Deutlicher Favorit in der Bundesliga
Supercomputer sagt Titelverteidigung von Bayer Leverkusen voraus
Bayer Leverkusen geht erstmals als Titelverteidiger in eine Bundesliga-Saison. Geht es nach einem Supercomputer, wird die Werkself erneut Deutscher Meister.
Leverkusen – Bayer Leverkusen eröffnet am Freitagabend (23. August) die neue Saison der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach. Die Werkself findet sich dabei in einer ungewohnten Rolle wieder: Aus ‚Vizekusen‘ wurde in der vergangenen Saison der Bundesliga-Dominator. Als erster ungeschlagener Meister ist das Team aus dem Rheinland in der neuen Spielzeit der Gejagte.
Die Chancen auf eine Titelverteidigung stehen dabei augenscheinlich nicht schlecht. Leverkusen ist es bisher gelungen, mit Ausnahme von Leihspieler Josip Stanišić die Meistertruppe beisammen zu halten und mit Jeanuël Belocian, Aleix García und Martin Terrier sinnvoll zu ergänzen. Der Verlust von Jonathan Tah, der weiter zum FC Bayern will, würde schwer wiegen. Aktuell ist davon aber nicht zwingend auszugehen. Und so sagt auch ein Supercomputer die Titelverteidigung für Bayer04 voraus.
Bayer Leverkusen verfehlt nur knapp absolute Mehrheit
In der Berechnung des Opta Supercomputers mit Stand vom 19. August hat Leverkusen vor dem Start in die neue Saison eine Titelchance von 49,2 Prozent. Das ist zwar keine absolute Mehrheit, aber der mit Abstand höchste Wert. Den FC Bayern sieht das Portal als deutlich distanzierten zweitgrößten Favoriten mit einer Meisterschaftschance von 21,7 Prozent. Borussia Dortmund (12,6 Prozent) und RB Leipzig (11,9 Prozent) runden das Spitzenquartett ab.
Die letztjährige Überraschungsmannschaft (neben Leverkusen, versteht sich) VfB Stuttgart gilt demnach mit 4,6 Prozent Meisterschaftschance als Außenseiter. Diese fünf Mannschaften stellen aus Sicht des Supercomputers derweil eine Klasse für sich dar. Kein anderer Klub hat demnach eine Chance von mehr als 2,0 Prozent, sich für die Champions League zu qualifizieren.
In der letzten Bundesliga-Saison lag der Supercomputer böse daneben
Der Opta Supercomputer simuliert mithilfe von KI 10 000 Spielzeiten, um seine Prognose zu erstellen. Neben den prozentualen Wahrscheinlichkeiten, auf einer bestimmten Position zu landen, wird dabei auch eine Tabelle anhand der durchschnittlichen Punktezahlen aus den 10 000 Simulationen erstellt. In der Prognose für die neue Saison landet Leverkusen bei 72,6 Punkten, der FC Bayern bei 68,3.
Ein Blick in die Vorsaison verrät allerdings, dass man sich auf diese modernen Analyse-Tools nur bedingt verlassen kann. Mitte August 2023 gab der Opta Supercomputer dem FC Bayern eine Meisterchance von über 52 Prozent, während Leverkusen bei 0,9 Prozent lag. Die KI sah es als wahrscheinlicher an, dass die Werkself unter Trainer Xabi Alonso auf Rang zwölf (1,6 Prozent Wahrscheinlichkeit) landen würde. Auch zur Winterpause glaubte die Künstliche Intelligenz noch an den FC Bayern.
Es gilt also nach wie vor das Bonmot des früheren Dortmunder Spielers Alfred Preißler: „Grau is alle Theorie – die Wahrheit is auf’m Platz.“
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