Kommunalwahl am 14. September
NRW erlebt Briefwahl-Novum – Wähler haben jetzt Schwierigkeit
Briefwahl boomt bei der Kommunalwahl in NRW ungebrochen. Wer noch wählen möchte, muss schnell eine Lösung finden. Die Post ist keine Alternative mehr.
Hamm – Der Trend zur Briefwahl verstärkt sich bei der Kommunalwahl in NRW am Sonntag, 14. September 2025, deutlich. In mehreren Großstädten haben inzwischen mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen angefordert, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Damit ergibt sich ein Novum für viele Städte und Gemeinden: Noch nie war der Anteil an Briefwahl-Stimmen so hoch. Die Zahlen übertreffen damit vielerorts das Niveau der vorherigen Kommunalwahl von 2020.
Besonders stark fällt die Entwicklung in Köln aus, wo fast jeder dritte Wahlberechtigte (33 Prozent) die Unterlagen bestellt hat – vor fünf Jahren waren es etwa 31 Prozent. Bis Freitagmorgen lag die Rücklaufquote bereits bei 77 Prozent. Auch in Aachen haben die Wahlämter mit gut 28 Prozent der Wahlberechtigten mehr Briefwahlunterlagen versandt als bei der letzten Wahl mit 26 Prozent.
Kommunalwahl in NRW – Briefwahl boomt
In Dortmund stieg der Anteil der Briefwahlanträge von 23 auf 26,5 Prozent, in Düsseldorf von 24 auf 25 Prozent. Die Stadt Essen verzeichnet einen besonders deutlichen Zuwachs von elf Prozent gegenüber der letzten Kommunalwahl auf nun rund 24 Prozent. „Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass erstmals ein QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung die Antragstellung vereinfache“, erklärte ein Sprecher des Essener Wahlamts.
Nicht alle Städte melden signifikante Veränderungen. In Bielefeld liegt der Anteil der Briefwahlanträge mit einem Viertel kaum verändert zum Vorjahr. Auch in Münster bleibt die Quote mit 29 Prozent nahezu unverändert. Wer per Briefwahl abstimmen möchte, hat nun aber ein Problem.
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Für Wählerinnen und Wähler, die ihre Briefwahlunterlagen noch nicht abgeschickt haben, ist der Postweg inzwischen zu spät. Zum Glück gibt es eine Lösung. In allen Kommunen besteht jedoch die Möglichkeit, die Wahlbriefe bis Sonntagnachmittag um 16 Uhr in bestimmte Briefkästen an Verwaltungsgebäuden einzuwerfen. Eine Abgabe im Wahllokal ist in den meisten Fällen nicht möglich. (maho/dpa)
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