Tornados
Kampfjets im Tiefflug über NRW: „Könnte zu erhöhten Lärmpegeln führen“
Wer derzeit Kampfjets der Bundeswehr über NRW sieht, muss sich keine Sorgen machen: Es handelt sich um eine Übung. Bei Paderborn läuft ein großes NATO-Manöver.
Hamm – Der schreckliche Krieg in der Ukraine, ausgelöst durch den barbarischen Angriff Russlands, erreicht NRW nicht nur in Form von Bildern, Nachrichten und geflüchteten Opfern. Das Militär ist plötzlich auch wieder verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung gerückt – nicht erst seit der Lieferung von deutschen Leopard-Panzern ins Kriegsgebiet. Seit Dienstag, 9. Mai, läuft eine große Übung der NATO in der Senne bei Paderborn. Bis zum 19. Mai soll das Manöver gehen, an dem 1.400 Soldaten eines Gefechtsverbandes teilnehmen, wie die zuständige NATO Forward Holding Base mitteilte. Die Bevölkerung wird davon einiges mitbekommen.
Größes Manöver bei Paderborn: Die NATO probt in NRW den Ernstfall
Wie das Westfalenblatt berichtet, müssen sich Anwohner während dieser besagten Übung auf mehr Lärm einstellen rund um Paderborn. Neben Schützen- und Kampfpanzern sind nämlich auch an vier Tagen vier Kampfjets der Bundeswehr vom Typ Tornado im Tiefflug über der Senne unterwegs. Erst unlängst hatten zwei Jets über NRW die Schallmauer durchbrochen – da hat einen lauten Knall verursacht. Unter anderem bei Münster sind derzeit zudem auch tieffliegende Kampfhubschrauber vom Typ Apache zu beobachten.
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Ziel der Militärübung sei es, sich auf einen NATO-Einsatz in den Baltischen Staaten – der sogenannten Ostflanke – vorzubereiten, heißt es in der Ankündigung des britischen Militärs. In Zuge dessen dürften auch Schüsse im Umkreis des Truppenübungsplatzes Sennelager zu hören sein – die Soldaten schießen auf den Schießständen mit scharfer Munition. „Dies könnte zu erhöhten Lärmpegeln führen, obwohl das Britische Militär sich bemühen wird, die Lärmbelästigung zu begrenzen“, heißt es demnach.
Tieffliegende Kampfjets vom Typ Tornado sind am Himmel in NRW zu sehen
Aufgrund von Truppenbewegungen während der Dunkelheit werden laut Bericht die Durchfahrtsstraßen der Senne für die gesamte Dauer dieser Übung geschlossen. Tieffliegende Kampfjets der Bundeswehr sollen zu folgenden Zeiten simulierte Angriffe üben:
- Dienstag (9. Mai) von 10 bis 11 Uhr sowie 14.30 bis 15.30 Uhr
- Mittwoch (10. Mai) von 10 bis 11 Uhr sowie 14.30 bis 15.30
- Dienstag (16. Mai) von 9.30 bis 10.30 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr
- Mittwoch (17. Mai) von 9.30 bis 10.30 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr
Es ist nicht das erste Manöver auf dem britischen NATO-Übungsplatz bei Paderborn-Sennelager. Im Oktober vergangenen Jahres sowie Anfang dieses Jahres fanden bereits Übungen statt. Beim Manöver „Cerberus“ wurde von Ende Oktober bis Anfang November die Logistikkette verschiedener NATO-Streitkräfte getestet. Auf den Straßen sah man zu dieser Zeit viel militärisches Gerät sowie Truppen, die in Richtung Ostwestfalen marschierten
„.Im Januar kam es dann zuletzt zu einer dreiwöchigen Militärübung, bei der sich 1.400 Soldatinnen und Soldaten, also die gleiche Zahl wie bei der jetzigen Übung, auf einen möglichen Nato-Einsatz in den baltischen Staaten vorbereiteten“, heißt es zudem noch in dem Bericht.
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