Farbenspiel im Herbst
„Indian Summer“ in NRW: Waldroute lohnt sich im Herbst besonders
Der Altweibersommer bringt gemütliche Tage und bunte Wälder. Im Sauerland warten einzigartige Wanderwege. Hier lädt die Natur zu einem malerischen Ausflug ein.
Hamm – Der Begriff „Indian Summer“ stammt ursprünglich aus Nordamerika und bezeichnet eine außergewöhnlich warme, trockene Wetterperiode im Spätherbst. Jetzt lockt diese besondere Phase des Herbstes wieder in die heimische Natur und bietet die Möglichkeit, einen malerischen Ausflug auf beliebten Waldrouten zu unternehmen.
In Deutschland kennen wir dieses Phänomen unter dem Namen „Altweibersommer“ – eine Bezeichnung, die auf das althochdeutsche Wort „weiben“ (weben) zurückgeht und sich auf die charakteristischen Spinnenfäden bezieht, die in dieser Zeit durch die Luft schweben. Diese meteorologische Besonderheit tritt typischerweise zwischen Mitte September und Ende Oktober auf, wenn eine stabile Hochdrucklage über Mitteleuropa für sonnige Tage und klare, kühle Nächte sorgt.
Indian Summer in NRW – ein farbenfrohes Spektakel
Wer das hautnah erleben will, muss in NRW nicht lange suchen: Das Sauerland bietet hervorragende Bedingungen für einen wunderschönen „Indian Summer“-Moment. Der „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ führt auf fast 250 Kilometern vom östlichen bis ins westliche Sauerland. Von Iserlohn bis Marsberg lässt sich hier die malerische Natur genießen.
Ab Warstein knüpft der Weg eine Schleife und teilt sich in Nord- und Südroute über Rüthen und Alme, oder über Olsberg, Brilon, Bestwig und entlang des Diemelsees weiter bis nach Marsberg. „Ob als Einzeletappe, mehrtägige Tour oder Rundwanderung – ein spektakuläres Erlebnis ist eine Wanderung auf der Sauerland-Waldroute allemal, bietet sie doch Wege durch alte Waldbestände und zu grandiosen Naturdenkmälern. Tiere, alte Sagen und Erzählungen und geheimnisvolle Plätze verbinden sich zu einem einzigartigen Erlebnis, das nur als zauberhaft mystisch bezeichnet werden kann“, heißt es auf der Seite.
Das spektakuläre Farbenspiel des Indian Summer entsteht dabei auch auf der Wanderroute im Sauerland durch komplexe biochemische Prozesse in den Blättern. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnen die Bäume, das grüne Chlorophyll abzubauen und die wertvollen Nährstoffe in Stamm und Wurzeln einzulagern. Dadurch kommen andere Farbstoffe zum Vorschein. Je kälter die Nächte werden, desto intensiver und schneller setzt diese Verfärbung ein – ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanzen vor dem nahenden Winter.
Der perfekte „Indian Summer“
Für einen besonders prächtigen „Indian Summer“ braucht es spezielle Wetterbedingungen: Warme, sonnige Tage mit Temperaturen um die 20 Grad und klare, kühle Nächte schaffen die perfekte Kombination.
Nordrhein-Westfalen bietet dabei generell mit seinen vielfältigen Landschaften ideale Voraussetzungen für ein beeindruckendes Indian Summer-Erlebnis. Nicht nur das Sauerland, sondern beispielsweise auch die Eifel und das Bergische Land verwandeln sich im Herbst in wahre Farbspektakel. Die dichten Mischwälder dieser Regionen mit ihren unterschiedlichen Baumarten – von Buchen und Eichen bis hin zu Ahornbäumen – sorgen für eine besonders vielfältige Farbpalette. Selbst in städtischen Gebieten wie dem Ruhrgebiet zeigen sich die Parks und Wälder von ihrer schönsten herbstlichen Seite.



