„Gerupftes Mäuschen“

Vieby wurde von Artgenossen gemobbt – jetzt sucht der Nymphensittich ein Zuhause

Vieby sucht ein neues Zuhause. Der Nymphensittich war zuvor von seinen Artgenossen gemobbt worden, seine Besitzerin ist tot.

Bottrop – Vieby ist ein ziemlich „gerupftes Mäuschen“, schreibt das Tierheim Bottrop auf Facebook. Und das sieht man deutlich. An einigen Körperstellen fehlt ihr das Gefieder. Kürzlich musste die Nymphensittich-Dame aus einer Gruppe mit Artgenossen herausgenommen werden. Die anderen Vögel hatten sie dort nämlich gemobbt. In NRW gibt es einige exotische und auch wildlebende Vögel, darunter die grünen Nymphensittiche, die kürzlich auch in Mülheim an der Ruhr gesichtet wurden.

Tierheim Bottrop vermittelt gemobbten Nymphensittich

Wie genau Vieby in ihre missliche Lage gekommen ist, lässt sich nicht genau nachverfolgen. Wie eine Sprecherin des Tierheims im Gespräch mit wa.de mitteilt, war sie erst wohl erst kürzlich zu den drei anderen Vögeln hinzugezogen. Deren Besitzerin, die Auskünfte zu Vieby Herkunft hätte geben können, war dann aber plötzlich verstorben.

Nymphensittich Vieby erholt sich vom Mobbing durch ihre Artgenossen.
Name:Nymphensittich
Spitzname:Nymphies
Lebenserwartung:Bis zu 25 Jahre
Länge:30 bis 35 Zentimeter (ausgewachsen)
Gewicht:70 bis 120 Gramm (ausgewachsen)
Nahrung:Körner, Samen, Gemüse, Obst

Und so musste das Tierheim erst einmal eingreifen und Vieby aus der Gruppe herausholen. Durch das Mobbing hatte sie Teile ihres Gefieders verloren. „Sie kann ihre Artgenossen noch hören, aber sitzt jetzt in einem eigenen Käfig“, so die Sprecherin. Bis ihr Gefieder wieder nachwächst, wird es noch eine Weile dauern, berichtet das Tierheim in Bottrop.

Zuletzt hatte es einige Berichte über das Schicksal von Sittichen gegeben. So fand die Polizei in Herne Mitte November ein Nymphensittichpaar durchnässt in einem Park, in Köln musste ein Wellensittich sogar festgenommen werden.

Vieby erholt sich nach Mobbing durch Artgenossen

Auf der Website wird Vieby gerade zur Vermittlung angeboten. Der Vogel sei „recht scheu und wird schnell panisch“, heißt es in der Beschreibung. Der Stress hat dem Vieby zugesetzt, sie sei sehr gerupft. „Aber mittlerweile wächst und gedeiht sie“, so die Sprecherin. Das Tierheim sucht jetzt ein artgerechtes Zuhause für Vieby, „indem sie in Frieden leben kann.“ Vieby ist relativ klein, hat gelbe und graue Feder. Sie ist nicht kastriert und kann auch mal ein paar Stunden alleine bleiben. (ebu)

Rubriklistenbild: © Tierheim Bottrop

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