Königliche Konsequenz

Royals entfernen Andrew heimlich aus digitalem Gedächtnis – wie ausgelöscht

Das britische Königshaus zieht weitere Folgen: Andrew ist nicht nur seine Titel los – jetzt verschwindet er auch digital aus der Welt der Royals.

London – Nur wenige Tage nach dem offiziellen Titelentzug vollzieht das britische Königshaus den nächsten drastischen Schritt gegen Andrew Mountbatten Windsor (65). Am 3. November wurde die Biografie-Seite des zweitältesten Sohnes der verstorbenen Queen Elizabeth II. (96, † 2022) von der offiziellen Webseite des Königshauses entfernt, wie das britische People-Magazin berichtet. Wer den bisherigen Link aufruft, erhält lediglich die nüchterne Fehlermeldung: „Die angeforderte Seite konnte nicht gefunden werden.“ Eine digitale Auslöschung, die deutlicher kaum sein könnte.

Andrew Mountbatten Windsor bei der Beerdigung der Herzogin von Kent, einer der wenigen Gelegenheiten, bei denen sich der in Ungnade Gefallene öffentlich zeigte.

Die Seite „The Role of The Royal Family“ listet normalerweise die Biografien hochrangiger Mitglieder wie König Charles III. (76), Königin Camilla, Prinz William und Prinzessin Kate auf. Bis vor Kurzem fand sich dort auch Andrew – komplett mit Informationen über seine militärische Karriere, seine Rolle als Sonderbeauftragter für internationalen Handel und seine Familie. Gibt man Andrews Namen in die Suche ein, erscheint das Statement vom 30. Oktober, in dem auch erstmals der mutmaßlichen „Opfer und Überlebenden“ gedacht wurde.

Andrew wird von Webseite entfernt, nachdem König Charles formalen Titelentzug eingeleitet hat

Ende Oktober leitete König Charles III. den formalen Prozess ein, seinem Bruder sämtliche königlichen Titel und Ehrungen zu entziehen. In der offiziellen Erklärung des Buckingham-Palastes heißt es: „Seine Majestät hat heute einen formalen Prozess eingeleitet, um Stil, Titel und Ehrungen von Prinz Andrew zu entfernen.“ Andrew wird seither nur noch als Andrew Mountbatten Windsor geführt. Zudem muss er die Royal Lodge verlassen und in eine „private Unterkunft“ umziehen, wie die offizielle Webseite des Königshauses mitteilt.

Der Grund für diese drastischen Maßnahmen sind die anhaltenden Skandale rund um Andrews Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Wie das britische Hello!-Magazine berichtet, zeigten 2025 veröffentlichte E-Mails aus Epsteins Yahoo-Account, dass Andrew auch nach Epsteins Verhaftung 2010 Kontakt zu ihm hielt. Virginia Giuffre (41, † 2025) hatte dem Prinzen vorgeworfen, sie im Alter von 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben – Vorwürfe, die Andrew bis heute zurückweist.

Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr

Foto von Jeffrey Epstein nach seiner Verhaftung
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Palm Beach
Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr

„Diese Maßnahmen werden als notwendig erachtet, ungeachtet der Tatsache, dass er die Vorwürfe gegen ihn weiterhin bestreitet“, heißt es in der Palast-Erklärung abschließend. Der Buckingham-Palast fügt hinzu: „Ihre Majestäten möchten klarstellen, dass ihre Gedanken und ihr tiefstes Mitgefühl bei den Opfern und Überlebenden jeglicher Form von Missbrauch waren und bleiben werden.“ Wie sich herausstellte, praktizierte Andrew jahrelang eine Blockade-Taktik und unterzeichnete keine Statements mit Opferbezug. Verwendete Quellen: people.com, hellomagazine.com, royal.uk

Rubriklistenbild: © Stephen Lock/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare