Aufrüstung

Mega-Bestellung für die Bundeswehr geplant: 20 Eurofighter und tausende Panzerfahrzeuge

Deutschland plant Milliarden-Investitionen in Kampfjets und Panzer. Die Bundeswehr soll wehrfähiger werden. Friedrich Merz will Europas stärkste Armee bauen.

Berlin – Deutschland rüstet auf, großflächig und mit Ansage. Die Bundesregierung steht vor einer milliardenschweren Beschaffungswelle für die Bundeswehr. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, plant die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) unter anderem den Kauf von 20 Eurofighter-Kampfjets, bis zu 3.000 Boxer-Radpanzern sowie rund 3.500 Schützenpanzern vom Typ Patria.

Bundeskanzler Merz verfolgt damit das Ziel, Europas schlagkräftigste konventionelle Armee aufzubauen, auch, um die sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA zu verringern. Reuters zufolge sieht sich Berlin in der Verantwortung, mehr zur europäischen Sicherheit beizutragen.

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Die Bundesregierung hatte jüngst laut Tagesschau den Weg für die Lieferung von 40 Eurofighter-Kampfjets an die Türkei frei gemacht. So teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit, dass eine Voranfrage für die Exportgenehmigung positiv beschieden und eine entsprechende schriftliche Bestätigung an die türkische Regierung übermittelt wurde.

Verteidigungsausgaben steigen deutlich - Milliardenaufträge für Bundeswehr

Anfang des Jahres hatte Merz im Bundestag die nötige politische Rückendeckung erhalten, um die strengen Schuldenregeln der Verfassung für Verteidigungsausgaben auszusetzen. Dadurch kann die Bundesregierung die Rüstungsreform auch außerhalb des regulären Haushalts finanzieren. Der Verteidigungshaushalt soll laut Reuters bis 2026 auf rund 83 Milliarden Euro ansteigen. Ein Plus von 20 Milliarden im Vergleich zu 2025.

Der Eurofighter-Deal allein könnte laut Agentur zwischen 4 und 5 Milliarden Euro kosten. Die Boxer-Panzer, die gemeinsam von KNDS und Rheinmetall gefertigt werden, schlagen demnach mit rund 10 Milliarden Euro zu Buche. Die geplanten Patria-Schützenpanzer sollen etwa 7 Milliarden Euro kosten. Die Auslieferung der Fahrzeuge ist über einen Zeitraum von zehn Jahren geplant.

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Neben den Großaufträgen arbeitet das Verteidigungsministerium laut Reuters auch an zusätzlichen Beschaffungen: Unter anderem geht es um weitere Einheiten des bodengestützten Luftverteidigungssystems IRIS-T sowie um mehrere Hundert SkyRanger-Plattformen zur Drohnenabwehr. Konkrete Zahlen zu diesen Systemen liegen demnach aber noch nicht vor. (dadj)

Rubriklistenbild: © Bundeswehr/ Julia Dahlmann

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