Wetter-Prognose
Polarluft bringt Schnee und Glätte nach NRW – dann droht „Eisregen-Gefahr“
Das neue Jahr startet mit einem kurzen Wintereinbruch. Polarluft bringt Schnee nach NRW. Auch in tiefen Lagen könnten Flocken vom Himmel kommen. Es besteht Gefahr vor Eisregen und Glätte.
Hamm - Wenig überraschend gab es für die meisten Menschen in NRW kein weißes Weihnachten. Lediglich auf den höchsten Gipfeln im Bergland lag Schnee, der sich allerdings auch nicht allzu lange hielt. Nach einem eher milden Jahreswechsel mit Wind und Regen kündigt sich nun wieder ein kleiner Wintereinbruch an – der sogar in tiefen Lagen in NRW für Schnee sorgen könnte. Das Wetter wird am ersten Wochenende im neuen Jahr winterlich.
Polarluft bringt Schnee und Glätte nach NRW – dann droht „gefährlicher, gefrierender Regen“
„Mit einer nordwestlichen Strömung fließt kalte Meeresluft polaren Ursprungs nach Nordrhein-Westfalen und leitet einen etwas winterlicheren Wetterabschnitt ein“, erklären die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Mancherorts in NRW startete bereits der 2. Januar mit Schnee und Glätte. Oberhalb von 300 bis 400 Metern fielen teils dicke Flocken vom Himmel, vor allem in der Eifel.
Im Laufe des Donnerstags sanken die Temperaturen dann. Auch der Freitag begann mancherorts mit Schneeschauern. „Weiß wird es besonders im Sauerland und der Eifel“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net im Gespräch mit wa.de. Dort soll der Schnee bis Sonntagmorgen liegen bleiben. Wer also zum Ende der Weihnachtsferien in NRW etwa Rodeln gehen möchte, sollte sich ins Sauerland aufmachen. „Samstag auf Sonntagnacht kann es auch mal bis in tiefe Lagen Flocken geben.“
Seit Freitagmittag ziehen aus Norden wieder Schneeschauer auf, in tiefsten Lagen wird es regnen. „In der Nacht zum Samstag weiterhin gebietsweise leichter Schneefall, im Bergland nochmals vereinzelt um 2 cm Neuschnee. Im Flachland nur geringe Mengen. Trotzdem auch durch überfrierende Nässe, gebietsweise Glättegefahr“, fasst der DWD zusammen.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW




Samstag bleibt es zunächst trocken, bevor in der Nacht wieder Flocken vom Himmel fallen. Dominik Jung spricht von einer Schneefront, die am Samstagabend aus Frankreich über NRW hinwegzieht. Gute Nachrichten für die Skigebiete in NRW – und in Willingen, denn auch in Hessen werden Schnee und Glätte prognostiziert, berichtet HNA.de.
Auf den Wintereinbruch folgt „ein extremer Wechsel“ beim Wetter in NRW
Ein kurzer Wintereinbruch, denn am Sonntag, 5. Januar, wird es laut Dominik Jung „schlagartig“ wärmer. „Sonntagnachmittag bis 8 Grad am Rhein, Montag bis 14 oder 15 Grad am Rhein. Ein extremer Wechsel“, so der Meteorologe. Der Schnee werde somit schnell wieder weg sein. Die Schneehöhen-Berechnung zeige am Sonntagmorgen teils über 10 Zentimeter in NRW. „Morgenmorgen ist alles wieder weg“, so Jung.
Durch den abrupten Wetter-Wechsel könnte es am Sonntag vor allem im Bergland gefährlich werden auf den Straßen. Wenn sich der Niederschlag von Schnee in Regen umwandelt, ist laut DWD „kurzzeitig Glatteis durch gefrierenden Regen möglich“. Dominik Jung warnt ebenfalls von einer „erheblichen Straßenglätte“, mit der am Wochenende gerechnet werden muss. Am Sonntag wandle sich der Schnee in „gefährlichen, gefrierenden Regen“. „Also Eisregen-Gefahr“, so Jung.
In der neuen Woche steht NRW dann schnell der nächste Wetter-Wechsel bevor. „Ab Dienstag wieder kälter und neue Schneeschauer bis ganz runter. Es ist wirklich ein wildes hin und her“, sagt Dominik Jung. Ob der Schnee im Tiefland jedoch liegen bleibt, hält der Meteorologe für fraglich. „Unterhalb 300 bis 400 Metern ist es meist nur nasskalt um 1 bis 3 Grad über 0. Da hält sich das bisschen Schnee nicht lange.“
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