Ein leichtes Ziel
Im Video: Ukrainer vernichten Kims Nordkorea-Haubitze
Haubitzen, die Kreml-Chef Wladimir Putin vom nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un erhielt, reihen sich unter die russischen Verluste im Ukraine-Krieg ein.
Donbass – Bisher wird zwischen Washington, Kiew und dem Moskau-Regime ohne Ergebnisse verhandelt. Und so gehen die blutigen Gefechte im Ukraine-Krieg unvermindert weiter.
Verluste für Wladimir Putin: Ukrainer attackieren Nordkorea-Haubitzen
Ein Beispiel: Nach dem Kursk-Rückzug sind ukrainische Einheiten in die russische Grenzregion Belgorod eingefallen. In Kursk hatten auch von Diktator Kim Jong-un entsandte Soldaten aus Nordkorea an den Kämpfen teilgenommen. Ein ukrainischer Kommandeur schilderte jüngst, wie nordkoreanische Soldaten gefangen genommen werden sollten.
Und wie sich Kims Männer stattdessen unter die Verluste von Kreml-Autokrat Wladimir Putin einreihten. Zu diesen zählen neuerdings auch mehrere selbstfahrende Haubitzen M-1978 Koksan, die Pjöngjang Russland ebenfalls geschickt hatte. Die Metall-Kolosse geben schlicht ein leichtes Ziel ab.
USF disable another North Korean Self-Propelled Gun
— Unmanned Systems Forces (@usf_army) March 25, 2025
Operators of the 413th "Raid" Battalion of the Unmanned Systems Forces identified and struck an enemy M-1978 "Koksan" self-propelled gun on the Donetsk front. This marks the fifth such system disabled by the USF units in the… pic.twitter.com/dncb43OQfe
Verluste für Russland: Nordkoreanische Haubitze M-1978 Koksan reiht sich ein
Die sogenannten Ukrainische Streitkraft für unbemannte Systeme teilte unter anderem beim Kurznachrichtendienst X ein Video, dass den Drohnenangriff auf die sperrige Selbstfahrlafette zeigen soll. Eine Drohne lässt demnach eine größere Mörser-Granate mit Aufschlagszünder auf das militärische Ungetüm fallen. In den Aufnahmen ist Sekundenbruchteile später eine Detonation zu erkennen, die sehr wahrscheinlich zu schweren Schäden an der traditionell nur schwach gepanzerten M-1978 geführt haben dürfte.
Denn: Selbst das Nachfolgemodell, die M-1989 Koksan, basiert auf dem Fahrgestell des uralten sowjetischen ATS-59-Raupenschleppers aus den 1950er Jahren. Wie die Ukrainer zu ihrem Posting in den Sozialen Netzwerken schreiben, war es schon die fünfte M-1978 Koksan aus Nordkorea, die bei den Kämpfen in Flammen aufging. Brisant: Wie die Kyiv Post (KP) schreibt, erfolgte dieser (nächste) schlag gegen Putins Invasionstruppen im Donbass. Also in der Ukraine. Und nicht etwa in der russischen Oblast Kursk, die die dort eingerückten ukrainischen Verbände kürzlich räumten.
Waffen-Lieferungen im Ukraine-Krieg: Kim Jong-un unterstützt Wladimir Putin
Nordkoreanische Soldaten wurden in den Kriegswirren indes noch nicht auf ukrainischem Boden gesichtet. Bleibt die Frage, ob ihre gelieferten Waffensysteme stattdessen von Russen bedient werden. Laut Newsweek berichtete Kiew im Februar von geschätzt 4000 getöteten oder verwundeten nordkoreanischen Soldaten in der Oblast Kursk. Westlichen Geheimdiensten zufolge hatte Pjöngjang Putin in einer ersten Welle 12.000 Männer unter Waffen geschickt. Ob es zwischenzeitlich mehr wurden, lässt sich nicht unabhängig verifizieren.
Die M-1978 ist indes nicht nur schwach gepanzert, sie kommt im Gelände westlichen Einschätzungen zufolge gerade mal auf 30 km/h. Ihre Besatzung braucht damit sehr lange, um das Kettenfahrzeug mit der gewaltigen 170-mm-Kanone zu wenden. Sie können modernen Kamikaze-Drohnen in der Schlussfolgerung nicht mehr entkommen und die Haubitze liegt als Ziel wie auf dem Präsentierteller.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Nordkorea liefert an Russland: Angeblich 50 Haubitzen von Kim für Wladimir Putin
Anfang des Jahres war die „neuere“ M-1989 Koksan erstmals im Ukraine-Krieg aufgetaucht. Wie die amerikanische Financial Times kurz vor Weihnachten berichtet hatte, gingen im November 50 nordkoreanische Haubitzen und geschätzt 20 Mehrfachraketenwerfer aus dem asiatischen Land an die russischen Streitkräfte. Bei den Bezeichnungen handelt es sich indes um Nato-Begriffe. Die Zahlen geben an, wann das westliche Militärbündnis die wuchtigen Waffen aus Nordkorea erstmals gesichtet hat. Manche nordkoreanische Haubitze bleibt zerstört in der Ukraine zurück. (pm)
Rubriklistenbild: © Screenshot X@usf_army
