Demos in allen 50 US-Staaten

Trump-Proteste in allen 50 US-Staaten für „No Kings Day“ angekündigt

Donald Trumps Politik spaltet das Land. Zum „No Kings Day“ mobilisieren Gegner landesweit Proteste. Schon jetzt kommt die Nationalgarde zum Einsatz.

Washington, D.C. – Die Proteste gegen Donald Trump nehmen weiter an Fahrt auf. Am kommenden Samstag (14. Juni), wenn der US-Präsident seinen 79. Geburtstag feiert und in feinster Diktatur-Manier eine Militärparade in Washington veranstalten lässt, soll es zum vorläufigen Höhepunkt der Protestwelle kommen.

Proteste gegen Donald Trump in den gesamten USA: „In Amerika halten wir nichts von Königen“

Im gesamten Land sollen die Demonstrationen am „No Kings Day“ stattfinden, sagte Ezra Levin gegenüber dem US-Sender MSNBC. Die Proteste würden auf „überwältigendes Interesse“ stoßen, erklärte der Mitgründer der progressiven Bewegung „Indivisible“, die die Demonstrationen mitorganisiert. Mehr als 1500 Protestveranstaltungen sind angekündigt, eine konkrete Zahl von Teilnehmenden wurde aber noch nicht genannt.

„In Amerika halten wir nichts von Königen“, heißt es auf der Website für die Trump-Proteste. „Sie haben sich über unsere Gerichte hinweggesetzt, Amerikaner deportiert, Menschen von der Straße verschwinden lassen, unsere Bürgerrechte angegriffen und unsere Leistungen gekürzt. Die Korruption geht zu weit“, heißt es weiter, ehe noch einmal betont wird: „Keine Throne, keine Kronen, keine Könige.“

Brennende Autos, Tränengas, Nationalgarde: Proteste in L.A. gegen Trump eskalieren

Alles begann mit einer Razzia der US-Einwanderungsbehörde ICE, jetzt brennen Autos und die Nationalgarde ist im Einsatz. In Los Angeles demonstrieren seit Samstag Menschen überwiegend friedlich, teils gewaltsam, gegen die das ICE. Im Foto steht ein Demonstrant auf einem brennenden Waymo-Taxi in der Nähe des Metropolitan Detention Center in der Innenstadt von Los Angeles.
Die US-Behörde „Immigration and Customs Enforcement“ (ICE) ist eine Strafverfolgungsbehörde in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Polizeibeamte aus Los Angeles patrouillieren in der Nähe des Metropolitan Detention Center in der Innenstadt. Demonstranten protestierten gegen Operationen der Bundeseinwanderungsbehörde ICE am 7. Juni, bei der sie Dutzende von Menschen festgenommen hatte.
Eine Frau schwenkt die mexikanische Flagge, als während einer Demonstration in der Innenstadt von Los Angeles Flammen aus einem brennenden Müllcontainer auflodern.
Brennende Autos, Tränengas, Nationalgarde: Proteste in L.A. gegen Trump eskalieren

Trump-Proteste am „No Kings Day“: Großdemonstrationen in US-Metropolen angekündigt

Laut einer interaktiven „No Kings“-Karte finden in allen 50 US-Staaten Proteste gegen Donald Trump und dessen Politik statt. Selbst auf dem Inselstaat Hawaii und im abgelegenen Alaska sind Demonstrationen geplant. In den folgenden Metropolen werden die größten Proteste am „No Kings Day“ erwartet:

  • Philadelphia (Pennsylvania)
  • New York City (New York)
  • Chicago (Illinois)
  • Charlotte (North Carolina)
  • Atlanta (Georgia)
  • Houston (Texas)
  • Phoenix (Arizona)

Auch in Kalifornien wurden zahlreiche Demonstrationen angekündigt; die Großstadt Los Angeles dürfte – wie schon in den letzten Tagen – weiter im Fokus stehen.

Mehr als 1500 Kundgebungen und Demonstration gegen Donald Trump und dessen Migrationspolitik sind für den „No Kings Day“ angekündigt.

Trump-Proteste: Nationalgarde könnte bis zu 60 Tage lang in Los Angeles bleiben

In Los Angeles demonstrieren seit Tagen Menschen gegen Donald Trumps harten Migrationskurs und Abschiebe-Razzien. Die US-Regierung hat deshalb 4000 Soldaten der Nationalgarde und 700 Marineinfanteristen der regulären Streitkräfte für den Einsatz in Los Angeles mobilisiert – gegen den Willen von Kalifornien-Gouverneur Gavin Newsom. Die Soldaten treffen nach und nach ein und sollen nach Trumps Willen so lange in der Stadt bleiben, bis es keine Gefahr mehr gebe. Bisher ist ein Einsatz für maximal 60 Tage anberaumt.

Trumps Entscheidung, Mitglieder der Nationalgarde und der regulären Streitkräfte gegen den Willen des zuständigen Gouverneurs nach LA zu schicken, ist eine bedeutsame Eskalation und Machtdemonstration des US-Präsidenten. Sein Vorgehen ist höchst ungewöhnlich und umstritten. 

Party mit pompöser Militärparade: Trump feiert Geburtstag in Washington DC

Militärparade in Washington Trump
US Army Jubiläum Militärparade Trump Washington DC
Donald Trump zwischen Verteidigungsminister Pete Hegseth und First Lady Melania Trump bei der Militärparade in Washington.
US Army 250th Birthday Celebration
Party mit pompöser Militärparade: Trump feiert Geburtstag in Washington DC

Proteste in LA: Trump bezeichnet Demonstranten als „Tiere“ – Polizisten schießen mit Gummigeschossen

Auch in anderen Städten wie New York oder Chicago kam es zu Protesten gegen Donald Trump und dessen Migrationspolitik. Der US-Präsident bezeichnete die Proteste als „voll entfalteten Angriff auf den Frieden, die öffentliche Ordnung und unsere nationale Souveränität“. Bei einer Rede auf dem Militärstützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina versprach er, notfalls weitere Soldaten und Ressourcen zu schicken, um Recht und Ordnung wiederherzustellen. Die Demonstranten in Los Angeles seien „Tiere“.

Bei den Protesten in Los Angeles geht die Polizei mit äußerster Härte vor. Videoaufnahmen zeigen unter anderem, wie Polizisten des LAPD mit Gummigeschossen auf Journalistinnen und Journalisten schießen. (nak mit dpa)

Rubriklistenbild: © Screenshot/„No Kings“-Website

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