Nicht das erste Mal
Youtuber bricht bin Freizeitpark ein – Fans sollen Ziel für nächsten Einbruch wählen
Ein Youtuber filmte sich für ein Video beim Einbruch in einen beliebten Freizeitpark in den Niederlanden. Es war nicht der erste illegale Besuch.
Hamm – Im „Toverland“, einem Freizeitpark im niederländischen Sevenum bei Venlo, sorgte jüngst ein Video für Aufregung. Dieses zeigt den Youtuber „Yung Jamie“ bei einem nächtlichen Einbruch in den Park. Dabei spaziert er unter anderem durch die menschenleeren Gassen der Themenbereiche Avalon, Ithaka und Port Laguna, spielt eine Runde an einem Greifautomaten und nimmt ein Bad in einem Wasserbecken.
Youtuber bricht in Freizeitpark ein – Fans sollen nächstes Einbruchsziel wählen
Doch damit nicht genug mit den kuriosen Szenen. An der Holzachterbahn „Troy“ bereitet er mithilfe eines Sandwichtoasters ein Brot zu und verspeist es in aller Ruhe, während er zu seinen Zuschauern spricht. Szenen wie diese verdeutlichen: Es war nicht der erste illegale, nächtliche Freizeitparkbesuch des Belgiers.
Auch in seiner Heimat war er zuvor bereits in mehrere Parks eingebrochen, unter anderem in den Tier- und Vergnügungspark „Bellewaerde“ und das „Plopsaland De Panne“ nahe der französischen Grenze. Beide Parks hatten in der Vergangenheit angekündigt, gegen den das Handeln des Youtubers vorgehen zu wollen.
„Wir machen eine Europa-Tour“: Fans sollen über nächsten Einbruch entscheiden
Allerdings sorgte die Drohung nicht für den gewünschten Abschreckungseffekt. Stattdessen nahm der Wiederholungstäter dies zum Anlass, von nun an in Freizeitparks außerhalb seines Heimatlandes einzubrechen. „In Belgien habe ich Hausverbot, also muss ich meinen Horizont erweitern“, erklärt er in diesem Zusammenhang in dem Video auf Englisch.
Seine Zuschauer sollten ihm in den Kommentaren unter dem Video zudem weitere Vorschläge zukommen lassen, in welchen Park er als Nächstes einbrechen soll: „Wir machen eine Europa-Tour, also vielleicht Deutschland, Frankreich und eventuell noch einer in den Niederlanden. Lasst es mich einfach wissen.“ Somit dürfte der Einbruch ins Toverland nicht der letzte bleiben.
Harte Kritik in Youtube-Kommentaren: Zuschauer fordern Konsequenzen
Während in den Youtube-Kommentaren zahlreiche Vorschläge eingingen, welchem Freizeitpark der Belgier einen unerwünschten Besuch abstatten könnte, darunter etwa das Disneyland Paris oder der Freizeitpark Efteling, stieß das Video längst nicht nur auf positive Resonanz. So fragt ein Zuschauer: „Tut mir leid, aber habt ihr nichts Besseres mit eurem Leben anzufangen als diese sinnlosen Aktionen?“ Ein weiterer bemerkt sarkastisch: „Bro filmt sich selbst bei einem Verbrechen, er ist so schlau.“
Andere Kommentarschreiber äußerten wiederum den Wunsch nach Konsequenzen für die illegalen Einbrüche. „Mistkerle. Ich hoffe, ihr bekommt eine saftige Geldstrafe und hoffe, andere Parks folgen mit einem Parkverbot“, schreibt einer von ihnen. Und zum Teil wurde dieser Wunsch bereits Realität.
Denn nachdem das Toverland auf das Video des Youtubers aufmerksam geworden war, kündigte der Park nun an, Anzeige gegen Yung Jamie erstatten zu wollen. Zudem erhielt er ein fünfjähriges Parkverbot. Auch ein Video des deutschen Youtubers „CanBroke“ sorgte für harsche Kritik. Er filmte sich während der Fahrt auf Achterbahnen im Phantasialand.
Freizeitpark-Enthusiasten aus NRW dürfen sich außerdem bald über eine weitere Alternative freuen. Karls Erlebnisdorf erfreut sich an diversen Orten in Deutschland großer Beliebtheit. Nun ist offiziell, wann auch der erste Park in Nordrhein-Westfalen eröffnet werden soll.
Rubriklistenbild: © Toverland
