Mögliche Ursache auf Videos sichtbar

Nach Unfall auf Rheinkirmes: Konsequenzen nach „Schock“-Moment?

Feuerwerkskörper explodierten auf der Düsseldorfer Rheinkirmes in der Menschenmenge – mit tragischen Folgen. Für 2026 steht das Feuerwerk auf der Kippe.

Update vom 20. Juli, 13.25 Uhr: Nach dem Unfall beim Feuerwerk am Freitagabend auf der Rheinkirmes in Düsseldorf hat sich der Kirmeschef zu der Zukunft der beliebten Pyroshow geäußert.  „Es ist nach diesem Schock vom Freitagabend schwer, mich nochmals dafür zu entscheiden“, sagte Andreas Paul Stieber sagte am Sonntag bei einer Abschluss-Pressekonferenz. Seine persönliche Tendenz gehe eher gegen eine erneute Durchführung.  Er und sein Team wollen aber auch mit Rücksicht auf die Opfer erst später endgültig darüber entscheiden. Zuerst müsse das Ermittlungsergebnis der Kriminalpolizei abgewartet werden.

Nach Angaben der Polizei von Samstag wird das Material derzeit im Labor des Landeskriminalamtes untersucht. Bei dem Unglück am Freitagabend gegen 22.45 Uhr waren Feuerwerkskörper aus bislang nicht geklärter Ursache zu nah am Boden explodiert. Dabei waren 19 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer.

Feuerwerk-Unfall auf Rheinkirmes: Arzt berichtet von „tiefen Brandlöchern“

Update vom 20. Juli, 10 Uhr: Nach der Explosion auf der Düsseldorfer Rheinkirmes ließ am Samstag im Großen und Ganzen nichts auf den Vorfall am Abend zuvor schließen. 19 Menschen wurden bei dem Unfall mit Feuerwerkskörpern verletzt. Die Suche nach der Ursache läuft noch. Stand jetzt geht die Polizei von einem tragischen Unglück aus. Möglicherweise, so ein Sprecher der Polizei, sei ein umgekippter Startbehälter der Grund, warum der Feuerwerkskörper in zu niedriger Höhe explodiert sei. Darauf würden verschiedene Videos vom Abend hindeuten.

Die Abschussvorrichtungen für das Feuerwerk der Rheinkirmes stehen und liegen auf den Rheinwiesen.

Vier der 19 Verletzten sind nach Angaben der Feuerwehr mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Darunter ist nach Angaben eines Sprechers auch ein vierjähriges Kind mit Verbrennungen. Zwei weitere Kinder, zwei und vier Jahre alt, sind unter den leicht Verletzten. Ein Facharzt für Kardiologie aus Düsseldorf war am Freitagabend mit seiner Familie auf der Rheinkirmes unterwegs und wollte eigentlich das Feuerwerk genießen. Nach dem Unfall wird Ammar Ghouzi jedoch zum Ersthelfer. Im Gespräch mit dem WDR berichtet der Arzt von „tiefen Brandlöchern“. Mit Kleidungsstücken der Verletzten drückte er die Wunden ab.

Explosion bei Rheinkirmes in Düsseldorf: Ermittlungen dauern an

Update vom 19. Juli, 17.54 Uhr: Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Ursache der Explosion auf der Düsseldorfer Rheinkirmes dauern an. Am Nachmittag stellten sich die Zuständigen bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. Dabei warnte ein leitender Polizeibeamter davor, voreilige Schlüsse zu ziehen, so die dpa.

Unfall bei Rheinkirmes-Feuerwerk: Bilder zeigen die Explosion

Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Unfall bei Rheinkirmes-Feuerwerk: Bilder zeigen die Explosion

Die Spurensicherung sei am Mittag abgeschlossen worden. Einige Rohre der Abschussbehälter würden jetzt vom Landeskriminalamt im Labor untersucht. „Eine abschließende Aussage ist noch nicht möglich“, sagte Polizeioberrat Jannik Möller der Deutschen Presse-Agentur. Es sei zahlreiches Bild- und Videomaterial sichergestellt und mit einer Drohne zusätzliche Aufnahmen gemacht worden. Sicher sagen könne er, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Menschen unbefugt im Abbrennbereich des Feuerwerks befunden haben.

Vier der insgesamt 19 Verletzten wurden nach Angaben der Feuerwehr mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Darunter ein vierjähriges Kind. Nach Angaben eines Sprechers seien zwei weitere Kinder im Alter von zwei und vier Jahren bei dem Unglück leicht verletzt worden.

Update vom 19. Juli, 14.04 Uhr: Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI), möchte sich aus der Ferne nicht an den Mutmaßungen zum möglichen Unfallhergang beim Feuerwerk auf der Rheinkirmes beteiligen. Auf wa.de-Nachfrage äußerte er aber die Sorge, dass eine Diskussion rund um den Einsatz von Pyrotechnik bei Großveranstaltungen aufkommen könnte.

„Das Thema Feuerwerk wird schon seit längerem kontrovers diskutiert. Es ist davon auszugehen, dass der Unfall anlässlich der Rheinkirmes die Diskussion weiter entfachen wird“, meint Gotzen. Er ergänzt: „So emotional das Thema Feuerwerk auch aufgeladen sein mag, so werden wir als VPI auch künftig weiter sachlich und faktenbasiert bleiben.“

Schützenverein zeigt sich schockiert nach Feuerwerk-Unfall

Update vom 19. Juli, 13.59 Uhr: Andreas-Paul Stieber vom Schützenverein St. Sebastianus bedankte sich Samstag, einen Tag nach dem tragischen Feuerwerk-Unfall in Düsseldorf, im Namen des Ausrichters der Kirmes bei den Rettungskräften und Ärzten für die schnelle Versorgung der Betroffenen. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, sagte Stieber. Ein großartiger Tag sei mit einem tragischen Unglück geendet. Er sei tief schockiert.

Zur Unfallursache wollte sich Stieber nicht äußern und bat darum, die Ermittlungen der Polizei abzuwarten. Selbstverständlich werde der Ausrichter der Kirmes in den nächsten Wochen diskutieren, ob das Feuerwerk in den nächsten Jahren angeboten wird.

Experte äußert sich zum Feuerwerk-Unfall auf der Rheinkirmes

Update vom 19. Juli, 12.19 Uhr: Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen, die ein Bild ergeben, wie es zu dem Feuerwerk-Unfall auf der Rheinkirmes am späten Freitagabend kommen konnte. Alles deutet auf eine Verkettung unglücklicher Ereignisse hin. Ein Experte hat außerdem noch eine Vermutung.

Nach ersten Erkenntnissen soll wohl eine Kugelbombe noch im Rohr am Boden explodiert sein. Diese könnte daraufhin die danebenstehenden Rohre mit den restlichen Kugelbomben umgeworfen haben. Das jedenfalls mutmaßt Rene Osterhage, staatlich geprüfter Pyrotechniker aus Herten, gegenüber der Bild. Auch die Polizei geht derzeit von einem umgekippten Startbehälter als Auslöser der Feuerwerk-Tragödie am Rheinufer aus.

„Das Problem liegt vermutlich in der ersten Explosion. Die Kugelbombe ist nicht wie vorgesehen in die Luft geschossen. Sie befinden sich in Rohren – wie bei einer Kanone im Piratenfilm. Normalerweise wird sie aus dem Rohr geschleudert und zerlegt sich erst in etwa 150 Metern Höhe. Hier sieht es so aus, als sei sie bereits im Rohr explodiert. Diese Rohre halten zwar die Ausstoßladung aus, aber nicht die Zerlegung, die eigentlich am Himmel stattfinden sollte“, wird der Experte zitiert. Ob das wirklich so war, wird sich zeigen müssen – die Ermittlungen dauern weiter an.

Feuerwerk-Drama bei der Rheinkirmes – Tradition steht nach Abbruch auf der Kippe

Update vom 19. Juli, 11.18 Uhr: Es gibt erste Hinweise darauf, wie es zu dem Unglück auf der Rheinkirmes in Düsseldorf gekommen sein könnte. Möglicherweise sei ein umgekippter Startbehälter der Grund, warum der Feuerwerkskörper in zu niedriger Höhe explodiert sei, wie ein Polizeisprecher erklärt. Darauf deuten verschiedene Videos vom Abend hin, so der Sprecher.

Die Lage bei den Opfern sei unverändert, teilten Feuerwehr und Polizei mit. 19 Menschen seien bei dem Unfall mit dem Feuerwerkskörper verletzt worden, darunter mindestens ein Kind. Vier Betroffene seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.

Info-Hotline für Angehörige und Freunde

Angehörige, die ihre Verwandten oder Bekannten nach dem Vorfall auf der Rheinkirmes suchen, können sich unter der eingerichteten Informations-Hotline melden: 0211 / 388 9889

[Erstmeldung] Düsseldorf – Bei einem schweren Unfall während des Feuerwerks auf der Rheinkirmes in Düsseldorf wurden am Freitagabend 19 Menschen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, befinden sich unter den Verletzten mindestens ein Kind sowie vier Schwerverletzte.

Feuerwerksunfall in Düsseldorf: 19 Verletzte bei Kirmes

Der Unfall ereignete sich gegen 22.45 Uhr beim traditionellen Kirmesfeuerwerk. Ein Feuerwerkskörper detonierte aus bislang ungeklärter Ursache offenbar in zu niedriger Höhe und verletzte dabei die Besucher.

Gegenüber dem WDR hat ein Augenzeuge den schrecklichen Vorfall geschildert. Er schien schon während des Feuerwerks ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache gehabt zu haben. „Ich war auf der Kirmes und habe das Feuerwerk beobachtet. Einige Raketen flogen erstaunlich tief und sind auch tief explodiert. Ich habe mich gewundert, ob das nicht zu nah an den Menschen ist“, wird er zitiert. Die Polizei Düsseldorf geht von einem Unfall aus und ermittelt zur genauen Unfallursache.

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst Düsseldorf waren etwa zwei Stunden im Einsatz. Sie sollen Medienberichten zufolge dabei auch von Augenzeugen unterstützt worden sein, die beispielsweise Infusionen hielten. Der letzte Verletzte wurde eine Stunde nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht. Die gute Nachricht: Nicht alle Verletzten mussten stationär behandelt werden.

Rheinkirmes-Unfall: Tradition des Feuerwerks in Frage

Die Veranstalter beendeten die Kirmes nach dem Unglück vorzeitig. Eigentlich sollte das Volksfest bis in die frühen Morgenstunden geöffnet bleiben. In einer offiziellen Mitteilung bedauerten die Veranstalter den Vorfall und kündigten an zu prüfen, „ob die Tradition des Kirmesfeuerwerks im kommenden Jahr fortgesetzt wird“.

Vor dem Unfall hatte die größte Drohnenshow Deutschlands für Begeisterung gesorgt. 1.000 Drohnen bildeten 20 Minuten lang spektakuläre Skulpturen am Düsseldorfer Himmel, bevor das traditionelle Feuerwerk folgte.

Die Rheinkirmes findet zu Ehren des Schutzpatrons St. Apollinaris (23. Juli) statt und wird vom über 700 Jahre alten St. Sebastianus Schützenverein veranstaltet. Zehn Tage lang präsentieren mehr als 300 Schausteller ihre Attraktionen auf der 165.000 Quadratmeter großen Festwiese gegenüber der Düsseldorfer Altstadt. Die Kirmes läuft noch bis Sonntag. (Mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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