Tierschicksal

„Darf nicht ungestraft bleiben“ – Tierheim hat bösen Verdacht bei ausgesetztem Hund

Einige wünschen sich nichts mehr, als einen Hund zu besitzen. Manche Hundehalter hingegen wollen ihr Haustier loswerden. Das musste auch Filou spüren.

Köln - Wenn sich Hundebesitzer nicht mehr um ihre Vierbeiner kümmern wollen, werden die Tiere schnell ausgesetzt. Hündin Milli wurde beispielsweise in einem Karton ausgesetzt. Hilde wurde im Wald zurückgelassen. Ein ähnliches Schicksal teilt auch Hund Filou. Laut eines ersten Facebook-Postings sei der Rüde angeblich in der Nähe des Tierheims in Köln-Dellbrück angebunden gewesen sein. Doch dahinter steckt mehr. Die Tierschützer haben eine böse Vermutung.

Tierheim hat bösen Verdacht bei ausgesetztem Hund – „So etwas darf nicht ungestraft bleiben“

Wenige Tage nach dem ersten Facebook-Posting zu Hund Filou meldet sich das Tierheim auf der Plattform erneut zu Wort. Zeugen hätten den Tierschützern bestätigt, dass der angeblich ausgesetzte Hund in Wahrheit den vermeintlichen Findern gehören würde. Diese hätten laut Tierheim Köln-Dellbrück zwar eine falsche Telefonnummer und Adresse hinterlassen, die richtigen Informationen könnten die Tierschützer allerdings schnell herausfinden. Auch konnten sie feststellen, dass der Hund eigentlich Thyson hieß.

Hund Filou lebt nun im Tierheim Köln-Dellbrück.

Die Kommentare unter dem Facebook-Posting zeigen, dass die Facebook-Nutzer kein Verständnis für die ehemaligen Besitzer aufbringen können: „So etwas darf nicht ungestraft bleiben“ und „Manche Menschen kann man einfach nicht verstehen“, heißt es dort. Andere sehen den Vorfall aber auch als Chance für den Hund Filou: „Dem Hund geht es jetzt besser, das ist alles, was zählt. Nicht zurück, sondern nach vorne schauen.“

Ein Einzelfall ist das jedoch nicht. „Das passiert immer wieder und oft kommt durch unsere Veröffentlichung in den Sozialen Medien die Wahrheit ans Licht“, so Sylvia Hemmerling vom Kölner Tierheim im Gespräch mit wa.de. Einige Tiere würden also unter falschem Vorwand abgegeben.

Filou „kennt nicht viel von der Welt“

Der vier Jahre alte Hund sucht nun ein neues Zuhause, zu seinen ehemaligen Besitzern wird er nicht zurückkehren. Vorher wird er aber erst untersucht und soll sich in Ruhe im Tierheim einleben. Hund Filou, vermutlich ein Presa-Canario-Mix, wird von Tierschützerin Sylvia Hemmerling als lieb und ungestüm beschrieben. Er „kennt nicht viel von der Welt“. Neue Besitzer sollten am besten schon Erfahrung mit Hunden gesammelt haben.

Auch Schäferhund Baghira lebt derzeit im Tierheim und sucht neue Besitzer.

Rubriklistenbild: © Tierheim Köln-Dellbrück

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