Noten für Königsblau
Einzelkritik: Schalkes Offensive fällt durch
Schalke 04 bestreitet das Revierderby gegen den BVB weitgehend ohne Stürmer. Das spiegelt sich in der Niederlage wider. Königsblau in der Einzelkritik.
Gelsenkirchen - Schalke verliert das Revierderby gegen Borussia Dortmund mit 1:2. Vor allem die Offensive bleibt zu harmlos - auch, weil Spieler im Sturm aufliefen, die sich dort nicht bewährten.
Die Königsblauen in der Einzelkritik.
Ralf Fährmann: Beim Gegentor traf den Schalker Kapitän keine Schuld. War erst in der Schlussphase richtig da und verhinderte gegen Reus und Sancho den möglichen dritten Treffer für den BVB. Note: 3
Daniel Caligiuri: Schaffe es nicht immer, das Tempo von Bruun Larsen mitzugehen. Arbeitete beim Dortmunder Konter jedoch gut nach hinten und bremste den Dänen (28.). Seine Standards waren nach wie vor nicht so stark wie noch in der Vorsaison. Verwandelte den Elfer zum 1:1 dafür umso sicherer (61.). Beim 1:2 von Sancho war er dafür nicht auf seinem Posten. Mit zunehmender Dauer unkonzentrierter. Note: 4
Salif Sané: Ließ den 14 Zentimeter kleineren Delaney enteilen und zur Dortmunder Führung einnicken. Sah im aufgeladenen Derby früh Gelb wegen Meckerns (31). Wurde mit der Zeit wie die gesamte königsblaue Defensive sicherer und entschied entscheidende Zweikämpfe für sich. Note: 4
Matija Nastasic: Hatte zu Beginn leichte Abstimmungsprobleme mit Sané und Co. Luft-Duelle mit Reus oder Alcácer waren kein Problem für den Serben. War vor allem in Halbzeit eins im entscheidenden Moment zur Stelle. Note: 3,5
Bastian Oczipka (bis 76.): Die Tempo-Defizite gegen Sancho kamen nur selten zum Vorschein, machte sie stets mit Einsatzwillen weg - wenn auch zum Preis einer frühen Gelben Karte (20.). Ansonsten unauffällig bis solide. Note: 4
Yevhen Konoplyanka (ab 76.): ohne Bewertung.
Sebastian Rudy: War anfangs zunächst zu sehr auf Sicherheit bedacht, wuchs dann aber immer besser in seine Rolle als Ballverteiler hinein. Defensiv genauso ordentlich, War beim 1:2 durch Sancho aber ebenso in der Verlosung, war nicht nah genug am Dortmunder. In der Schlussphase oft nachlässig. Note: 4
Alessandro Schöpf: Der Österreicher spult auf Schalker Seite einmal mehr die meisten Kilometer ab. Half gut auf der rechten Seite mit und unterstützte Caligiuri. Blieb aber ohne große Höhepunkte, offensiv meist zu zögernd. Note: 4
Amine Harit: Setzte immer wieder seine Tempodribblings ein oder ging in Eins-gegen-Eins-Duelle, beschäftigte so die Dortmunder Abwehr. Holte gegen Reus den Foulelfmeter für Schalke heraus. Note: 3,5
Nabil Bentaleb (bis 55.): Versuchte viel, dem Algerier gelang aber wenig. Spielte immer mal wieder unkontrollierte Rückpässe, die jedoch ohne Auswirkungen für Königsblau blieben. War nach seiner Auswechslung sichtlich unzufrieden. Note: 5
Suat Serdar (ab 55.): Bewies direkt nach seiner Einwechslung Mut und versuchte es mit einem 25-Meter-Schuss, der für BVB-Keeper Bürki aber kein Problem darstellte. Blieb ansonsten jedoch weitgehend unauffällig. Note: 4
Guido Burgstaller (bis 36.): Rannte von der ersten Sekunde unermüdlich jedem Ball hinterher, schaffte es aber selten, sich gegen Diallo oder Akanji durchzusetzen. Den zweiten Ball nach einer Ecke schloss er zu unplatziert ab. Musste früh runter, weil sich seine Verletzung an der Achillessehne wieder bemerkbar machte. Note: 4
Hamza Mendyl (ab 36.): Ersetzte Burgstaller eins zu eins und war neben McKennie zweiter Stürmer. Ließ sich bei einem Konter zu leicht von Akanji abkochen. Arbeitete oft nach hinten mit, trat in der Folge offensiv allerdings kaum in Erscheinung. Wechselte nach der Auswechslung von Oczipka auf die Linksverteidiger-Position. Note: 5
Weston McKennie: Versuchte mit einem großen Laufpensum, Lücken in die Dortmunder Defensive zu reißen - meist ohne Erfolg. In den Luft-Duellen hatte der 20-Jähirge schon allein wegen seiner Körpergröße in der Regel das Nachsehen. Note: 4,5
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