Gewalttat in NRW

Nach Messerangriff in Oberhausen – auch zweiter Basketballer aus der Ukraine verstorben

Erlag seinen Verletzungen nach einer Auseinandersetzung: Artem Kosatschenko
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Erlag seinen Verletzungen nach einer Auseinandersetzung: Artem Kosatschenko

Nach dem Tod von Volodymyr Yermakov, erlag nun auch sein Teamkollege Artem Kosatschenko seinen Verletzungen. Beide waren durch eine Auseinandersetzung in Oberhausen schwer verletzt worden.

Update vom 20. Februar, 21.05 Uhr: Nach dem Messerangriff von Oberhausen ist nun auch der zweite Nachwuchsspieler von Basketball-Zweitligist ART Giants Düsseldorf verstorben. Der Ukrainer Artem Kosatschenko erlag zehn Tage nach der Gewalttat, bei der bereits sein Landsmann und Teamkollege Volodymyr Yermakov getötet worden war, im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Das gab sein Klub am Dienstag (20. Februar) bekannt. Kosatschenko wurde nur 18 Jahre alt, Yermakov war 17.

„Die ART Giants sind zutiefst schockiert, trauern und nehmen Abschied von einem weiteren großen Basketball-Talent aus den eigenen Reihen“, teilten die Giants auf ihrer Homepage mit. „Artem und Wolodymyr pflegten eine tiefe und verbundene Freundschaft zueinander, die gezeigt hat, wie bedeutsam menschliche Verbundenheit und ein gemeinschaftliches Miteinander in unserem Leben sind“, hieß es weiter.

Laut Polizei war am 10. Februar an einer Bushaltestelle auf dem Willy-Brandt-Platz in Oberhausen ein Streit zwischen zwei Jugendgruppen eskaliert. Zuvor sei es in einem Linienbus auf dem Weg in die Innenstadt zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Die Mordkommission hatte seit der Tat mehrere Verdächtige im Alter von 14 und 15 Jahren festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Essen beantragte einen Haftbefehl wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen einen 15-Jährigen. Auch gegen drei weitere Jugendliche sollen Haftbefehle vollstreckt worden sein.

Ukrainischer Basketball-Nationalspieler (17) in Oberhausen erstochen – Tatverdächtiger erst 15

Erstmeldung vom 12. Februar 2024: Oberhausen – Am Samstag (10. Februar) wurde der Junioren-Basketballer Volodymyr Yermakov am Willy-Brandt-Platz in Oberhausen erstochen. Auslöser für die Messerattacke war wohl ein vorangegangener Streit zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen.

Opfer war Nachwuchsspieler der ART Giants Düsseldorf

Wie der Düsseldorfer Basketball-Verein ART Giants am Montag (12. Februar) in einer Mitteilung über den tragischen Vorfall auf Facebook berichtet, flüchtete der Ukrainer Yermakov erst im Juli 2023 von seiner Heimat nach Düsseldorf. „Volodymyr war bei Trainern, Mitspielern und Freunden sehr beliebt. In Erinnerung bleibt ein junger Mensch, dessen Alltag durch pure Lebensfreude und sportlichen Ehrgeiz geprägt war“, so der Verein in seiner Mitteilung weiter.

Volodymyr Yermakov wurde in Oberhausen Opfer eines Angriffs.

Yermakov war allerdings nicht das einzige Opfer der Auseinandersetzung. Wie die ART Giants mitteilten, war auch dessen Teamkamerad Artem Kozachenko in den Angriff verwickelt. Dieser befinde sich derzeit im Krankenhaus und werde dort behandelt.

Haftbefehl gegen 15-Jährigen erlassen

Nach der Auseinandersetzung flohen die Täter unerkannt. Die Polizeifahndung brachte jedoch schnellen Erfolg, sodass bereits am Sonntagmorgen zwei Tatverdächtige festgenommen werden konnten. „Bei ihnen handelt es sich um einen 15-Jährigen aus Gelsenkirchen und einen 14-Jährigen aus Herne, die beide bereits erheblich kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten sind“, so Polizeiangaben. Gegen den älteren der beiden Verhafteten wurde Haftbefehl wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Weitere Informationen zum Vorfall finden Sie bei den Kollegen von 24rhein.de. (sch/nki/sid)

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