Geheimrezept aus NRW
Damit wird die Kürbissuppe zum Geschmackshighlight: Expertin nennt ihren Favoriten
Kürbissuppe ist ein Herbstklassiker. Kürbisexpertin Ute Ligges aus Kamen (NRW) weiß, wie das perfekte Gericht gelingt. Ihr Favorit sorgt für einen besonderen Effekt.
Kamen – Die Magie der Kürbissuppe liegt, darin dürften sich alle Liebhaber dieses saisonalen Klassikers einig sein, in ihrer Vielseitigkeit und ihrem unvergleichlichen Comfort-Food-Charakter. Sie verspricht Gemütlichkeit und Wärme an kalten Herbsttagen. Wenn die Blätter fallen und die Temperaturen sinken, verkörpert kaum ein Gericht die Jahreszeit so perfekt wie eine cremige Kürbissuppe.
„Mein Tipp ist sowieso immer im Herbst: So viel Kürbis essen wie möglich“, sagt Ute Ligges vom gleichnamigen Kürbishof in Kamen (Kreis Unna) im Gespräch mit wa.de. Dabei ist die Suppe nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein echter Nährstofflieferant: Beta-Carotin, Vitamin A und wertvolle Ballaststoffe machen sie zu einer gesunden Wahl für die kalte Jahreszeit. Die Kürbisexpertin weiß: „Darin sind so viele gute Nährstoffe enthalten und man stärkt sein Immunsystem für den Winter.“ Und das Rezept für die perfekte Suppe kennt sie natürlich auch.
Kürbissuppe im Herbst – ein vielseitiger Genuss
Die natürliche Süße des Kürbisses harmoniert generell wunderbar mit herzhaften Gewürzen wie Ingwer, Muskat oder Zimt und schafft ein Geschmackserlebnis, das sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistert. Auch ein Schuss Orangensaft kann eine Suppe abrunden. Ligges meint allerdings mit Blick auf die perfekte Kürbissuppe: „Weniger ist mehr.“
Die Wahl der richtigen Kürbissorte entscheidet maßgeblich über den Geschmack und die Konsistenz der Suppe. Hokkaido-Kürbis gilt als Klassiker, da seine Schale mitgegessen werden kann und er eine angenehm süßliche Note mitbringt. Butternut-Kürbis punktet mit seiner cremigen Textur und dem nussigen Aroma, während Muskat-Kürbis durch sein intensives, würziges Geschmacksprofil überzeugt. Für Expertin Ligges vom Kürbishof im Kamen gehört hingegen eine andere Sorte auf den ersten Platz.
„Mein Favorit“, sagt sie, „ist der Tetsukabuto“. Dieser zeichne sich durch einen intensiven Marroni-Geschmack aus, hat kartoffelige Noten, und sorgt dank Trick noch für ein echtes Geschmackshighlight – das Auge isst schließlich auch mit: „Man kann ihn mit Schale kochen und die Suppe wird dadurch grün.“
Die Zubereitung einer perfekten Kürbissuppe folgt einigen bewährten Grundregeln, die den Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich ausmachen. Das Rösten der Kürbisstücke im Ofen vor dem Kochen intensiviert das Aroma erheblich und verleiht der Suppe eine angenehme Karamellnote. Eine sorgfältig angeschwitzte Zwiebel-Basis mit frischem Ingwer bildet das aromatische Fundament, während die richtige Balance zwischen Brühe und Kokosmilch oder Sahne für die perfekte Konsistenz sorgt.
Nur reife Kürbisse kochen
Wichtig ist, dass der Kürbis vollreif ist – erkennbar an einem dumpfen Klang beim Klopfen und einer festen, matten Schale. Unreife Exemplare können wässrig schmecken und die gewünschte Cremigkeit vermissen lassen.
Das Geheimnis liegt im abschließenden Pürieren: Hier sollte man nicht sparen und die Suppe wirklich samtig-cremig mixen. Ein Spritzer Zitronensaft am Ende hebt die Aromen und verhindert, dass die Suppe zu schwer wirkt. So jedenfalls die landläufige Meinung. Expertin Ligges mag es einfacher: „Man benötigt nicht so viele Kürbisse – die haben doch ohnehin schon ihre eigenen Aromen. Mit dem richtigen Kürbis schmeckt jede Suppe.“