News-Ticker

Trump will Patriot-Systeme liefern – doch „Wendepunkt“ im Ukraine-Krieg geht wohl noch viel weiter

Donald Trump steht vor einer Wende mit Blick auf Putin – und kündigt den Verkauf von Patriot-Systemen für die Ukraine an die EU an. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser Ticker zum Ukraine-Krieg wurde beendet. Alle weiteren Informationen und Entwicklungen finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 7.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump wird aller Voraussicht nach einen neuen Plan zur Bewaffnung der Ukraine mit Offensivwaffen ankündigen. Damit würde er von seiner früheren Haltung abweichen, berichtete das Nachrichten-Portal Axios unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Update, 5.50 Uhr: Der heutige Tag könnte für Kiew entscheidend sein für die weitere Unterstützung im Ukraine-Krieg: Bei seiner Ankündigung, Patriot-Systeme für Ukraine an die EU zu verkaufen, sprach US-Präsident Donald Trump auch von einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte (10.00 Uhr Ortszeit). Laut einem US-Medienbericht will Trump darüber hinaus eine „wichtige Erklärung“ zu seiner Russland-Politik abgeben. Zudem wird Trumps Sonderbeauftragter Keith Kellogg zu Gesprächen in Kiew erwartet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 14. Juli, 5.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump will Patriot-Waffensysteme nach eigenen Angaben an die Europäische Union verkaufen, damit diese an die Ukraine geliefert werden können. Vor der Presse in den USA sagte er: „Für uns wird das ein Geschäft sein, und wir werden ihnen Patriots senden, die sie dringend brauchen.“

Wende im Ukraine-Krieg: Donald Trump will der Ukraine Patriot-Systeme zukommen lassen.

Ukraine-Krieg: US-Senator deutet möglichen Wechsel im Russland-Kurs an 

Update, 21.13 Uhr: Nach Meinung des US-Senators Lindsey Graham steht ein „Wendepunkt hinsichtlich der russischen Invasion in der Ukraine bevor“. Das sagte der Republikaner aus South Carolina am Sonntag laut CBS News. Donald Trumps Geduld mit Wladimir Putin sei am Ende. Der US-Präsident habe seit Monaten versucht Putin „an den Verhandlungstisch zu bringen“ und „die Tür gegenüber Russland offen gelassen“. Diese Tür wird sich nun schließen, so Graham.

Graham sagte weiter, dass die USA ein Sanktionsgesetz verabschieden, dass Trump einen „Vorschlaghammer in die Hand gibt, um Putins Wirtschaft anzugreifen“. Damit könne Trump den Krieg beenden, so der Senator weiter. Trump soll damit etwa Zölle von 500 Prozent gegen jedes Land erheben können, das Russland unterstützt. „Wir gehen gegen die Leute vor, die Putin im Geschäft halten, und verhängen zusätzliche Sanktionen gegen Russland selbst“, so Graham.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Zudem deuteten mehrere US-Politiker an, dass im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte in den kommenden Wochen „in ein Treuhandkonto zum Wohle der Ukraine umgewandelt“ werden könnten. Das sagte etwa der republikanische Abgeordnete French Hill. Es wäre ein absolutes Novum.

Daneben erwartet Graham schon in den nächsten Tagen einen „Waffenfluss in Rekordhöhe“ für die Ukraine. „Putin hat sich verkalkuliert“ so Graham mit Blick auf die Hinhaltetaktik des russischen Präsidenten, während die Angriffe auf die Ukraine noch intensiviert wurden.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird am Montag ebenso in den USA sein, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius. Es werden konkrete Ankündigungen für Waffenlieferungen erwartet.

Donald Trump könnte im Ukraine-Krieg andere Töne anschlagen. Ein Senator greift vor und meint: „Putin hat sich verkalkuliert“.

Nach Attentat auf SBU-Oberst: Ukraine-Geheimdienst tötet mutmaßliche Agenten aus Russland

Update, 20.20 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben zwei mutmaßliche russische Agenten getötet, die für den Mord an SBU-Oberst Iwan Woronytsch in Kiew verantwortlich sein sollen. Die beiden – ein Mann und eine Frau – wurden nach verdeckten Ermittlungen in der Region Kiew lokalisiert. Bei dem Versuch, sie festzunehmen, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem beide ums Leben kamen.

„Bei der Festnahme haben sie Widerstand geleistet, es kam zu einem Feuergefecht, sodass die Schurken liquidiert wurden“, erklärte SBU-Chef Wassyl Maljuk per Telegram-Video. Woronytsch war vergangenen Donnerstag mit fünf Schüssen getötet worden. Er war für die Organisation von Sabotageakten gegen Russland bekannt.

Russland verstärkt Angriffe auf Dnipro-Inseln bei Cherson – Ukraine hält Verteidigungslinien

Update, 17.45 Uhr: Russische Truppen haben ihre Bemühungen zur Eroberung der Inseln im Dnipro-Flussdelta südlich der Hafenstadt Cherson verstärkt. Die Zahl der täglichen Angriffe habe sich von zwei bis drei auf inzwischen sechs bis zehn erhöht, sagte Wladislaw Woloschin, Sprecher der für diesen Abschnitt zuständigen ukrainischen Streitkräfte, dem staatlichen Fernsehen. „Der Feind will damit bestimmte Brückenköpfe in der Region bilden“, erklärte Woloschin. 

Die russischen Angriffe seien bisher abgeschlagen worden. Die ukrainischen Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Wer die Dnipro-Inseln kontrolliert, hat nach Ansicht ukrainischer Militärs einen erheblichen taktischen Vorteil. Sollte es russischen Einheiten gelingen, die Inseln zu kontrollieren, wäre ein Vordingen auf das Festland im äußersten Süden der ukrainischen Verteidigungslinien nicht auszuschließen. Zudem wäre dadurch jede Schifffahrt in der Region blockiert.

Trump-Vertrauter zu Besuch in der Ukraine: Druck auf Russland erhöht sich

Update, 16.58 Uhr: Der US-Sondergesandte Keith Kellogg wird am Montag zu einem Besuch in der Ukraine erwartet. Der Besuch soll rund eine Woche dauern und findet inmitten zunehmender Spannungen zwischen den USA und Russland statt. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump neue Waffenlieferungen an die Ukraine versprochen. Er hat für Montag zudem eine „wichtige Erklärung“ zu Russland angekündigt.

Trump hatte sich zuletzt „enttäuscht“ gezeigt über die mangelhafte Bereitschaft Russlands zu einer Vereinbarung über eine Waffenruhe. Er warf Kremlchef Wladimir Putin vor, „eine Menge Mist“ zu verbreiten. Zu weiteren Sanktionen gegen Moskau sagte der US-Präsident, er prüfe dies sehr intensiv. Am Freitag kündigte Trump dann an, dass er am Montag eine „wichtige Erklärung“ zu Russland abgeben werde. Nähere Angaben machte er nicht.

Ukraine trifft präzise: Russlands Eliteeinheit büßt Führungsspitze in Kursk ein

Update, 10.08 Uhr: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Russland jetzt seine „bedingungslose“ Unterstützung im Ukraine-Krieg zugesagt. Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow schon den Einsatz von Nordkorea-Soldaten in der russischen Region Kursk gelobt – Berichte klingen aber eher nach einem Rückschlag der Armee Wladimir Putins in der Region. Mehr dazu: Russlands Eliteeinheit büßt Führungsspitze in Kursk ein.

Update, 13. Juli, 7.09 Uhr: In großen Teilen der von russischen Truppen besetzten südukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben die Strom- und Wasserversorgung zusammengebrochen. „Wegen der hohen Lufttemperaturen sind im System der Stromversorgung des Gebiets Saporischschja kritische Überlastungen der Anlagen aufgetreten“, sagte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Jewgeni Balizki, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Der Blackout betreffe unter anderem die zwei größten von Russland in der Region eroberten Städte Melitopol und Berdjansk.

Ukraine-News: Selenskyj verspricht neue Waffen gegen russische Angriffe

Update, 22.50 Uhr: Die von russischen Angriffen immer wieder schwer getroffene Ukraine soll nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schon bald bessere Waffen zum Schutz der eigenen Städte haben. „Wir nähern uns einer mehrstufigen Vereinbarung über neue Patriot-(Flugabwehr-)Systeme und den dazugehörigen Raketen“, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft. 

Demnach investiert das Land zudem in die Drohnenproduktion, speziell die Herstellung von Abfangdrohnen. Weiterhin werde die Ukraine mit Gegenangriffen auf russisches Territorium reagieren. Dies sei sehr effektiv, sagte Selenskyj.

Kriegsverbrechen in der Ukraine: Kiew erhebt neue Vorwürfe gegen Russland

Update, 14.05 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR beschuldigt die russische 155. Marinebrigade eines neuen Kriegsverbrechens. Laut The Kyiv Independent soll auf einer heute veröffentlichten Audioaufnahme ein Kompaniechef zu hören sein, der befiehlt, einem ukrainischen Soldaten den Kopf abzuschlagen, auf eine Lanze aufzuspießen und wegzuwerfen. The Kyiv Independent konnte die Echtheit des Clips nicht überprüfen. Die im Gebiet Sumy stationierte Brigade wird zahlreicher Kriegsverbrechen beschuldigt. Soldaten werden mit Gräueltaten in Butscha, Irpin und Hostomel in Verbindung gebracht.

Slowakei stellt Einigung zu neuen Russland-Sanktionen wegen Ukraine-Krieg in Aussicht

Update, 12.25 Uhr: Die Slowakei will Ministerpräsident Robert Fico zufolge bis zum 15. Juli eine Einigung mit den anderen EU-Staaten über das von ihr blockierte 18. Paket an Russland-Sanktionen erreichen. Dabei gehe es um Sicherheiten, dass sein Land bei dem von der Europäischen Union geplanten vollständigen Ende der russischen Gaslieferungen keine Nachteile erleide, sagte Fico laut Reuters. Am Dienstag wollen die EU-Außenminister in Brüssel über die Lage im Ukraine-Krieg beraten. 

Update, 10.45 Uhr: Das Interesse am Ukraine-Krieg ist auch fast dreieinhalb Jahre nach der russischen Invasion noch immer sehr groß. So zeigt ein Blick auf die aktuellen TV-Quoten, dass der ARD-Brennpunkt zur Ukraine am 10. Juli im Schnitt von 4,56 Millionen Menschen gesehen wurde. Die Sendung war damit das am meisten gesehene Programm des Tages.

Generalmajor zum Ukraine-Krieg: Hohe dreistellige Zahl weitreichender Waffen für Kiew

Update vom 12. Juli, 6.15 Uhr: Die Ukraine braucht für ihre Verteidigung gegen die russischen Angriffe viele Waffen. Deutschland finanziert nun Hunderte davon, sagt der Leiter des Sonderstabs Ukraine im Verteidigungsministerium, Generalmajor Christian Freuding. Er sprach im ZDF-„heute journal“ von „einer hohen dreistelligen Stückzahl“. Die ersten Systeme sollen demnach schon Ende des Monats bei den ukrainischen Streitkräften ankommen. „Wir brauchen Waffensysteme, die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen, die angreifen können – die Führungseinrichtungen, Flugplätze, Flugzeuge“, sagte Freuding.

Update, 20.21 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eine kryptische Warnung an Russland gerichtet. Auf die Frage eines Journalisten, ob er von Russlands jüngsten Angriff auf Charkiw gehört habe, sagte Trump laut Bericht von The Independent am Freitag: „Ich weiß. Sie werden sehen, was passiert.“

Trump hatte sich bereits in den vergangenen Tagen frustriert über Russlands Präsidenten Wladimir Putin geäußert und für Montag eine „wichtige Erklärung“ zu Russland angekündigt. Spekuliert wird über mögliche US-Sanktionen gegen Russland oder weitere Waffenlieferungen für die Ukraine.

Update, 19.41 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben von den USA und den europäischen Verbündeten neue Waffenlieferungen in Aussicht gestellt bekommen. „Allen Berichten nach sind die (gestoppten) Waffenlieferungen wieder aufgenommen worden“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Kommende Woche seien Gespräche zur militärischen Unterstützung Kiews im Ukraine-Krieg unter anderem mit dem US-Sondergesandten Keith Kellog geplant. „Wir bereiten auch neue europäische Rüstungspakete vor“, sagte Selenskyj. Zudem erwarte er „starke Schritte“ bezüglich neuer Sanktionen gegen Russland.

Russland-Verluste: Kiews Geheimdienst zerstört Teil russischer Pipeline

Update, 17.31 Uhr: Der ukrainische Nachrichtendienst (DIU) hat nach eigenen Angaben einen Abschnitt einer russischen Gaspipeline bei einer Spezialoperation im Ukraine-Krieg zerstört. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf DIU-Quellen. Die Pipeline versorge demnach Unternehmen der russischen Rüstungsindustrie in den Gebieten Tscheljabinsk, Orenburg und Swerdlowsk.

Durch die Operation am Donnerstag habe es eine starke Explosion mit anschließendem Großbrand in der russischen Stadt Langepas gegeben. Eine Geheimdienst-Quelle erklärte, dass die Wiederherstellung und Prüfung der Gasleitung etwa einen Monat dauern wird – der Schaden belaufe sich nach Geheimdienst-Schätzungen auf mindestens 1,3 Millionen US-Dollar.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml wartet auch Trumps „wichtige Erklärung“ zu Russland

Update, 14.37 Uhr: Der Kreml wartet nach eigenen Angaben auf eine von US-Präsident Donald Trump für Montag angekündigte „wichtige Erklärung“ zu Russland. „Wir warten darauf und wollen verstehen, was er gemeint hat“, erklärte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut Reuters-Bericht vor der Presse in Moskau. 

Trump hatte in einem Interview mit dem US-Sender NBC News erklärt, ein wichtiges Statement zu Russland abgeben zu wollen. Auch hatte der US-Präsident in dem Interview seine Kritik an Russlands Machthaber Wladimir Putin wiederholt.

Ukraine-Krieg aktuell: Merz-Sätze lassen Lawrow wüten

Erstmeldung: Moskau – Sergej Lawrow, der Außenminister Russlands, hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, antirussische Parolen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu nutzen, um Deutschland zu militarisieren.

In Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, bezeichnete Lawrow die Darstellung Russlands als Bedrohung als „völliger Unsinn“. Er betonte: „Ich hoffe, dass jeder Politiker mit einem gesunden Menschenverstand das begreift.“ Der Minister kritisierte, dass Merz keine „Mittel der Diplomatie“ mehr im Umgang mit Moskau sehe und sich stattdessen für eine Militarisierung Deutschlands entschieden habe.

„Wenn Herr Merz der Meinung ist, dass die friedlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, muss er beschlossen haben, sich auf Kosten seines Volkes ganz der Militarisierung Deutschlands zu widmen, um dann wieder auf Nazi-Parolen herumzureiten - für eine Abwehr der Bedrohungen, die von Russland ausgingen“, äußerte Lawrow während einer Pressekonferenz des Außenministertreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.

Merz sieht diplomatische Lösungschancen am Ende

Die Äußerungen von Merz zu Russland führen in Moskau immer wieder zu heftigen Reaktionen und ziehen Vergleiche mit der Nazi-Zeit nach sich. Moskau wirft dem Kanzler vor, verstärkt auf eine militärische Lösung im Ukraine-Konflikt zu setzen und Deutschland zunehmend in den Krieg hineinzuziehen.

Ukraine-Krieg: Russland laut Merz ein „verbrecherisches Regime“

Im Bundestag erklärte der Kanzler am Mittwoch in Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine: „Die Mittel der Diplomatie sind ausgeschöpft, wenn ein verbrecherisches Regime mit militärischer Gewalt das Existenzrecht eines ganzen Landes offen infrage stellt und sich auf den Weg macht, die politische Freiheitsordnung des ganzen europäischen Kontinents zu zerstören.“

Seit über drei Jahren führt Russland einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Moskau gibt an, einen Nato-Beitritt Kiews verhindern zu wollen, da dies eine Bedrohung für die russische Sicherheit darstelle. Zudem erhebt Russland Gebietsansprüche gegenüber der Ukraine. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © dpa | Sven Hoppe + dpa | Frank Hammerschmidt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare