Reise mit Außenministerin Baerbock
Nach Syrien-Reise: Spekulationen um Ministeramt für Laschet in Merz-Regierung
Armin Laschet reist mit Außenministerin Baerbock durch den Nahen Osten – und entfacht damit Gerüchte um einen künftigen Ministerposten im Kabinett.
Berlin – Armin Laschet (CDU) wollte 2021 Bundeskanzler werden – und scheiterte. Nun werden ihm Chancen auf den Posten des Außenministers nachgesagt. Ein mögliches Indiz: Vergangene Woche begleitete er die scheidende Ministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf einen Termin nach Syrien. Doch das ist nicht der einzige Hinweis.
Laschet reist nach Damaskus: Routinetrip oder Hinweis auf Außenministeramt?
Armin Laschet und Friedrich Merz (CDU) waren einst Konkurrenten: 2021 traten sie bei der Wahl um den CDU-Vorsitz gegeneinander an, Laschet gewann. Heute gilt das Verhältnis der beiden Parteikollegen als gut. Das ist offenbar einer der Gründe, weshalb der frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen nun als möglicher Kandidat für das Außenministerium gehandelt wird. Wie der Spiegel am Dienstag (25. März) unter Bezugnahme auf CDU-Kreise berichtete, beanspruchen die Christdemokraten möglicherweise das Außenministerium, um so Reibungsverluste mit dem Kanzler möglichst gering zu halten, der selbst außenpolitisch stark eingebunden sein wird.
Neben Laschet kursieren zwar auch andere Namen für das Amt: SPD-Fraktionschef Lars Klingbeil, der beliebte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) oder auch Außenexperte Norbert Röttgen oder Johann Wadephul aus der CDU. Doch Laschet war in der vergangenen Woche als einziger dieser Namen bei einer Reise der deutschen Außenministerin nach Syrien dabei. Er habe sich gut vorbereitet gezeigt und auch Hintergrundgespräche mit Journalisten geführt, wie Spiegel berichtete. Die Reise mache er „ganz bewusst“, um zu zeigen, dass auch unter Deutschlands künftiger Regierung mit Blick auf Syrien „Kontinuität herrschen wird“, zitiert das Blatt den Politiker.
Merz-Kabinett noch offen: Berlin diskutiert Namen – und Laschet schweigt
Aussagen wie „wo wir helfen können, werden wir helfen“ klangen während der Syrien-Reise bereits nach einem Rollenwechsel. Laschet selbst äußerte sich offiziell nicht zu seinen Ambitionen. Nach der Landung in Berlin auf eine mögliche Ministerposition im Auswärtigen Amt angesprochen, lächelte der 64-Jährige laut Spiegel nur. Doch das öffentliche Auftreten des Christdemokraten in Syrien, auch bei Gesprächen mit Vertretern vor Ort, nährte die Spekulationen um das Außenamt und wurde in Berlin aufmerksam beobachtet.
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In den vergangenen Monaten wurde Laschet bereits mit anderen Spitzenämtern in Verbindung gebracht. Sollte er tatsächlich Außenminister werden, wäre er der erste CDU-Politiker in diesem Amt seit 1966. Die Besetzung des neuen Kabinetts unter Friedrich Merz ist noch offen, doch in Berlin wird auch für die anderen Ministerposten bereits über mögliche Namen spekuliert. CDU-Generalsekretär Carsten Linneman gilt als Minister fast gesetzt. Ebenso soll der bisherige Verteidigungsminister Pistorius einen Ministerposten erhalten, womöglich jedoch das Ressort wechseln (bme).