Royaler Abstieg
Finale Demütigung des Bruders: Charles III. entzieht Andrew alle Würden
König Charles macht Schluss: Die letzten königlichen Ehrungen seines Bruders werden aus den offiziellen Registern gelöscht. Andrews Fall ist besiegelt.
London – König Charles III. (77) hat die endgültige Streichung der letzten royalen Auszeichnungen seines Bruders Andrew Mountbatten-Windsor (65) veranlasst. Laut dem britischen Hello!-Magazin wurde am 1. Dezember im offiziellen Amtsblatt The Gazette veröffentlicht, dass Andrew aus den Registern des Hosenbandordens und des Königlichen Viktorianischen Ordens gestrichen wird. Die Anweisung des Königs ist eindeutig formuliert: „Sein Name soll aus dem Register des genannten Ordens gelöscht werden.“
Die prestigeträchtigen Ernennungen, die Andrew einst von seiner Mutter Queen Elizabeth II. (96, † 2022) erhalten hatte, werden damit „annulliert und aufgehoben“, wie es in der offiziellen Mitteilung heißt. Andrew war 2006 zum Mitglied des Hosenbandordens ernannt worden, Großbritanniens ältestem und ranghöchstem Ritterorden. 2011 folgte die Ernennung zum Großkreuz-Ritter des Königlichen Viktorianischen Ordens, der für außergewöhnliche Verdienste um die Krone verliehen wird. Beide Mitgliedschaften galten als exklusiv und ehrenvoll – bis jetzt.
Andrew Mountbatten-Windsor verliert nach Epstein-Skandal seine letzten royalen Auszeichnungen
Der Eintrag in The Gazette, dem offiziellen öffentlichen Register des Vereinigten Königreichs, ist auf den 30. Oktober 2025 rückdatiert. An diesem Tag hatte der Buckingham-Palast bekannt gegeben, dass Charles den Prozess zur Entfernung von Andrews Stil, Titeln und Ehrungen eingeleitet hatte. Aus Prinz Andrew wurde seitdem Andrew Mountbatten-Windsor, der weder den Prinzentitel noch die Anrede „Seine Königliche Hoheit“ führen darf. Jetzt ist es also auch vorbei mit den weißen Straußenfedern am Tudor-Hut.
Die drastischen Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund erneuter Aufmerksamkeit für Andrews Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Andrew war bereits im November 2019 von seinen royalen Pflichten zurückgetreten, nachdem ein BBC-Interview über seine Beziehung zu Epstein für Empörung gesorgt hatte. Im Januar 2022 hatte ihm die Queen bereits militärische Titel und Schirmherrschaften entzogen. Virginia Giuffre (41, † 2025), die Andrew sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatte, einigte sich mit ihm 2022 außergerichtlich.
Tampongate, Untreue, Missbrauch: Die zehn größten Skandale im britischen Königshaus




Andrew hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Laut People-Magazin erklärte der Palast jedoch auch ohne Schuldeingeständnis: „Ihre Majestäten möchten deutlich machen, dass ihre Gedanken und ihr tiefstes Mitgefühl bei den Opfern und Überlebenden jeglicher Form von Missbrauch waren und bleiben werden.“ Virginia Giuffre selbst hatte posthum mit der veranlassten Veröffentlichung ihres Buches mit Andrew abgerechnet. Verwendete Quellen: hellomagazine.com, people.com
Rubriklistenbild: © JUSTIN TALLIS/AFP
