Revierderby
Spitzenreiter BVB setzt Serie fort und siegt auf Schalke
Borussia Dortmund hat das Revierderby für sich entschieden. Für Diskussionen sorgte ein Elfmeter für den FC Schalke 04.
Gelsenkirchen - Borussia Dortmund hat seine beeindruckende Erfolgsserie auch im Revierderby fortgesetzt und einen großen Schritt Richtung Herbstmeisterschaft getan. Der nunmehr seit 14 Spielen unbesiegte Liga-Spitzenreiter setzte sich am Samstag im 93. Bundesliga-Duell beim FC Schalke 04 verdient mit 2:1 (1:0) durch und untermauerte damit seine Titelambitionen.
Vor 61 777 Fans in der ausverkauften Veltins-Arena mussten die Königsblauen nach Treffern von Thomas Delaney (7. Minute) und Jadon Sancho (74.) die erste Derby-Pleite seit mehr als drei Jahren verkraften und bleiben im unteren Mittelfeld stecken. Daniel Caligiuri (61./Foulelfmeter) hatte zwischenzeitlich mit dem Ausgleich noch für Hoffnung bei den Schalker Fans gesorgt.
"Es war ein sehr schweres Spiel für uns, vor allem in der ersten Halbzeit", erklärte BVB-Chefcoach Lucien Favre: "Schalke war gut organisiert. In der zweiten Halbzeit wurden wir besser. Die Mannschaft hat sehr gut reagiert, ist im Spiel geblieben und hat dann noch besser gespielt. Es war sehr wichtig, dass wir die Ruhe bewahrt haben. Am Ende haben wir verdient gewonnen."
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Schalke musste im 153. Pflichtspiel-Duell in Mark Uth, Breel Embolo, Cedric Teuchert, Franco Di Santo und Stevens Skrzybski gleich fünf Offensivkräfte ersetzen. Trainer Domenico Tedesco veränderte sein Team nach dem 1:1 in Hoffenheim nur auf zwei Positionen. Für Haji Wright und Suat Serdar rückten Weston McKennie und Amine Harit ins Team. Sein Dortmunder Favre konnte bis auf Dan-Axel Zagadou, der sich beim 2:0 in Freiburg eine Fußprellung zugezogen hatte, sein bestes Team aufbieten. Für den Franzosen rückte Manuel Akanji in die Innenverteidigung. Zudem wurde Mario Götze als Sturmspitze durch Top-Torjäger Paco Alcacer ersetzt.
Guter Start für den BVB
Die spielerisch überlegene Borussia erwischte einen guten Start und ging durch einen Kopfball von Delaney nach einem Freistoß von Marco Reus bereits in der 7. Minute in Front. Für den Dänen war es das erste Bundesligator im BVB-Dress. "Den Freistoß müssen wir besser verteidigen", klagte Tedesco: "Aber wir haben uns davon zunächst nicht irritieren lassen."
Danach hätte Edeljoker Alcacer (19.) in seinem erst dritten Ligaspiel von Beginn an fast auf 2:0 erhöht, doch sein Schlenzer strich am Tor von Schalke-Keeper Ralf Fährmann vorbei. So blieb der schon zehnmal erfolgreiche Spanier diesmal ohne Treffer.
Erst nach gut 25 Minuten befreite sich Schalke etwas vom Druck und kam zu eigenen Möglichkeiten in der kampfbetonten Partie. Burgstaller (28.) verpasste nach einer Ecke den möglichen Ausgleich, als er aus kurzer Distanz an BVB-Schlussmann Roman Bürki scheiterte.
Burgstaller musst runter
Kurz darauf war für den schon mit Achillessehnenproblemen in die Partie gegangenen Burgstaller Schluss. Der Österreicher humpelte in der 36. Minute vom Feld und wurde durch Hamza Mendyl ersetzt. Mit dem marokkanischen Linksverteidiger und Mittelfeldspieler McKennie bildeten nun zwei ungelernte Stürmer den Schalker Angriff.
"Was uns fehlte, war die Durchschlagskraft", erklärte Tedesco: "Wer so viel Ballbesitz hatte und so viel verlagerte wie wir in der ersten Halbzeit, muss öfter in den Strafraum kommen."
Schalke 04 in der Einzelkritik
Nach dem Wechsel verflachte die Partie zunächst, ehe Schalke nach Videobeweis einen Foulelfmeter von Schiedsrichter Daniel Siebert zugesprochen bekam. Reus hatte Amine Harit regelwidrig zu Fall gebracht. Da Strafstoß-Experte Nabil Bentaleb kurz zuvor ausgewechselt worden war, übernahm Caligiuri die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1.
Dortmund fand nur schwer zurück ins Spiel, ehe Sancho nach Vorlage des eingewechselten Raphael Guerreiro doch noch der Siegtreffer gelang. In der Schlussphase hätten Reus, der an Fährmann scheiterte, und Guerreiro mit einem Pfostenschuss das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können.
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