Notfallübung
Unglück am Flughafen Münster/Osnabrück: Retter üben den absoluten Ernstfall
Ein brennendes Flugzeug, mehrere Tote, massenhaft Verletzte: Am Flughafen Münster/Osnabrück wurde der absolute Ernstfall geübt.
Greven - Das Szenario könnte aus einem Katastrophenfilm stammen: Ein Airbus A320 landet am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). An Bord des Flugzeugs befinden sich 114 Passagiere. Aufgrund von Hydraulikproblemen kommt die Maschine aber von der Landebahn ab und bleibt auf dem Rasen liegen. Das linke Hauptfahrwerk kollabiert und das linke Triebwerk gerät in Brand. Rund die Hälfte der Passagiere wird verletzt, vier überleben das Unglück nicht. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Flughafenpersonal in NRW gewiss keine alltägliche Situation. Dennoch muss der Ernstfall geübt werden.
Und dies geschah am Samstag, 11. November. Wie der Flughafen mitteilt, sind regelmäßige Großübungen für alle internationalen Verkehrsflughäfen vorgeschrieben, „um die Zusammenarbeit der internen und externen Rettungskräfte und sonstigen beteiligten Organisationen zu trainieren.“
Unglück am Flughafen Münster/Osnabrück: Retter üben den absoluten Ernstfall
Insgesamt 700 Personen mit rund 200 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen waren am FMO im Einsatz. „Um ein möglichst realistisches Bild der Unfallsituation zu bieten, agierten Unfalldarsteller der DLRG wirklichkeitsgetreu gemäß den Szenariovorgaben“, erklärte FMO-Sprecher Andrés Heinemann. Zudem wurde ein Krisenstab eingerichtet.
Bei der Übung traf zunächst die Flughafenfeuerwehr ein. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte im weiteren Verlauf von externen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen aus den umliegenden Städten und Gemeinden. Auch das Technische Hilfswerk (THW) Osnabrück, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Tecklenburg und das Special Assistance Team (SAT) des Flughafens waren vor Ort im Einsatz.
Großübung am Flughafen Münster/Osnabrück – Beteiligte „sehr zufrieden“
Der Übungsschwerpunkt lag laut Heinemann auf der Organisation und Durchführung der Brandbekämpfung, der Rettung der verletzten Passagiere sowie der Betreuung der nicht verletzten Gäste und Angehörigen. „Als erstes Resümee kurz nach der Übung äußerten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften habe sehr gut und reibungslos funktioniert. Auch die Versorgung der Verletzten sei professionell und zügig erfolgt. In den nächsten Tagen und Wochen wird die gesamte Übung von allen Beteiligten aber noch im Detail aufgearbeitet werden“, so die erste Bilanz.
Zu Beeinträchtigungen im regulären Flugverkehr hat die Übung nicht geführt.
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