Zahlreiche Verletzte

Kirmes-Feuerwerk explodiert in Menschenmenge: Polizei-Verdacht zu Ursache – Tradition jetzt auf Prüfstand

Auf der Rheinkirmes in Düsseldorf wurden 19 Menschen verletzt. Die Veranstaltung endete abrupt. Was bedeutet das für die Zukunft?

Update vom 19. Juli, 10.59 Uhr: Nach dem Feuerwerk-Vorfall auf der Rheinkirmes in Düsseldorf ermittelt die Polizei jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Wie es passieren konnte, dass die Böller so tief in die Menschenmenge flogen, ist noch nicht ganz klar. Es heißt, eine Abschussrampe könnte umgekippt sein – Ursache unbekannt. Man gehe aber derzeit von einem tragischen Unglück aus, sagt ein Polizeisprecher.

Neue Informationen gibt es hingegen zu den Verletzten. Unter den 19 verletzten Personen befindet sich laut Polizei und Feuerwehr mindestens ein Kind. Vier Betroffene seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.

Erstmeldung vom 19. Juli, 6.28 Uhr: Düsseldorf – Bei einem Vorfall mit einem Feuerwerkskörper auf der Rheinkirmes in Düsseldorf erlitten 19 Personen Verletzungen. Darunter befand sich mindestens ein Kind und vier Personen wurden schwer verletzt, berichtete ein Polizeisprecher in der Nacht. Laut Angaben explodierte einer der Feuerwerkskörper während des großen Feuerwerks am späten Freitagabend (18. Juli) aus ungeklärter Ursache in zu geringer Höhe. Die Polizei vermutet einen Unfall.

Unfall bei Rheinkirmes-Feuerwerk: Bilder zeigen die Explosion

Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Auf der Düsseldorfer Rheinkirmes wurden bei einem Feuerwerk-Unfall mehrere Menschen verletzt.
Unfall bei Rheinkirmes-Feuerwerk: Bilder zeigen die Explosion

Feuerwerk-Unfall auf Kirmes in Düsseldorf: Verletzte bei Vorfall – Veranstalter beendet Fest sofort

Nach dem Unglück beendete der Veranstalter das Fest an diesem Tag gegen 22.45 Uhr vorzeitig. Ursprünglich sollte die Kirmes bis in die frühen Morgenstunden geöffnet bleiben. In einer Mitteilung bedauerte man den Vorfall sehr. Ein Sprecher erklärte, man müsse jetzt „prüfen, ob die Tradition des Kirmesfeuerwerks im kommenden Jahr fortgesetzt wird“.

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden. Etwa eine Stunde nach dem Vorfall wurde der letzte Verletzte ins Krankenhaus gebracht, so die Feuerwehr. Ein Sprecher erwähnte, dass nur einige der Verletzten in Kliniken eingeliefert wurden.

Feuerwerk hat Tradition auf Düsseldorfer Rheinkirmes

Die Kirmes hatte vor einer Woche begonnen und endet an diesem Sonntag. Die Veranstalter sorgten mit der Ankündigung der größten Drohnenshow Deutschlands für Aufsehen: Die etwa 20-minütige, mit Musik untermalte Show, bei der 1000 Drohnen riesige Skulpturen am Abendhimmel formten, fand am ersten Samstag des Volksfestes und ein weiteres Mal am Freitagabend statt. Direkt im Anschluss folgte das traditionelle Feuerwerk.

In zu geringer Höhe explodierten Feuerwerkskörper auf der Düsseldorfer Rheinkirmes und verletzten mehrere Gäste.

Der über 700 Jahre alte St. Sebastianus Schützenverein feiert mit der Rheinkirmes den Namenstag seines Schutzpatrons St. Apollinaris (23. Juli). Während der zehn Kirmestage präsentieren mehr als 300 Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Festzelte auf der etwa 165.000 Quadratmeter großen Festwiese auf der linken Rheinseite, direkt gegenüber der Düsseldorfer Altstadt.

Im Januar verletzte sich ein Jugendlicher mit Feuerwerk im Olympiapark in München. Auf dem Dachauer Volksfest in Bayern wird es dieses Jahr indes eine neue Attraktion geben, die man so ähnlich auf vom berühmten Oktoberfest aus München kennt. (moe/dpa)

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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