Tolle Tipps
Indian Summer: Die fünf schönsten Herbstwanderungen im Wald in NRW
Der Herbst sorgt in den Wäldern für schöne Farben – auch in NRW. Wenn auch noch das Wetter mitspielt, lockt ein „Indian Summer“ in die Natur.
Hamm – Den Herbst verbinden die meisten Menschen wohl mit bunten Blättern. Auf den Gehwegen und Straßen liegen sie zuhauf, viele hängen auch noch an den Bäumen und färben ganze Wälder wunderschön ein. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, zieht es nicht nur Naturfreunde nach draußen an die frische Luft. Den Herbst in seiner ganzen Farbenpracht erleben – das wollen viele.
Indian Summer in NRW: Wenn das Wetter mit dem Herbst zusammenspielt
Immer häufiger fällt dann auch der Begriff „Indian Summer“ in diesem Zusammenhang. Einfach gesagt, beschreibt dieses Wort den Herbstanfang bei milden Temperaturen. Er hat auch fürs Auge einiges zu bieten. „Besonders schön ist der Farbrausch im September und Oktober, wenn eine beständige Hochdrucklage über Mitteleuropa für eher trockene und warme Tage sowie klare und kühle Nächte sorgt“, erklärt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW.
Neben den bunten Blättern in dieser spätsommerlichen Zeit sei demnach besonders schön zu beobachten: „Durch den Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht bilden sich viel Tau und Nebel, der sich als Wassertropfen in vielen Spinnennetzen fängt. Daher auch der in Deutschland bekannte Name „Altweibersommer“, der auf das altdeutsche Wort ‚weiben‘ (weben) zurückzuführen ist.“
Die fünf schönsten Herbstwanderungen im Wald
Wer das alles nun unbedingt mit eigenen Augen erleben möchte, für den haben wir die fünf schönsten Herbstwanderungen im „Indian Summer“ in Nordrhein-Westfalen herausgesucht:
- Nationalpark Eifel: Immer eine Reise wert. Hier können Sie die Natur in Nordrhein-Westfalen in vollen Zügen genießen. Der wa.de-Tipp: Das Nationalpark-Zentrum mitten im Nationalpark Eifel beherbergt die Ausstellung „Wildnis(t)räume“. Ein, nach eigenen Angaben, „interaktives Erlebnis für Jung und Alt“. In der Erlebnisausstellung können Sie, so teilt es der Nationalpark Eifel mit, „an modernen Stationen mit allen Sinnen forschen und begreifen, was Natur und Wildnis heißt. Die große Ausstellung bietet Stationen zum Ausprobieren und Spielen, Anfassen, Schnuppern und Lauschen.“
- Hohenstein in Witten: Ein echter Geheimtipp. An seiner höchsten Stelle ist der Hohenstein, ein Berg mitten im Ruhrtal, 165,7 Meter hoch. Der wa.de-Tipp: Auf ihm thront das Berger Denkmal, das frei und kostenlos für Besucher zugänglich ist. Herbstwanderer können das Denkmal über mehrere Wanderwege auf dem Hohenstein erreichen. Um den Turm herum gibt es ein Plateau, von dem aus sich Besuchern ein Blick über weite Teile des Ruhrgebiets bietet. Einen noch besseren Ausblick erhält man von der Turmspitze des Berger-Denkmals, die ebenfalls besichtigt werden kann.
- Kreis Siegen-Wittgenstein: Der Allrounder für alle Wald-Liebhaber. In Südosten von NRW liegt dieser Landkreis, der zu 70 Prozent mit Wald bedeckt ist. Der Kreis umfasst insgesamt eine Fläche von 115.000 Hektar. Laut Regionalforstamt sind es rund 80.000 Hektar Wald. Der wa.de-Tipp: Einfach genießen, hier findet sich ein Stück Wald für jedermann – schließlich ist Siegen-Wittgenstein Deutschlands waldreichster Landkreis.
- Waldgebiet Haard: Urzeitlicher Wanderspaß. Hier streiften einst Dinosaurier durch den Wald. Die Haard hat eine Fläche von 5500 Hektar und gehört zum Naturpark Hohe Mark. Nördlich der Haard liegt Haltern am See, im Westen grenzt sie an Marl und im Süden an Recklinghausen und Oer-Erkenschwick. Der wa.de-Tipp: Auf zwei der insgesamt 16 Berge in dem Waldgebiet gibt es Aussichtsplattformen, die auch als Feuerwachtürme dienen.
- Schellenberger Wald in Essen: Rundwanderweg mit Seeblick. Nördlich vom Essener Baldeneysee, dem größten Stausee des Ruhrgebiets, können Wanderer im Schellenberger Wald wandern gehen. Dort führt der Rundweg auf fast zehn Kilometern entlang von Bäumen an der Villa Hügel vorbei. An einigen Stellen entlang des Weges durch den Schellenberger Wald gibt es gute Ausblicke auf den Baldeneysee. Der wa.de-Tipp: Unbedingt sollten Naturliebhaber auch andere Wanderwege im Ruhrgebiet ausprobieren.
Wälder in NRW haben im Herbst einiges zu bieten
Diese fünf Tipps für Herbstwanderungen in NRW sind natürlich nur eine kleine Auswahl. Das Land hat selbstverständlich noch viel mehr zu bieten. Nicht überall färben sich die Blätter auch gleich schnell und gleich bunt. Expeditionsfreude ist angesagt – der Herbst hält schließlich überall Einzug und hat in jedem Wald seinen ganz eigenen Charme. Gehen Sie raus an die Luft und entdecken Sie die bunte Vielfalt.
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