Wetter in NRW

Markante Wärmephase zieht durch NRW – Wetter-Wechsel bringt Frühlingsgefühle

Ein Temperatursprung von bis zu zehn Grad innerhalb weniger Tage – was sich derzeit über NRW zusammenbraut, hat mit klassischem Spätwinter nur noch wenig zu tun.

Statt Höchstwerten zwischen fünf und zehn Grad, wie sie Ende Februar üblich sind, rücken vielerorts 15 bis knapp 20 Grad in Reichweite. Lokal sind sogar über 20 Grad möglich. Die Wetter-Prognose hat es in sich.

Narzissen blühen doppelt so üppig – mit diesem simplen Trick aus der Gärtnerei Teaser: Narzissen gehören zum Frühling wie kaum eine andere Blume. Doch viele machen bei der Pflege einen entscheidenden Fehler (Symbolbild).

Besonders deutlich zeigt sich dieser Kontrast in Nordrhein-Westfalen. Dort ziehen immer wieder atlantische Tiefausläufer durch und lenken sehr milde Luft nach Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Noch dominieren Wolken, Schauer und kräftiger Wind das Bild. Böen bis 60 km/h, in Hochlagen und bei Schauern sogar bis 70 km/h, begleiten die Wetterumstellung. Vereinzelt sind im Norden kurze Gewitter mit Graupel möglich. Die Höchstwerte liegen laut den Experten zunächst bei 10 bis 13 Grad, im Bergland darunter.

Südlicher Wind bringt milde Temperaturen nach NRW

Doch hinter dieser windigen Übergangsphase wartet der eigentliche Wetterumschwung. Bereits zur Wochenmitte steigen die Temperaturen deutlich an: Am Mittwoch werden in NRW laut DWD verbreitet 16 bis 19 Grad erwartet, im Hochsauerland um 13 Grad. Auch am Donnerstag bleibt es ungewöhnlich mild mit ähnlichen Werten. Was jetzt ansteht, ist weniger ein einzelner Ausreißer nach oben, sondern eine mehrtägige Wärmephase – und genau das macht die Lage bemerkenswert.

Wetterexperte Niklas Weise weiß, woher das erste Frühlingshoch kommt: „Die Großwetterlage stellt sich etwas um, die Windrichtung ändert sich von westlichen Winden in südliche Winde. Das hängt mit einem Tief über den britischen Inseln und dem Atlantik zusammen. Und so kommt aus Südwesteuropa richtig milde Luft zu uns“, erklärt er im Gespräch mit wa.de. In Frankreich würden daher bis zu 25 Grad erreicht, in Deutschland klettern die Temperaturen auf bis zu 19 Grad. Zugleich nimmt die Sonneneinstrahlung Ende Februar spürbar zu. Die Tage sind länger, die Sonne gewinnt an Kraft – milde Luftmassen können sich dadurch schneller durchsetzen und höhere Werte erreichen.

Meteorologisch ist das keine „Hitzewelle“ – dieser Begriff bleibt dem Sommer vorbehalten. Dennoch bewegt sich die aktuelle Entwicklung klar im oberen Bereich dessen, was statistisch im Spätwinter möglich ist. Über 20 Grad wurden zwar auch in früheren Jahren schon gemessen, meist jedoch punktuell und nicht über mehrere Tage hinweg. Aber: „Es ist für Ende Februar nichts Ungewöhnliches, dass der erste Frühlingshauch kommt“, so Weise.

Wetter in NRW: Frost, Glätte, Schnee sind erstmal Geschichte

Das Ergebnis ist ein Wettergefühl, das eher an einen frühen April erinnert als an die Zielgerade des Winters. Zwischen Regenschauern, auffrischendem Wind und kurzen Auflockerungen entsteht eine Mischung, die typisch für den Übergang ist – nur eben auf einem deutlich erhöhten Temperaturniveau.

Doch von Dauer ist der Temperatursprung erstmal nicht, erklärt der Wetterexperte: „Es ist nur eine Phase – wie häufig im Vorfrühling, mit kurzen Episoden.“ Zwar würde es Mittwoch und Donnerstag dann wärmer, aber bereits im Laufe des Nachmittags zieht der Himmel am Donnerstag wieder zu. „In Richtung Freitag und Samstag sind dann weitere Schauer möglich.“

Aber der Meteorologe kann beruhigen: „Es bleibt dann wechselhaft, aber insgesamt kehren wir nicht auf das Niveau mit den nasskalten Temperaturen zurück.“ Frost, Glätte, Schnee – laut Weise erst mal Geschichte. Der Frühling hält also langsam Einzug: „Das sind doch endlich mal gute Nachrichten vom Wetter“, so der Wetterexperte.

Rubriklistenbild: © Anthony Baggett/YAY Images/Imago

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