attitüde den Alltag und folgt den Gesetzen der Selbstvermarktung bei diversen Interview-, Buch- und Filmprojekten.
Megxit und Oprah Interview 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgten das Interview von Prinz Harry und seiner Frau Meghan.
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Ein Sprecher von Sarah Ferguson verteidigte die E-Mail als Reaktion auf Epsteins Drohung mit einer Verleumdungsklage: „Diese E-Mail wurde im Kontext der Beratung verschickt, die der Herzogin gegeben wurde, um Epstein und seine Drohungen zu besänftigen.“ Fakt ist: Der Druck auf König Charles (76) wächst. Er muss der Situation mit Prinz Andrew und seiner Ex-Frau Herr werden. Verwendete Quellen: people.com, thesun.co.uk, dailymail.co.uk

Rubriklistenbild: © Daniel Perez/dpa & US Attorney Office/dpa

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