Technische Probleme

Großalarm: Ryanair-Flieger aus Mallorca muss am Flughafen Münster/Osnabrück notlanden

Am Samstag Großübung, am Sonntag Ernstfall: Ein Ryanair-Flugzeug aus Mallorca musste wegen technischen Problemen am Flughafen Münster/Osnabrück notlanden. 

Greven - Großalarm am Flughafen Münster/Osnabrück: Nur einen Tag nach der Notfall-Übung am FMO mit hunderten Beteiligten gab es am Sonntag, 12. November, den Ernstfall. Ein mit 181 Personen besetztes Flugzeug aus Mallorca, das am Flughafen Dortmund landen sollte, ging wegen technischer Probleme außerplanmäßig und deutlich schneller als üblich im Münsterland herunter.

FlughafenMünster/Osnabrück
FlughafencodeFMO
Terminals2

Panne bei Mallorca-Flieger führt zu Großalarm am Flughafen Münster/Osnabrück

Beim Anflug auf Dortmund stellten die Piloten der Ryanair-Maschine aus Palma des Mallorca fest, dass es Probleme mit den Landeklappen gibt, was der Tower nach zwei Überflügen bestätigte: Landeklappen sind nicht ausgefahren. „Der Kapitän entschied sich deswegen für eine Landung am Flughafen Münster/Osnabrück“, wie Peter Baum, Lagedienstführer der Leitstelle im Kreis Steinfurt, auf Anfrage von wa.de sagte. Dort ist die Landebahn rund 200 Meter länger als in Dortmund.

Eine längere Landebahn war von großer Bedeutung, da das Flugzeug mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als üblich herunterkam und deswegen eine längere Strecke zum Bremsen und Ausrollen benötigte. Das Problem: Die Radbremsen erhitzen sich beim sogenannten Highspeed-Landeverfahren durch die größere Belastung stark und können im schlimmsten Fall einen Reifenbrand auslösen. Daher wurde Großalarm ausgelöst. „Luftnotlage - genau so ein Szenario haben wir am Tag vorher geübt“, sagte Baum.

FMO statt Flughafen Dortmund: Außerplanmäßige Landung von Flugzeug aus Mallorca

Zur Flughafenfeuerwehr des FMO stießen weitere Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem Kreis Steinfurt. Nach Angaben der Feuerwehr im Kreis Steinfurt waren mehr als 600 Personen auf den Beinen. Sie mussten jedoch, abgesehen vom Kühlen der Bremsen mit Luft, nicht eingreifen.

Der Pilot brachte seine Boeing 737-800 gegen 15.35 Uhr sicher herunter und in die Abstellposition. Die gut 180 Passagiere verließen das Flugzeug wie üblich über die Treppen. „Alle wurden vom leitenden Notarzt begutachtet und für gesund befunden“, so Baum. Busse sollten die Reisenden nach Dortmund bringen. Der Flugverkehr am FMO wurde durch die außerplanmäßige Landung nicht berührt.

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Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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