Silvesterkrawalle in Solingen

„Massiv mit Pyrotechnik beschossen“ – Chaoten attackieren Polizei und Feuerwehr

Die Silvesternacht in Solingen wurde von Krawallen überschattet. Polizei und Feuerwehr wurden in der Hasselstraße mit Raketen und Böllern beschossen.

Solingen – In der Silvesternacht gab es schwere Ausschreitungen in Solingen (NRW). Die Polizei und Feuerwehr wurde dort bei einem Einsatz in der Hasselstraße „massiv mit Pyrotechnik beschossen und beworfen“, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Bei den Angreifern soll es sich um eine Gruppe aus etwa 30 bis 40 Personen im Alter von 20 bis 30 Jahren gehandelt haben.

Einsatzkräfte „aus der Dunkelheit mit Raketen und Böllern beschossen“

Laut Polizeiangaben ging um 0:12 Uhr ein Notruf wegen einer brennenden Matratze an der Hasselstraße in Solingen ein. „Eintreffende Einsatzkräfte wurden unmittelbar aus der Dunkelheit mit Raketen und Böllern beschossen und beworfen“, berichtet die Polizei.

Als die Matratze gelöscht war, brannte es in einer nahegelegenen Hecke. Auch bei diesen Löscharbeiten gab es erneut Angriffe mit Feuerwerkskörpern auf die Einsatzkräfte. Die Attacken gingen demnach von einer größeren Gruppe, bestehend aus 30 bis 40 Personen, aus. Zwischenzeitlich sollen diese eine Barrikade aus Müllcontainern gebaut und diese mit Benzin angezündet haben. Sogar Schüsse mit Schreckschusspistolen seien gefallen, berichtet die Polizei unter Berufung auf Zeugenaussagen.

Die Polizei war in der Silvesternacht in Solingen im Großeinsatz.

Mehrere Strafverfahren nach Silvesterkrawallen in Solingen

Die Angreifer sollen außerdem auch Böller auf Balkone von Häusern und auf unbeteiligte Passanten geworfen haben. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hin. Dabei mussten auch Einsatzkräfte aus den umliegenden Städten Wuppertal und Remscheid unterstützen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Die Polizei schätzt das Alter der Angreifer auf 20 bis 30 Jahre. Festnahmen gab es allerdings nicht. „Ein Zugriff auf die Personen war nicht möglich, da sich diese sofort in unbekannte Richtungen und in umliegende Wohnhäuser zurückzogen“, berichtet die Polizei. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.

Auch in anderen NRW-Städten gab es in der Nacht Übergriffe auf Einsatzkräfte. So wurden Polizei und Feuerwehr auch in Duisburg und Bergheim mit Feuerwerkskörpern beschossen. In Gelsenkirchen eskalierte ein Familienstreit. Dort gab es Schüsse und zwei Verletzte. (bs/ots)

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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