Schulbus in Unfall verwickelt

Winterchaos in NRW: Mehrere Glätte-Unfälle aufgrund des Wetters – explizite Warnung

Frost und Schnee führten zu zahlreichen Unfällen in NRW. Ein Auto landete sogar auf dem Dach. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter.

Die anhaltenden frostigen Temperaturen und Schneefälle haben am Donnerstagmorgen, 29. Januar, in Nordrhein-Westfalen zu einem Verkehrschaos geführt. In Teilen des Landes kam es vermehrt zu Unfällen. Allein in zwei Kreisen registrierte die Polizei bis 8.30 Uhr mehr als 25 witterungsbedingte Unfälle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor anhaltender Glättegefahr bis ins Wochenende.

Die Straße war ziemlich glatt in Beckum – die Folge war ein Unfall.

Den Schwerpunkt bildete der Kreis Siegen-Wittgenstein, wo einsetzender Schneefall im Berufsverkehr zu über 15 Karambolagen führte. Besonders dramatisch: Auf der Landstraße L 907 zwischen Rinsdorf und Eisern war ein Schulbus in einen Unfall verwickelt. Glücklicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt keine Kinder in dem Fahrzeug, dennoch soll es nach bisherigen Erkenntnissen Verletzte gegeben haben.

Schnee und Alkohol – 26-Jähriger verunglückt schwer

Dass Schnee und Alkohol eine besonders gefährliche Kombination sind, musste außerdem ein 26-jähriger Autofahrer auf der L 717 erfahren. Der junge Mann war gegen 5.30 Uhr auf der Gefällestrecke Richtung Laibach in einer Linkskurve von der schneebedeckten Straße abgekommen. Sein Fiesta rutschte mehr als 30 Meter durch einen Graben und landete auf dem Dach. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass der Fahrer mit über 1,2 Promille unter Alkoholeinfluss stand.

Auch im Kreis Warendorf sorgte die Straßenglätte zwischen 5 und 8.30 Uhr für zehn Verkehrsunfälle. Während es meist bei Blechschäden blieb, wurde bei einem Unfall auf der B 475 eine Person leicht verletzt.

Wintereinbruch mit ganz viel Schnee in NRW – so schön war der Jahresstart 2026

Zum Jahresbeginn startet auch der Winter in NRW direkt richtig durch. In vielen Teilen des Landes ist es weiß. Der Schnee lockt zahlreiche Menschen nach draußen.
Zum Jahresbeginn startet auch der Winter in NRW direkt richtig durch. In vielen Teilen des Landes ist es weiß. Der Schnee lockt zahlreiche Menschen nach draußen.
Zum Jahresbeginn startet auch der Winter in NRW direkt richtig durch. In vielen Teilen des Landes ist es weiß. Der Schnee lockt zahlreiche Menschen nach draußen.
Zum Jahresbeginn startet auch der Winter in NRW direkt richtig durch. In vielen Teilen des Landes ist es weiß. Der Schnee lockt zahlreiche Menschen nach draußen.
Wintereinbruch mit ganz viel Schnee in NRW – so schön war der Jahresstart 2026

Bereits am Mittwochabend war es zudem auf dem Lippweg in Beckum zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eine junge Frau war dort gegen 23 Uhr mit ihrem Auto auf dem Lippweg in Richtung B58 unterwegs. In einer Linkskurve kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab, dabei rutschte das Fahrzeug in den Straßengraben – die Fahrerin blieb glücklicherweise aber unverletzt. Das Auto wurde bei dem Unfall beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Lippweg war zum Unfallzeitpunkt stellenweise sehr glatt, Besonders im Bereich der Brücke zur B 58 machten der Schneematsch und die kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt die Strecke schwer befahrbar, wie unser Reporter vor Ort berichtet.

Laut Deutschem Wetterdienst ist das Winterwetter noch nicht vorbei. Atlantische Tiefdruckgebiete sorgen weiterhin für die Zufuhr feuchter Luft nach NRW. Im Laufe des Donnerstags wird im Tagesverlauf weiterhin leichter Schneefall mit 1 bis 3 Zentimetern Neuschnee erwartet, im östlichen Bergland sogar etwas mehr. Dabei besteht anhaltende Glättegefahr – im Rheinland lässt der Schneefall allerdings rasch nach oder geht in Sprühregen über.

In der kommenden Nacht bleibt es gefährlich: Östlich des Rheins wird weiterhin leichter Schneefall erwartet, der im Laufe der Nacht nach Nordosten abzieht. Dabei sind nochmals geringe Schneemengen möglich, im Nordosten und Osten bis zu 3 Zentimeter Neuschnee. Die Glättegefahr durch Schnee oder überfrierende Nässe bleibt bestehen.

Gefrierender Regen droht – Polizei appelliert an Fahrer

Verschärfend wirken die Temperaturen: Bis zum Vormittag herrscht verbreitet leichter Frost zwischen 0 und -2 Grad, im Hochsauerland sogar um -5 Grad. Tagsüber bleibt es östlich des Teutoburger Waldes und in den höheren Lagen der Mittelgebirge bei Dauerfrost um -1 Grad, auf dem Kahlen Asten bei -4 Grad.

Auch das Wochenende bringt keine vollständige Entspannung. Am Samstag sowie in der Nacht zu Sonntag können im Nordosten und im Bergland gefrierender Regen oder Schnee für erneute Glättegefahr sorgen. Besonders kritisch wird die Nacht zum Montag: Dann droht im Osten und im Bergland wieder Schnee bei Temperaturen bis -4 Grad im Hochsauerland.

Neben den Unfällen bereiten festgefahrene Fahrzeuge an Steigungsstrecken zusätzliche Probleme. Die Polizei appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, ausreichend Fahrzeit einzuplanen und die Geschwindigkeit den winterlichen Straßenverhältnissen anzupassen. Die Polizisten warnen explizit: „Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen an, halten Sie genügend Abstand und bremsen Sie frühzeitig.“ Angesichts der Wetterprognose dürfte dieser Appell auch in den kommenden Tagen aktuell bleiben.

Rubriklistenbild: © Max Lametz

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