In Essen

Häufung von Masern-Infektionen – Gesundheitsamt mit wichtigem Hinweis

In Essen häuften sich zuletzt die Fälle von Maserninfektionen drastisch. Stadt und Gesundheitsamt appellieren jetzt an die Bevölkerung.

Essen – In einem Raum mit einer infizierten Person zu sein, kann schon reichen, um sich anzustecken. Wie das Gesundheitsamt aus Essen (NRW) mitteilt, gab es dort in den ersten beiden März-Wochen eine ungewöhnliche Häufung von Masern-Infektionen. Deswegen appelliert das dortige Gesundheitsamt jetzt an die Bevölkerung. In NRW hat es in diesem Jahr bereits einige Rekorde bei den Infektionen mit Masern gegeben.

Häufung von Maserninfektionen in Essen – Erkrankung kann schwere Folgen haben

Zwischen dem 29. Februar und dem 13. März hat es in Essen fünf bestätigte Fälle einer akuten Maserninfektion gegeben, berichtet die Stadt. Zum Vergleich: In 2024 hat es in NRW bis jetzt 27 gemeldete Fälle gegeben. Nach Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit kommt es in Deutschland immer wieder zu Masernausbrüchen, da weniger als 95 Prozent der Bevölkerung gegen die Krankheit geimpft sind.

Masern – Infektion und Symptome

Wie stecken sich Menschen mit Masern an? Das Virus wird über die Luft übertragen. Es reicht also schon, sich in einigen Metern Entfernung von einer erkrankten Person aufzuhalten oder einen Raum zu betreten, in dem sich vorher eine erkrankte Person aufgehalten hat.

Welche Symptome gibt es bei einer Maserninfektion? Die ersten Symptome sind unter anderem Fieber, Husten und Schnupfen. Im Krankheitsverlauf treten die typischen rot-braunen Flecken an der Hautoberfläche auf, beginnend an Gesicht und Ohren.

(Quellen: Stadt Essen/Robert-Koch-Institut)

Masern werden durch eine Infektion mit Viren aus ausgelöst und dürften „keinesfalls verharmlost werden“, heißt es bei der Stadt Essen. Demnach können bei etwa jeder zehnten Infektion Komplikationen auftreten. Dazu zählt unter anderem eine Entzündung des Gehirns, an der 20 Prozent der Betroffenen sterben. Weitere 20 bis 30 Prozent erleiden geistige Behinderungen und Lähmungen. Wie Forscher in einem Bericht in der Fachzeitschrift Science mitteilen, gibt es das Masernvirus bereits seit dem 6. Jahrhundert.

Gesundheitsamt appelliert an die Bürger der Stadt

Das Masern-Virus verbreitet sich über die Luft und ausschließlich von Mensch zu Mensch. Wer nicht ausreichend immunisiert ist, also Masern hatte oder geimpft ist, steckt sich bei Kontakt mit einem Erkrankten „fast immer“ an, berichtet die Stadt Essen. „Für die Ansteckung ist es bereits ausreichend, sich in einigen Metern Entfernung von einer erkrankten Person aufzuhalten oder einen Raum zu betreten, in dem sich zuvor eine erkrankte Person aufgehalten hat“, heißt es weiter.

Das Gesundheitsamt in Essen warnt vor zunehmenden Maserninfektionen. (Symbolbild)

Wer zuvor nicht an Masern erkrankt ist, kann sich durch eine Impfung von Masern schützen. Für einen vollständigen Schutz muss die zweimal erfolgen. Empfohlen wird die Impfung bereits im Säuglingsalter – einmal im Alter von 11 und einmal im Alter von 15 Monaten. Menschen, die vor 1972 geboren sind, gelten als immunisiert, berichtet die Stadt Essen.

Das Gesundheitsamt fordert angesichts der zunehmenden Fälle die Menschen auf, den eigenen Impfstatus und den ihrer Kinder zu überprüfen. Sie sollten fehlende Impfungen schnell nachholen, „um sich der Gefahr zu entziehen, sich bei noch unentdeckten Fällen einer akuten Maserninfektion anzustecken.“ (ebu)

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