Ab wann?

Universität Münster hat neuen Namen - Senat trifft eindeutige Entscheidung

Die Westfälische Wilhelms-Universität hat einen neuen Namen. Das entschied der Senat am Mittwochnachmittag. Die Entscheidung war durchaus eindeutig.

Münster - Seit über 70 Jahren war die Universität in Münster nach einem deutschen Kaiser benannt. Studierende in Nordrhein-Westfalen diskutierten lange, ob das noch zeitgemäß sei. Am Mittwochnachmittag stimme der Senat über eine Umbenennung ab. Das Ergebnis: Die einstige Wilhelms-Universität hat künftig einen neuen Namen.

Universität Münster hat neuen Namen - Senat trifft eindeutige Entscheidung

Es war nicht das erste Mal, dass in Münster eine Debatte um einen Namen entbrannte. Bis 2012 hieß der heutige Schloßplatz noch Hindenburgplatz. Nun ist klar: Bis 2023 war die Universität Münster nach dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. benannt. Der Senat der Universität stimmte am Mittwochnachmittag ab. Das Ergebnis war eindeutig.

Ganze 20 Stimmen entschieden sich für eine Umbenennung der Universität Münster, es gab nur eine Gegenstimme. Damit blieb die große Überraschung aus. Schon im Januar bei einer Probeabstimmung positionierte sich der Senat der ehemaligen WWU eindeutig. Am Mittwochnachmittag fiel dann die endgültige Entscheidung.

Neuer Name der Uni Münster steht fest - Kaiser Wilhelm II. soll nicht Vorbild sein

Ab dem 1. Oktober 2023 wird die WWU dann nicht mehr Westfälische Wilhelms-Universität heißen, sondern ganz simpel Universität Münster. Warum der letzte deutsche Kaiser als Namenspatron diente, ist nicht gänzlich erklärt. Die Universität Münster besuchte Kaiser Wilhelm II. nie. Erst seit 1952 wurde die Akademie zur WWU umbenannt.

Universität Münster hat neuen Namen - Senat trifft eindeutige Entscheidung

Entfacht wurde die Debatte um die Namensgebung besonders, weil Kaiser Wilhelm II. unter anderem Militarismus und Antisemitismus vorgeworfen werden. Demnach könne er nicht als Vorbild und Namensgeber für die Uni Münster fungieren. Trotz der Umbenennung der Uni Münster soll der Übergang geschmeidig verlaufen. Problematisch: Aufgrund der Logo-Änderung fallen einige Kosten an.

Rubriklistenbild: © imago stock&people

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