Mehrwertsteuer steigt

„Es ist wirklich zum Weinen“: TV-Koch Frank Rosin befürchtet Gastronomiesterben

Ab 2024 soll die Mehrwertsteuer auf Speisen wieder steigen. Für viele Gastronomen kaum tragbar – TV-Koch Frank Rosin aus NRW findet dazu klare Worte.

Dorsten – Frank Rosin, TV-Koch und Unternehmer aus Dorsten (NRW), verspürt im Angesicht der wieder steigenden Mehrwertsteuer auf Speisen große Existenzängste in der Gastronomie. „Es ist wirklich zum Weinen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Wochenende. Trotz aller Leidenschaft für den Beruf gehe die Stimmung vieler Kollegen und Gastronomiefreunde gerade gegen null.

„Absolute Katastrophe“: TV-Koch Frank Rosin über Anstieg der Mehrwertsteuer

Die vergangenen Jahre seien aufgrund der umfangreichen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie – beispielsweise den Lockdowns – die härtesten überhaupt gewesen, so TV-Koch Frank Rosin. Die Branche befinde sich in einer Phase der Erholung, „wo man wieder Mut fasst und vielleicht wieder gewisse Ziele vor Augen hat“. Demnach versuchen viele Gastronomen gerade ihre Betriebe zu restrukturieren oder neu aufzubauen.

Frank Rosin

Frank Rosin ist ein deutscher TV-Koch, Gastronom und Unternehmer aus Dorsten (Kreis Recklinghausen) in Nordrhein-Westfalen. Sein Vater war ebenso als Großhändler im Gastronomie-Bereich tätig. Bereits in frühen Jahren arbeitete der heute 57-Jährige im väterlichen Betrieb mit. Seit 1990 ist der TV-Koch mit seinem Restaurant „Rosin“ selbstständig, zunächst in Gelsenkirchen und später in seiner Heimatstadt Dorsten.

Nach einer Lehre als Koch in Gelsenkirchen war Rosin 1996 im Alter von 30 Jahren erstmals in einer Kochsendung des WDR zu sehen. Ab 2008 war er dann Gast oder Protagonist in verschiedenen TV-Formaten, unter anderem in der Realitiy-TV-Kochshow „Fast Food Duell“, als Juror in der Sat.1-Koch-Castingshow „The Taste“ und dem Coachingformat „Rosins Restaurant – ein Sternekoch räumt auf“.

„Und dann kriegt man gleichzeitig einen Knüppel in die Beine gekloppt und sagt nein, nein, das ist nicht möglich, denn mit dem Geld müssen wir hier und da letztendlich andere Dinge finanzieren, die uns vielleicht wichtiger sind“, kritisiert Rosin. Er bezeichnet die von sieben auf 19 Prozent ansteigende Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in der Gastronomie ab Anfang 2024 als „absolute Katastrophe“ und „Vertrauensbruch“.

Mehrwertsteuer steigt nach Corona-Pandemie wieder an: TV-Koch Rosin befürchtet Gastro-Sterben

Der TV-Koch befürchtet ein Gastronomiesterben, das es zu verhindern gelte. Er weist darauf hin, dass die Betriebe bereits mit erheblichen Kostensteigerungen bei den beiden großen Blöcken Personal und Wareneinkauf konfrontiert sind. Wenn nun auch die Mehrwertsteuer stark ansteige, sei das für viele Gastronomen nicht mehr darstellbar. Denn die Bürger müssen sich die Speisen auch noch leisten können, stellte Rosin klar.

TV-Koch Frank Rosin befürchtet angesichts des Anstiegs der Mehrwertsteuer ein Gastronomiesterben – und wettert heftig gegen die Politik. (Archivbild)

TV-Koch Frank Rosin mit Kritik an Politik: „Völlig berufs- und realitätsfremd“

Dann wird Frank Rosin deutlich: „Und ich komme mir langsam vor, vor wie bei ‚Rosins Restaurants‘, wo auch der Kfz-Mechaniker manchmal Gastronom werden möchte. Und so komme ich mir bei den Politiken vor, dass sie wirklich völlig berufs- und realitätsfremd die Möglichkeit haben, irgendwelche Entscheidungen zu treffen, die sie gar nicht treffen können“. In seiner TV-Show „Rosins Restaurants“ unterstützt der Promi-Koch Gastronomen in Not. Die steigende Mehrwertsteuer sei eine „Milchmädchenrechnung“, so Rosin. Bei einem Gastronomiesterben fielen Steuereinnahmen auf der anderen Seite aus.

Während der Corona-Pandemie war die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden – ursprünglich mit einer Frist bis Ende 2022. Angesichts einer drohenden Energiekrise war die Regelung im Oktober 2022 bis Ende 2023 verlängert worden. Getränke wurden erneut ausgenommen. Die Ampel-Koalition hat sich darauf verständigt, dass die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in der Gastronomie ab 2024 wieder auf 19 Prozent steigt. (dpa) Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von Redakteur Maximilian Gang sorgfältig geprüft.

Rubriklistenbild: © Lutz von Staegmann/Imago

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