Warnung gilt auch am Sonntag
Glatteis überrascht Menschen in NRW: Zahlreiche Unfälle auf spiegelglatten Straßen
In Teilen von NRW sorgte Glatteis am Samstagabend sehr plötzlich für gefährliche Straßenverhältnisse. Noch bis Sonntagvormittag warnt der DWD vor gefrierendem Regen.
Hamm - Viele Autofahrer und auch Fußgänger sind am Samstag, 27. Dezember, von Glatteis auf den Straßen und Bürgersteigen überrascht worden. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt setzte am frühen Abend Sprühregen ein, der mancherorts gefrierend vom Himmel kam. In kurzer Zeit hatte sich so eine dünne Eisschicht gebildet. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Auch am Sonntag muss mit Glätte gerechnet werden, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).
Besonders betroffen war der (Nord-)Osten von NRW. Im Kreis Minden-Lübbecke registrierte die Polizei-Leitstelle am Samstag zwischen 11 und 21 Uhr insgesamt 16 witterungsbedingte Unfälle. In den meisten Fällen blieb es glücklicherweise bei Blechschäden, es gab aber auch Verletzte. Auch im Kreis Soest kam es zu mehreren Glätte-bedingten Unfällen. Ein Sprecher der Soester Polizeileitstelle warnte eindringlich: „Fahrten, die nicht zwingend erforderlich sind, sollte man auf die nächsten Tage verschieben.“ Verletzte gab es hier durch Stürze auf glatten Wegen.
Unfälle nach plötzlichem Glatteis in NRW – Gefahr auch in der Nacht zu Montag
In Sprockhövel ereigneten sich am Samstagabend gleich zwei schwere Unfälle. Gegen 22 Uhr kam ein Fahrzeug auf der Haßlinghauser Straße von der Fahrbahn ab und prallte in die Leitplanke. Der Fahrer musste in eine Klinik transportiert werden. Kurz darauf, gegen 23.45 Uhr, kollidierte auf der Bochumer Straße ein weiteres Fahrzeug mit einem Straßenschild. Zumindest beim ersten Unfall könnte Glätte bei der Unfallursache eine Rolle gespielt haben. Laut Feuerwehr musste wegen Glätte an der Unfallstelle der städtische Bauhof angefordert werden.
Angesichts der gefährlichen Wetterlage appelliert der DWD auch am Sonntag an die Bevölkerung, besondere Vorsicht walten zu lassen. Nicht notwendige Fahrten sollten zumindest am Vormittag möglichst verschoben werden. Betroffen sind primär Ostwestfalen, das Sauer- und Siegerland sowie das Bergische Land und Teile des Ruhrgebiets (Dortmund, Hamm, Hagen). Hier gilt eine Warnung vor „Markanter Glätte“ bis 10 Uhr. Im Rest von NRW muss ebenfalls mit glatten Straßen gerechnet werden.
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„In der Nacht zum Montag verbreitet leichter bis mäßiger Frost zwischen -3 und -7 Grad, bei wolkenlosem Himmel in Tal- und Muldenlagen des Berglandes bis -10 Grad“, lautet die Prognose des DWD. Es könnte wieder glatt werden durch gefrierende Nässe oder Reif. „Vom Niederrhein über das Münsterland und Ostwestfalen bis zum Nordrand des Sauerlandes vereinzelt Glatteis durch gefrierenden Sprühregen nicht gänzlich ausgeschlossen“, warnen die Wetter-Experten.
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