Folgen für Minister-Posten?
Armin Laschet berichtet von Vorfall in NRW – jetzt ist er seinen Führerschein los
Eine Geldstrafe, die Ex-Ministerpräsident Armin Laschet zahlen muss, sorgt für Schlagzeilen. Die Situation ist bemerkenswert.
Update vom 31. Märze 2025, 8.04 Uhr: Nach Bekanntwerden seiner Geschwindigkeits-Überschreitung in der Aaachener Innenstadt stellen Beobachter die Frage nach den politischen Konsequenzen. „Hat sich Laschet um ein Ministeramt gerast?“, fragt am Montag etwa die Bild-Zeitung. Als Mitglied des CDU-Landesverbands NRW habe Laschet ohnehin keine sicheren Aussichten auf einen Posten im Merz-Kabinett, da Männer aus NRW bereits stark vertreten sein dürften – Spahn und Linnemann gelten als aussichtsreiche Kandidaten. Dennoch hat Friedrich Merz eine hohe Meinung von ihm und kennt ihn seit langem, so Bild.
Erstmeldung: Aachen - Mitten in der Diskussion um die politische Zukunft von Armin Laschet platzt eine Nachricht aus seinem Privatleben. Ex-NRW-Ministerpräsident Laschet, der derzeit als möglicher Außenminister gehandelt wird, wurde Anfang Juli 2024 in seiner Heimatstadt Aachen mit Tempo 97 in einer 50er-Zone geblitzt. Die Konsequenzen: eine Geldstrafe von 428,50 Euro, zwei Punkte im Flensburger Verkehrssündenregister und ein einmonatiges Fahrverbot. Laschet reagierte auf den Vorfall, indem er sich umgehend bei der Polizei meldete. Seine Aussagen sind durchaus brisant.
Nordrhein-Westfalen: Armin Laschet verliert Führerschein nach möglicher Bedrohungssituation
Der ehemalige NRW-Ministerpräsident erklärte, er habe sich von unbekannten Männern verfolgt gefühlt, die ihn beim Einsteigen in sein Auto beobachtet hätten und ihm dann gefolgt seien. Diese Erfahrung habe ihn an frühere Morddrohungen erinnert, die er als Ministerpräsident erhalten habe. Aus Angst und unter Stress habe er an einer Ampel Vollgas gegeben, um die mutmaßlichen Verfolger abzuschütteln.
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Laschets Anwalt legte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ein, worauf eine Gerichtsverhandlung im Mai 2025 folgen sollte. Trotz intensiver Nachforschungen konnte die Polizei jedoch keine Spur der angeblichen Verfolger finden und somit gegen niemanden ermitteln. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen bestätigte: „Ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ist nicht eingeleitet worden.“
Ex-NRW-Ministerpräsident Laschet zieht Einspruch nach „aufwühlende Begebenheit“ zurück
Mit der Aussicht auf eine wenig erfolgversprechende Gerichtsverhandlung entschied sich Laschet schließlich, den Einspruch zurückzuziehen. „Nachdem die Staatsanwaltschaft die hinter mir fahrenden Personen nicht ermitteln konnte, ist der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid bedauerlicherweise nicht mehr zielführend. Ich habe ihn darum zurückgezogen und zahle die Geldbuße. Haken dran“, erklärte Laschet gegenüber der Bild am Sonntag.
Baerbock-Nachfolger: Ex-CDU-Chef Laschet wird als möglicher Außenminister gehandelt
Laschet betonte, dass das schnelle Fahren zwar passieren könne, aber nicht passieren solle. „Zum Glück wurde hier niemand gefährdet – jedenfalls nicht durch mich“, fügte er hinzu. Solche Aussagen werfen die Frage auf, wie Politiker mit persönlichen Fehlern umgehen und welche Verantwortung sie dabei übernehmen. Die Nachricht seines Fahrverbots platzt mitten in die Diskussion um einen möglichen Posten im Kabinett Merz. Unlängst durfte der 64-jährige Laschet mit der scheidenden Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) durch Syrien reisen. (jkk)