Deal oder neue Zölle?

Trump kündigt neue Zölle an – vorerst sieben Länder betroffen

Donald Trump macht im Zoll-Streit die nächste Ankündigung. Erneut nehmen die USA mehrere Länder ins Visier. Doch was heißt das für die EU?

Update vom 9. Juli, 18.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den nächsten Schub an Briefen mit Zollbestimmungen gegen andere Länder zum 1. August bekanntgemacht. Die Europäische Union war zunächst nicht darunter. Die neuen Briefe sind adressiert an Irak, Libyen, Algerien, Moldawien, Philippinen, Sri Lanka und Brunei. Seit Montag macht Trump die neuen Zollregeln für Waren in die USA bekannt. Die Zollaufschläge belaufen sich zwischen 20 und 30 Prozent.

Trump kündigt neue Zölle an: „Mindestens sieben Länder“

Erstmeldung vom 9. Juli: Washington D.C. – Im Zoll-Streit stellt US-Präsident Donald Trump die nächste Bekanntmachung in Aussicht: „Wir werden morgen früh mindestens 7 Länder, die mit dem Handel zu tun haben, veröffentlichen“, schreibt Trump am Dienstagabend (8. Juli, Ortszeit) auf seiner Online-Plattform Truth Social.

Informationen zu einer weiteren Anzahl von Ländern würde am Nachmittag folgen, kündigt Trump in seinem Post zudem an. Der US-Präsident ließ bei seiner Ankündigung offen, ob er Einigungen im Zollstreit oder weitere Zölle verkünden möchte.

Zoll-Streit: Donald Trump verschiebt Frist für neue Zölle und kündigt Brief an EU an

Donald Trump hatte am Montag mehr als ein Dutzend Briefe mit Zollvorgaben an verschiedene Länder veröffentlicht – vor allem in Asien. Darüber hinaus verschob er die Deadline für neue Importaufschläge vom 9. Juli auf den 1. August. Betroffen von Trumps Zoll-Politik ist auch die EU – an einem Rahmenabkommen mit den USA wird nach Angaben Brüssels unterdessen weiter gearbeitet.

Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik

Donald Trump
Donald Trump
Amtseinführung Trump
Grenze zu Mexiko
Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik

Trump kündigte ebenfalls am Dienstag einen Brief an die EU sowie Sonderzölle für bestimmte Branchen an. Auf die Frage eines Journalisten, ob er optimistisch auf einen Deal mit der Europäischen Union blicke, sagte er: „Wir sind wahrscheinlich zwei Tage davon entfernt, ihnen einen Brief zu schicken. Wir sind im Gespräch mit ihnen. Ich möchte nur, dass Sie wissen, dass ein Brief ein Deal bedeutet.“

US-Zölle: Merz äußert sich „verhalten optimistisch“ über Trump-Einigung im Zollstreit

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich am Mittwoch „verhalten optimistisch, dass es uns in den nächsten Tagen, spätestens bis zum Ende des Monats, gelingen könnte, hier zu einem Abkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu kommen“. Die EU-Kommission verhandle seit einigen Tagen „intensiv“ mit der Trump-Regierung, erklärte Merz in der Generaldebatte im Bundestag. Auch Merz selbst stehe „im intensiven Kontakt“ mit Donald Trump und der EU-Kommission. (pav mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/BONNIE CASH

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