Im Ennepe-Ruhr-Kreis

Mystischer Wald liegt mitten im Ruhrgebiet

Im Waldgebiet Hohenstein bei Witten gibt es einiges zu entdecken. Der bewaldete Hügel samt Streichelzoo und Denkmal ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Witten – Schon der Name klingt märchenhaft: Hohenstein in Witten ist ein alter Wald im Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW) und beliebtes Ausflugsziel. Hier gibt es alles, was das Entdeckerherz begehrt: schroffe Felswände, ein alter Turm mit besonderer Aussicht, wilde Tiere und ein altes Gebäude, das manche Wittener als Tempel bezeichnen.

Waldgebiet Hohenstein in Witten liegt auf einem Hügel

Hohenstein beschreibt die Anhöhe, auf der sich das Waldgebiet erstreckt. Sie ist über hundert Meter hoch. Von dort haben Besucherinnen und Besucher eine gute Aussicht über das Ruhrtal. Ganz oben geht es noch einmal 20 Meter höher. Dort steht nämlich ein alter Turm, das sogenannte Berger-Denkmal, das im Jahr 1902 für den Wittener Industriellen Louis Constanz Berger gebaut wurde. Das Denkmal erinnert ein wenig an einen alten Feuerturm, wie er etwa in Essen zu sehen ist.

Das Berger-Denkmal steht ganz oben auf dem Hohenstein in Witten.

Nach Informationen des Stadtmarketings Witten wurde das Berger-Denkmal aus Ruhrsandsteinquadern und nach einer besonderen Bauart errichtet: dem wilhelminischen Monumentalstil. Uralte Burgruinen kann man übrigens in Dortmund besichtigen, auch dort hat man eine gute Sicht auf die Ruhr.

Wildgehege und Streichelzoo auf dem Hohenstein in Witten

Wer gerne wandert und sich auf verwunschenen Wegen bewegt, wird auf dem Hohenstein fündig. Dort gibt es ein dichtes Wegenetz mit unterschiedlichen Wanderrouten. Eine Strecke verbindet etwa das Berger-Denkmal mit dem Wildgehege auf dem Hohenstein, wo Wildschweine und Rehe leben.

Im Wildgehege in Hohenstein leben auch Wildschweine.

Auf dem Weg dorthin liegt ein besonderer Ort: ein achtförmiger Steinpavillon mit einem geschwungenen Dach. Der wurde vor über hundert Jahren, im Jahr 1916 zu Ehren des ehemaligen Bürgermeisters von Witten, Gustav Haarmann, sowie dessen Bruder gebaut. Die Menschen in Witten nennen den Pavillon deswegen auch „Haarsmannstempel“.

Ein alter Steinpavillon steht im Waldgebiet Hohenstein in Witten.

Spaß für Groß und Klein im Streichelzoo und auf dem Wasserspielplatz

Neben wilden Tieren und Bauwerken für Verstorbene gibt es auf dem Hohenstein aber auch noch Angebote, die etwas mehr Nähe zulassen. Den Streichelzoo zum Beispiel. Da leben Schafe und Ziegen, die gefüttert und gestreichelt werden dürfen. Auch Meerschweinchen, Kaninchen, Hängebauchschweine, Hühner und Pfauen sind dort zu Hause.

Waldgebiet Hohenstein in Witten

► Das Waldgebiet Hohenstein liegt im Süden des Wittener Stadtgebiets.

► Neben Wanderwegen, einem Wildgehege und einem Streichelzoo können Interessierte dort unter anderem das Berger-Denkmal und einen alten Pavillon besichtigen, der auch Haarmannstempel genannt wird.

► Das Waldgebiet Hohenstein kann das ganze Jahr besichtigt werden.

Folgt man vom Streichelzoo dem Borbach, der durch das Waldgebiet am Hohenstein fließt, gelangt man zum sogenannten Hammerteich unterhalb des Hügels. Dort wird der Bach gestaut, ein kleiner See ist entstanden. Im Sommer schwimmen dort Enten auf dem Teich, im Winter gibt es dort eine Art Lichterfest mit Musik und kleinen Laternen. Einen malerischen See, der an Schweden erinnert, liegt übrigens auch in Bottrop.

Das Berger-Denkmal ist eines der Wahrzeichen im Waldgebiet Hohenstein.

Das Waldgebiet am Hohenstein liegt direkt im Süden von Witten, direkt oberhalb der Ruhr. Für viele Menschen in der Region ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Seit Mai 2023 gibt es dort auch einen Wasserspielplatz für Kinder. (ebu)

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/imago

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