Royaler Skandal

„Die Öffentlichkeit hat ihn satt“: Minister fordert von Prinz Andrew, ohne Steuergelder zu leben

Nach den posthumen Enthüllungen von Virginia Giuffre wird der Druck auf Prinz Andrew unerträglich. Jetzt fordert ein hochrangiger Politiker drastische Konsequenzen.

Windsor – Die Veröffentlichung der posthumen Memoiren von Virginia Giuffre (†41, 2025) bringt Prinz Andrew (65) erneut in die Schlagzeilen. Der Bruder von König Charles III. (76) steht unter massivem Druck. Bekannt wurde, dass er seit mehr als zwei Jahrzehnten angeblich keine Miete für seine luxuriöse Residenz Royal Lodge zahlt. Die britische Boulevardzeitung The Sun berichtet, dass Prinz Andrew lediglich eine symbolische „Pfefferkorn-Miete“ – eine Miete von etwa einem Pfund pro Jahr – entrichtet. Er residiert in dem 30-Zimmer-Anwesen im Windsor Great Park.

Prinz Andrew wird zum Politikum: Die Öffentlichkeit steht nicht mehr hinter ihm, vermittelt der konservative Abgeordnete Robert Jenrick.

Der konservative Abgeordnete Robert Jenrick (43) führt die wachsende Kritik an dem in Ungnade gefallenen Royal mit scharfen Worten an: „Ich verstehe nicht, warum die Steuerzahler weiterhin die Rechnung bezahlen sollten“, erklärt Jenrick gegenüber der britischen Zeitung. Die Liberaldemokratin Lisa Smart schließt sich der Forderung an und verlangt laut GBNews, dass Prinz Andrew „jeden Penny Miete zurückzahlen“ solle, den er nicht gezahlt habe, während er sein Amt in Schande gebracht habe.

Prinz Andrew soll ohne Steuergelder auskommen und sein Leben privat finanzieren

Zu verrechnen gibt es laut Recherchen der BBC eine Vorauszahlungsvereinbarung, die erklärt, warum der Prinz es sich leisten kann, keine Miete zu zahlen. Er überwies im Jahr 2003 fast 9,2 Millionen Euro für einen lebenslangen Mietvertrag. Es ist auch von im Voraus bezahlten Kosten für Renovierungsarbeiten die Rede. Fakt ist: Der König stellte im vergangenen Jahr jegliche finanzielle Unterstützung für seinen Bruder ein – es bleibt unklar, wie Andrew sich derzeit finanziert.

Die Enthüllungen in Giuffres Buch „Nobody’s Girl“ haben die Debatte trotz Andrews Ankündigung, seine Titel nicht mehr zu verwenden, neu entfacht. In ihren Memoiren, die sie vor ihrem Tod durch Suizid im April 2025 fertigstellte, beschreibt sie detailliert ihre Vorwürfe gegen Prinz Andrew. Das Buch erwähnt laut der britischen Tageszeitung The Independet Prinz Andrew 88 Mal und beschreibt drei angebliche sexuelle Begegnungen. Andrew hat alle Vorwürfe stets zurückgewiesen und 2022 einen außergerichtlichen Vergleich mit Giuffre geschlossen, ohne ein Schuldeingeständnis abzugeben.

Tampongate, Untreue, Missbrauch: Die zehn größten Skandale im britischen Königshaus

Royale Untreue. Schon auf dem Verlobungsbild von Charles und Diana war Betrug mit im Spiel. Nicht nur Charles hatte eine Affäre mit seiner Jugendliebe Camilla, auch Lady Diana suchte irgendwann Trost in anderen Armen. Fakt ist, als Prinz Charles gestand, untreu gewesen zu sein, gab auch Prinzessin Diana ihren Fehltritt mit Reitlehrer James Hewitt zu.
Annus Horribils
Meghan und Harry befreiten sich 2020 von allen royalen Zwängen, um in Montecito ein neue Leben anzufangen. Seitdem bestimmt nicht mehr das Hofprotokoll, sondern ihre Hollywood-Attitüde den Alltag und folgt den Gesetzen der Selbstvermarktung bei diversen Interview-, Buch- und Filmprojekten.
Megxit und Oprah Interview 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgten das Interview von Prinz Harry und seiner Frau Meghan.
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„Die Öffentlichkeit hat Prinz Andrew satt“, betont Jenrick in seinem Statement, „es ist an der Zeit, dass Prinz Andrew sich zurückzieht, um privat zu leben und seinen eigenen Weg zu gehen. Er hat sich selbst in Schande gebracht und die königliche Familie immer wieder in Verlegenheit gebracht.“ Für die Anti-Monarchie-Gruppe Republic ist der Skandal um den zweiten Sohn Queen Elizabeths II. (†96, 2022) ein gefundenes Fressen. Ob sie durch Andrews tiefen Fall mehr Zulauf bekommt, muss sich allerdings noch zeigen. Verwendete Quellen: thesun.co.uk, independent.co.uk, gbnews.com, bbc.com

Rubriklistenbild: © WIktor Szymanowicz/Imago

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