Verluste trotz Verhandlungen
Verluste im Ukraine-Krieg: Drohne lässt Nordkorea-Kanone explodieren
Kim Jong-un hat seine nordkoreanischen Soldaten vermutlich von der Kursk-Front in Russland zurückgeholt. Seine Artillerie bleibt aber das Ziel der Ukrainer.
Kupjansk - Die internationale Anspannung ist hoch: Während die USA und das Moskau-Regime über die Ukraine verhandeln, samt knallharten Forderungen aus Russland, geht der Ukraine-Krieg auf den Schlachtfeldern zwischen der Region Charkiw, dem Donbass und der Oblast Saporischschja blutig weiter.
Verluste für Wladimir Putin: Ukrainer zerstören nordkoreanische Kanonenhaubitze
Und so steigen die Verluste auf beiden Seiten ungebremst, während unklar ist, wann und ob es zu einem Waffenstillstand kommt. Kiew ist vorerst von den Verhandlungen zwischen Washington und Moskau ausgeschlossen und hat bereits entschieden dagegen protestiert. Wird die Ukraine also die Bedingungen für eine Waffenruhe annehmen?
Viele ukrainische Soldaten machen sich nach Donald Trumps (Republikaner) Vorstoß zumindest große Sorgen, wie es weitergeht, während sie vorerst weiterkämpfen (müssen). So haben die Ukrainer in diesen Tagen etwa eine nordkoreanische Kanonenhaubitze zerstört, die wohl erstmals auf russischer Seite in ihrem geschundenen Land gesichtet wurde.
❗️For the first time North Korean Koksan 170mm SPG was targeted at the frontline. The system was targeted by drone operators of the NEMESIS unit.
— Special Kherson Cat 🐈🇺🇦 (@bayraktar_1love) February 18, 2025
The Nemesis identifies model as M1978, which has not been spotted in Russia previously. Only M1989 Koksan were seen.
Upon close… pic.twitter.com/P2VVlKCOoP
Waffen im Ukraine-Krieg: Wladimir Putin bekam von Kim Jong-un Haubitzen
Ukrainische Militärblogger teilen beim Kurznachrichtendienst X ein Video, das dokumentieren soll, wie eine selbstfahrende Kettenhaubitze M-1978 Koksan in Flammen aufgeht. Ort und Zeitpunkt der Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren, sie sollen vom Kupjansk-Frontabschnitt in der nordöstlichen Oblast Charkiw stammen. Offenbar ließ eben jene Drohne nachts eine Granate auf die aus Nordkorea gelieferte schwere Waffe fallen, was den Bildern zufolge eine enorme Explosion auf dieser nach sich zog.
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un hatte Kreml-Autokrat Wladimir Putin westlichen Einschätzungen zufolge im Herbst zwischen 10.000 und 12.000 Soldaten für die Front in der russischen Grenzregion Kursk geschickt. Nach mehreren Wochen waren jedoch mehrere Tausende dieser nordkoreanischen Soldaten denselben Einschätzungen nach tot oder verwundet. Weswegen seit Anfang des Jahres keine Nordkoreaner mehr an der Front kämpfen sollen.
Waffen-Lieferungen an Russland: Nordkorea unterstützt Wladimir Putins Regime
Putin soll von Kim Jong-un aber auch schwere Waffen erhalten haben, namentlich die selbstfahrenden nordkoreanischen Haubitzen M-1989 Koksan - das Nachfolge-Modell der schon in den 1970er Jahren entwickelten M-1978 Koksan. Bei den Bezeichnungen der Waffen handelt es sich um Nato-Begriffe. Die Ziffern geben an, wann die Verteidigungsallianz die wuchtigen Haubitzen der Nordkoreaner erstmals beobachtet hat. Diese sind also schon sehr alt. Unter anderem in südkoreanischen Medien wurden im vergangenen November Video-Aufnahmen publik, die einen mit M-1989 Koksan beladenen Transportzug in Russland zeigen sollen.
Wie die amerikanische Financial Times kurz vor Weihnachten berichtet hatte, gingen im November 50 nordkoreanische Haubitzen und geschätzt 20 Mehrfachraketenwerfer aus dem asiatischen Land an die russischen Streitkräfte. Dabei soll es sich um eben jene M-1989 Koksan aus dem Video mit dem Zug gehandelt haben. Die Panzerhaubitzen hatten jedenfalls einen langen Weg hinter sich. Beide Länder haben eine rund 17 Kilometer lange Landgrenze, die jedoch im äußersten Südosten der Russischen Föderation am Pazifik liegt.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Kim Jong-uns Haubitze M-1978 Koksan: Nordkorea-Waffe hat erhebliche Schwächen
Laut ukrainischen Bloggern sind es nun die ersten Aufnahmen einer M-1978 Koksan in der Ukraine. Die (noch) älteren, 14,9 Meter langen und etwa 40 Tonnen schweren Haubitzen haben aus heutiger Sicht erhebliche militärische Schwächen. So kann sie westlichen Einschätzungen nach im Gelände nur rund 30 km/h schnell fahren und braucht auch einen erheblichen Moment um zu wenden. Die 3,27 Meter breite und geschätzt 3,10 Meter hohe selbstfahrende Haubitze auf Ketten ist somit ein recht leichtes potenzielles Ziel für ukrainische Drohnen-Piloten und ihre gefürchteten Kamikaze-Drohnen.
Da ferner die Sprenggranaten mit einem Gewicht von geschätzt mehr als 60 Kilogramm und die Treibladung nacheinander geladen werden müssen, braucht es bis zu vier Ladeschützen, um das Geschütz zu laden. Das dauert angeblich bis zu zehn Minuten - und somit viel zu lange. (pm)
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